Mieter hat Mietvertrag unterschrieben, macht ihn aber nun rückgänig!

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4 Antworten

Habt ihr nicht ausdrücklich ein Rückrittsrecht vor Einzug vertraglich eingeräumt, was nach euren Erfahrungen höchst unwahrscheinlich scheint, liegt ihr mit eurer Einschätzung völlig richtig: Das Mietverhältnis darf nur - unabhängig vom Beginn des Mietverhältnisses - "spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats" ordentlich gekündigt werden :-)

Ohne Zugang einer schriftlichen, eigenhändig unterschrieben und nachweislich zugegangenen Kündigung im Original (Brief) besteht dieser Vertrag wie geschlossen auf unbestimmte Zeit. Eine mündliche Kündigung ist formunwirksam.

Da antwortet man schriftlich: "gemäß Mietvertrag vom [Datum] ist ein Mietverhältnis wirksam zustande gekommen. Demnach sind sie verpflichtet und hiemit ausdrücklich aufgefordert, mit Beginn des [Monat Mietbeginn] spätestens an jedem dritten Werktag die vereinbarte Mietzahlung sowie in den ersten drei Mietmonaten mindestens Teilraten der vereinbarten Kaution auf das angebenen Mietenkonto zu überweisen. Wir weisen darauf hin, dass sie darüber ohne weitere Mahnung in Verzug geraten und wir offene Forderungen per kostenpflichtigem Mahnbescheid beitreiben werden. [Unterschriften]"

G imager761

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Ein schnelles Rückgängigmachen des Vertrages ist nur in seltenen Fällen möglich. Nämlich dann, wenn ein triftiger Grund dazu besteht und der Vertrag deshalb z.B. widerrufen oder angefochten werden kann.

Da Du laut Deiner Äußerung keinen Grund geliefert hast, bist Du m. E. im Recht, wenn Du auf die Einhaltung der 3monatigen Kündigungsfrist bestehst, oder einen Nachmieter akzeptierst, den Die Mieterin Dir vorschlägt.

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Anemari 18.06.2014, 21:21

Vielen Dank, Primus, Deine Antwort ist beruhigend für mich!

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Sie muss sich an die Kündigungsfristen halten oder einen Nachmieter bringen. So einfach kann man nicht einseitig aus dem Mietvertrag aussteigen. Ich würde darauf bestehen, es sei den es gibt einen potentiellen Nachmieter.

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Gaenseliesel 18.06.2014, 20:25

richtige Schlußfolgerung !

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Anemari 18.06.2014, 21:25

Vielen Dank althaus, es ist schön wenn man hier Hilfe bekommt!

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Vertrag ist Vertrag

Ganz genau, so ist es. Davon, dass die Mieterin das geltende Recht nicht kennt, sollte man sich nicht beeindrucken lassen. Soll die Dame eben das machen, was dann angesagt ist, nämlich fristgemäß kündigen. Und was ist nun Dein Problem?

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Anemari 18.06.2014, 21:18

Mein Problem ist, das ich nichts falsch machen will da wir, von ihr die 3 Monate Grundmiete fordern oder einen Nachmieter! Aber sie ist der Meinung, da sie erst am Montag unterschrieben hat, sollten wir ihr auch entgegenkommen und nichts fordern?

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Mikkey 18.06.2014, 21:57
@Anemari

Ihr seid ihr ja schon entgegen gekommen, weil Ihr einen Folgemieter akzeptieren wollt.

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Privatier59 19.06.2014, 05:11
@Anemari
das ich nichts falsch machen will

Ein Risiko gibt es für Dich und da kannst Du bei uns keinen Rat für erfragen: Dieses Risiko ist die finanzielle Leistungsfähigkeit der Mieterin. Wenn bei der nämlich nichts zu holen ist, schaust Du mit Deinen Forderungen in die Röhre.

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imager761 19.06.2014, 08:59
@Anemari

Natürlich könmnt ihr entgegenkommenderweise einen Aufhebungsvertrag schliessen oder den Vertrg zerreißen auf euer beanspruchbaren Forderungen stillschweigend verzichten.

Nur muss man eben den Mietausfall oder Kosten der Mietersuche nicht selbst tragen. Zumal dann, wenn die Mieterin sich darauf beruft, das nicht zu müssen und es sei eigentlich euer Problem, dass sie lieber doch zu ihrem Freund ziehen möchte.

Kompromiss: 1000 EUR Ausfallentschädigung gegen beiderseitige Mietvertragsvernichtung :-)

G imager761

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