Mieter kündigt fristlos

4 Antworten

Bei Gesundheitsgefährdung kann in der Tat die außerordentliche Kündigung eines Mietverhältnisses zulässig sein. Die gerade bei Schimmel sehr beliebte Frage ist allerdings, ob dieser zum einen wirklich besteht und, wenn ja, in wessen Verantwortungsbereich die Schimmelbildung fällt.

Wenn der Mieter die Schimmelbildung selber verursacht hat, kann er natürlich die nicht als Grund für eine außerordentliche Kündigung nehmen. Gleiches gilt, wenn er keine Mängelanzeige gemacht hat und dem Vermiter daher keine Chance gegeben war die Ursache zu beheben.

Gemerell dürften hier die Chancen des ieters eher schlecht sein. Zutritt zur Wohnung erlauben muß er nämlich schon. Wie könnte man sonst die Mängel besichtigen und beheben?

Wenn Dein Mieter finanziell besser gestellt ist, übergebe die Angelegenheit einfach einem Anwalt, denn eine fristlose Kündigung ist in den wenigsten Fällen rechtmäßig und sie wird nicht automatisch in eine ordentliche Kündigung umgewandelt. Der Anwalt wird Dir dann die entsprechenden Mietzahlungen bis zum Ende der Mietzeit einfordern.

Hat der Mieter wenig Geld, dann dann entlasse ihn zum Monatsende aus dem Mietverhältnis und decke über die Kaution anfallende Nebenkosten und Schäden ab. Versuche dann die Wohnung schnellstmöglich wieder zu vermieten, dann bleibt der Mietausfall für Dich am geringsten.

Ein Mieter kündigt nach 10 Wochen Nutzung der Whg. fristlos den Mietsvertrag mit sofortigem Auszug weil er meinte die Wohnung hat Mängel und er ist gesundheitlich eingeschrängt(Schimmelbildung).

Hat er die Mängel vorher schriftlich angezeigt und dir eine angemessene Frist eingräumt diese zu begutachten und zu beheben?

Desweiteren fordert er eine Abstandszahlung für seine Möbel die verschimmelt sein sollen.

Darf er nachweisen, dass dies auf die Wohnung zurück zu führen ist, dann müsstest du den Zeitwert der Matratze ersetzen.

( Matratze auf dem Fussboden hatte Stockflecke)und Ausgleich für krankschreibung.

Was für einen Ausgleich, wenn er Angestellter ist hat er 6 Wochen Lohnfortzahlung, hat also de facto keinen Schaden, höchstens der Arbeitgeber der in der Zeit für den Lohn keinen Gegenwert bekommen hat, sowie im Nachlauf die Krankenkasse, falls er Krankengeld erhalten hat.

Auch hier muss er dan Nachweis führen, dass du bzw. die von dir vermietete Wohnung dafür verantwortlich ist.

Wie verhalte ich mich

Du bestätgst ihm die fristwahrende Kündigung mit 3 Monatsfrist, wie das BGB diese vorsieht. Für eine fristlose muss er Substanzielles liefern.

Nachmieter wird vom Vermieter nicht akzeptiert,da der nicht so gut verdient wie ich.(Mietausfall?)

Ich habe ab April 2012 eine Wohnung gemietet.Im Mietvertrag steht,dass in beidseitigen Einvernehmen eine Kündigung des Mietverhältnisses vor Ablauf eines Jahres nicht in Frage kommt.Leider wurde ich nach 2 Monaten gekündigt und bin wieder nach Thüringen in meinen noch bestehenden Hauptwohnsitz zurück.Der Makler der für den Vermieter arbeitet sagte mir zwar, dass es kein Problem gibt früher aus dem Mietvertrag rauszukommen,ich muss ihm bei Vermittlung eines Nachmieters halt noch einmal eine Provision zahlen.Soweit so gut.Letzte Woche erhielt ich telefonisch vom Makler die Nachricht, dass der Vermieter sich ziert einen vorgeschlagenen Nachmieter zu akzeptiert,da der eventuelle Nachmieter nicht so gut verdient wie ich.Das war aber laut Makler schon die zweite Ablehnung.Kann ich nun außerordentlich den Mietvertrag kündigen,da ich einige Nachmieter über den Makler gestellt habe und wieder arbeitsbedingt seit 1 Monat 260 km entfernt in meinem Hauptwohnsitz gezogen bin? Gibt es nicht dieses BHG-Urteil mit dem ich agieren könnte? Die Rechtsprechung macht eine Ausnahme, wenn der Mieter die Wohnung unverschuldet nicht mehr nutzen kann und sein Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses dasjenige des Vermieters an der Fortführung überwiegt (BGH, VIII ZR 244/02, Urteil vom 22.1.2003). Dann kann der Vermieter nach „Treu und Glauben“ gehalten sein, den Mieter gegen Beibringung eines ordentlichen und solventen Nachmieters aus dem Vertrag herauszulassen. Beispiele für solche Härtefälle:

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