Mieter bei Wohnrecht?

2 Antworten

Wovon abziehen? Und Dir ist doch hoffentlich klar, dass diese Konstruktion in einem steuerlichen Fiasko enden wird: Wenn man ein Wohnrecht bestellt, hat man keine Einkünfte aus dem Haus. Ohne Einkünfte aber kann man auch keine Ausgaben abziehen. Wieso schließt Du mit der Mutter nicht einen simplen Mietvertrag? Achte drauf, dass mindestens 66% der ortsüblichen Miete vereinbart werden und auch ansonsten der Vertrag dem Fremdvergleich standhält. Und unter uns gesagt: Wenn Du Muttern die verauslagte Miete dann anschließend wieder in bar und ohne Quittung auf den Tisch legst, sieht das kein Mensch und das Finanzamt erst recht nicht.

Noch anders.

Die Mutter ist 83, da sollte man schon ein wenig weiter planen.

Wenn der Jürgen Bolz seiner Mutter das Haus heute abkauft, erbt er morgen Geld. Dieses wird mit dem Nominalbetrag bewertet.

Wenn er sich heute das Haus /das halbe Haus schenken lässt (gegen Wohnrecht), wird dies mit dem Bedarfswert bewertet. Das Wohnrecht wirkt dabei steuermindernd.

Lebt die Mutter dann noch 10 Jahre, kann sie ihm den Rest des Hauses gern vererben.

Aber der Kauf des Hauses ist steuerlich gesehen Geldverbrennung.

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Juergen:

Vermutlich möchtest du den wirtschaftlichen Nachteil beziffert wissen, der dir als Grundstückseigentümer durch den Wegfall der (ortsüblichen) Miete aufgrund des für deine Mutter vorgesehenen lebenslangen, unentlichen, grunduchlich gesicherten Wohnrechts entsteht. Deine Mutter ist 83 Jahre alt, weitere Informationen zur Bewertung des Wohnrecht fehlen, deshalb nur ein Beispiel:

Statische Lebenserwartung aufgerundet 8 Jahre, Wohnfläche 50 qm, ortsübliche Miete 10 €/qm mtl = Mietausfall jährlich 6 000 €. Liegenschaftszins 4 %, Barwertfaktor Faktor 6,73 = 40.380,-- €.

Das Wohnrecht bietet der Berechtigten eine wesentlich grössere Rechtssicherheit als ein Mietvertrag

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