Mieter läßt den WM-Anschluß reparieren. Wer trägt die Kosten?

5 Antworten

Der Mieter darf nur in absoluten notfällen selbst einen Handwerker beauftragen. Also wenn z. B. das Wasser aus der Wand läuft und der Hausverwalter und/oder Vermieter nicht erreichbar ist.

Sonst muss man den Notdienst, der für solche Fälle genannt ist, oder den Vermieter informieren.

Bei Reparaturen ohne Dringlichkeit hat der Vermieter das Recht in angemessener Zeit einen Handwerker zu beauftragen. Erst wenn der Vermieter den Schaden nicht beseitigen läßt, darf der Mieter, nach Ankündigung, den Handwerker selbst beauftragen und den Ersatz der Kosten einfordern.

http://www.gansel-rechtsanwaelte.de/meldungen/M587-Bei-eigenm%E4chtigen-Reparaturauftr%E4gen-kein-Kostenerstattungsanspruch-des-Wohnungsmieters-gegen-den-Vermieter-.php

Die beschriebene Reparatur fällt m. E. unter "Reparatur an Dach und Fach" und ist durch den Vermieter zu tragen. Da der Mieter eventuell ohne Not und Ankündigung einen eigenen Handwerker beauftragt hat, könnte eine Minderung der Erstattung möglich sein.

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Selbst bei einem Rohrbruch beschränkt sich IMHO die Tätigkeit des Mieters und eines herbeigerufenen Notdienstes auf Absperren der betroffenen Leitung, nicht auf Reparatur des Waschmaschinenanschlusses. Schon garnicht zum Nottarif.

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@imager761

Notreparatur hatte ich genannt. und das alles was darüber hinaus geht nur in Rücksprache mit dem Vermieter geht.

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Was bedeutet Ersatzvornahme und Selbstabhilfe?

Ersatzvorname bedeutet, dass der Mieter bei Vorliegen eines Mangels der Mietsache ein Selbstabhilferecht hat und den Mangel selbst beseitigen darf. Beispiel: Das Fenster im Wohnzimmer lässt sich nicht mehr richtig schließen. Es zieht durch alle Ritzen.

Soweit der Vermieter mit der Mangelbeseitigung in Verzug ist oder die Situation notfallmäßig bereinigt werden muss (Wasserrohrbruch), darf der Mieter den Mangel selbst beseitigen und dafür Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen.

  1. Das muss man als Mieter beachten

Keinesfalls kann der Mieter ohne Rücksprache mit dem Vermieter den Schaden beseitigen und ihm die Kosten aufbürden. Es bleibt zunächst dem Vermieter überlassen, wie er den Schaden beseitigt (eigene Handwerker, Hausmeister, günstige Bezugsquelle).

http://www.mietminderung.org/mieter-beseitigt-schaden-selbst/

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auch meine Meinung, niemals ohne Absprache mit dem Vermieter einen Monteur bestellen, wenn auf Kostenübernahme gehofft wird. ( außer im Notfall ! )

Man muss dem Vermieter schon eine Chance zur Reparatur geben, denn oft haben die eigene, preisgünstigere Firmen an der Hand. K.

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Angeblich

War es ein Rohrbruch? Stand die Wohnung unter Wasser? War der Vermieter oder sein Beauftragter nicht zu erreichen, z.B. weil sie bei ff herum tigerten statt am Telefon Wache zu schieben?

DANN kann der Mieter Kostenerstattung verlangen.

ODER: Hat der Mieter dem Vermieter den Mangel angezeigt und der Vermieter reagiert trotz Fristsetzung einfach nicht.

DANN kann der Mieter Kostenerstattung verlangen.

Liegen beide Alternativen nicht vor, dann trägt der Mieter die Kosten selber. Das hat nichts mit Schönheitsreparaturen zu tun.

Und das mit der Versicherung verstehe ich nicht: Die tritt nur ein, wenn es erwiesenermaßen ein Rohrbruch war und vorher informiert werden möchte die auch noch.

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Selbst bei einem Rohrbruch beschränkt sich IMHO die Tätigkeit des Mieters und eines herbeigerufenen Notdienstes auf Absperren der betroffenen Leitung, nicht auf Reparatur des Waschmaschinenanschlusses. Schon garnicht zum Nottarif.

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Der Garten gehört einem Mieter und alle anderen kriegen die Kosten auferlegt ???

Unser Haus besteht aus 12 Mietparteien. Der Mieter im Erdgeschoß hat ein großes Grundstück mit Terasse. An diesem Grundstück grenzt auch die Hecke zur Straße. Das die Hecke regelmäßig zurückgeschnitten werden muß ist klar, das die Kosten der Gartenarbeiten auf alle Mieter in den Nebenkosten umgelegt werden auch.

ABER:

Jetzt mußte alles, wirklich alles, mal richtig bearbeitet werden und dafür hat der Vermieter eine Firma holen lassen. Fast 4 Tage, von morgens 9 bis abends 16 Uhr waren die Gärtner mit schweren Geräten dabei alles zu richten.Bäume, Büsche, Rasen, etc., etc.. Die Gärtner haben dabei mindestens 95 % des Mieters aus dem Ergeschoß gemacht; dem der Garten gehört. Die restlichen 5% war eine Minihecke auf dem gemeinsamen Trockenplatz. Was da jetzt für eine Rechnung zusammen kommt möchte ich gar nicht wissen... Der Mieter hat in seinen mindestens 20 Jahren die er da jetzt wohnt gepflanzt wie blöde und sich gar nicht; oder nur sehr wenig darum gekümmert. Der Hammer ist : Es wurde auch viel komplett entfernt; und der Mieter hat gleich das Wochenende ausgenutzt und wieder angefangen zu pflanzen.

Auf meine Anfrage beim Vermieter wer diese Kosten trägt bekam ich keine Auskunft !!

Darf der Vermieter diese Kosten jetzt auf alle Mieter in den Nebenkosten umlegen ???

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