Mieter läßt den WM-Anschluß reparieren. Wer trägt die Kosten?

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7 Antworten

Der Mieter darf nur in absoluten notfällen selbst einen Handwerker beauftragen. Also wenn z. B. das Wasser aus der Wand läuft und der Hausverwalter und/oder Vermieter nicht erreichbar ist.

Sonst muss man den Notdienst, der für solche Fälle genannt ist, oder den Vermieter informieren.

Bei Reparaturen ohne Dringlichkeit hat der Vermieter das Recht in angemessener Zeit einen Handwerker zu beauftragen. Erst wenn der Vermieter den Schaden nicht beseitigen läßt, darf der Mieter, nach Ankündigung, den Handwerker selbst beauftragen und den Ersatz der Kosten einfordern.

http://www.gansel-rechtsanwaelte.de/meldungen/M587-Bei-eigenm%E4chtigen-Reparaturauftr%E4gen-kein-Kostenerstattungsanspruch-des-Wohnungsmieters-gegen-den-Vermieter-.php

Die beschriebene Reparatur fällt m. E. unter "Reparatur an Dach und Fach" und ist durch den Vermieter zu tragen. Da der Mieter eventuell ohne Not und Ankündigung einen eigenen Handwerker beauftragt hat, könnte eine Minderung der Erstattung möglich sein.

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Kommentar von imager761
22.12.2013, 19:30

Selbst bei einem Rohrbruch beschränkt sich IMHO die Tätigkeit des Mieters und eines herbeigerufenen Notdienstes auf Absperren der betroffenen Leitung, nicht auf Reparatur des Waschmaschinenanschlusses. Schon garnicht zum Nottarif.

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Was bedeutet Ersatzvornahme und Selbstabhilfe?

Ersatzvorname bedeutet, dass der Mieter bei Vorliegen eines Mangels der Mietsache ein Selbstabhilferecht hat und den Mangel selbst beseitigen darf. Beispiel: Das Fenster im Wohnzimmer lässt sich nicht mehr richtig schließen. Es zieht durch alle Ritzen.

Soweit der Vermieter mit der Mangelbeseitigung in Verzug ist oder die Situation notfallmäßig bereinigt werden muss (Wasserrohrbruch), darf der Mieter den Mangel selbst beseitigen und dafür Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen.

  1. Das muss man als Mieter beachten

Keinesfalls kann der Mieter ohne Rücksprache mit dem Vermieter den Schaden beseitigen und ihm die Kosten aufbürden. Es bleibt zunächst dem Vermieter überlassen, wie er den Schaden beseitigt (eigene Handwerker, Hausmeister, günstige Bezugsquelle).

http://www.mietminderung.org/mieter-beseitigt-schaden-selbst/

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Kommentar von Gaenseliesel
22.12.2013, 15:29

auch meine Meinung, niemals ohne Absprache mit dem Vermieter einen Monteur bestellen, wenn auf Kostenübernahme gehofft wird. ( außer im Notfall ! )

Man muss dem Vermieter schon eine Chance zur Reparatur geben, denn oft haben die eigene, preisgünstigere Firmen an der Hand. K.

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Da der Betrag über 70,- € liegt greift die Klausel nicht.

Prinzipiell fällt ein Anschlusschaden in die Sache des Vermieters, nur hatte dieser keine Kenntnis. Dann käme noch dich Schadensminderungspflicht in die Gleichung rein.

Ich würde sagen Pech gehabt lieber Mieter.

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Der Mieter bleibt auf der Rechnung als Auftraggeber sitzten, sofern er dir als Vermieter den Mangel nicht angezeigt und innerhalb einer angemessen, konkreten Frist zur Beseitigung aufgefordert hätte und darin ankündigte, nach ergebnislosem Ablauf den Anschluss selbst oder durch einen Fachbetrieb zu reparieren und die Kosten zu verrechnen :-)

Hierfür trüge er die Beweislast, würde er die 240 EUR einklagen wollen. Damit würde er allerdings der Fallschilderung nach scheitern, denn: "Wer die Musi' bestellt, zahlt sie auch" :-O

Ob man nach dieser eindeutigen Rechtslage seine Versicherung damit belastet und Kündigung nach Regulierung riskiert oder dem Mieter überhaupt entgegenkommen will, darf man hingegen selbst entscheiden.

Wenn, dann greift die Kleinreparaturklausel allerdings nicht, der Schaden wäre voll zu übernehmen.

G imager761

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ich sehe den Vermieter in der Pflicht, denn wenn es ein Rohrbruch ist, dann ist der in der Wand und damit hat der Mieter sicher nichts zu tun.

Dass die Absprache fehlte, ist nicht gut. Ich würde als Vermieter nun die Fakten prüfen, ob das so stimmt und ob die Kosten passend sind. Wenn es hier keine Unstimmigkeiten gibt, würde ich zahlen.

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Angeblich

War es ein Rohrbruch? Stand die Wohnung unter Wasser? War der Vermieter oder sein Beauftragter nicht zu erreichen, z.B. weil sie bei ff herum tigerten statt am Telefon Wache zu schieben?

DANN kann der Mieter Kostenerstattung verlangen.

ODER: Hat der Mieter dem Vermieter den Mangel angezeigt und der Vermieter reagiert trotz Fristsetzung einfach nicht.

DANN kann der Mieter Kostenerstattung verlangen.

Liegen beide Alternativen nicht vor, dann trägt der Mieter die Kosten selber. Das hat nichts mit Schönheitsreparaturen zu tun.

Und das mit der Versicherung verstehe ich nicht: Die tritt nur ein, wenn es erwiesenermaßen ein Rohrbruch war und vorher informiert werden möchte die auch noch.

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Kommentar von imager761
22.12.2013, 19:32

Selbst bei einem Rohrbruch beschränkt sich IMHO die Tätigkeit des Mieters und eines herbeigerufenen Notdienstes auf Absperren der betroffenen Leitung, nicht auf Reparatur des Waschmaschinenanschlusses. Schon garnicht zum Nottarif.

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der Vermieter

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