Mieteinnahmen nicht beim Finanzamt angegeben aber Haus ist noch nicht abbezahlt

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4 Antworten

Hast Du heute Scherzkekse gefrühstückt? Wie soll denn das FA wissen, wie hoch die Erlöse sind? Im übrigen wäre es gelinde gesagt schwachsinnig und verblödet, Mieteinnahmen dann nicht anzugeben, wenn sich negative Einkünfte (vulgo: Verlust, Miese, rote Zahlen) ergäben. Die kann man nämlich mit positiven Einkünften aus anderen Quellen verrechnen.

Wenn keine Mehrsteuern angefallen wären könnte auch nichts hinterzogen worden sein. Und Strafe gibts auch nicht. Nur muß man das ja sauber ermitteln und das mit der monatlichen Ratenhöhe ist da ohne Aussagekraft: Wie hoch ist der Zinsanteil daran? Wie hoch ist der Eigenanteil der Freundin an der Wohnhausnutzung gewesen? Wenn die selber da gewohnt hat, könnte sie allenfalls die Hälfte der Kosten (hälftige Nutzung des Hauses unterstellt) bei V+V in Ansatz bringen. Was Du Dir da aufmachst klingt mir stark nach Milchmädchenrechnung.

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Also für mich klingt das eher nach einer art Untervermietung ohne Gewinnerziehlungsabsichten: Ihr habt euch zusammen die laufenden Kosten des Hauses geteilt, Tilgung hat Sie als Eigentümerin alleine übernommen. Das Teilen der gemeinsamen Wohnkosten ist steuerlich nicht relevant: Die eigene Miete oder die Zinsen der selbstgenutzen Immobilie sind nicht steuerlich abzugsfähig/relevant (außnahme: beruflich bedingte doppelte Haushaltsführung)

Anders wäre es, wenn es in diesem Haus mehrere Wohnungen gäbe, jede mit Küche+Bad und Du die Miete jeden Monat bezahlt hast - erst dann könnte man von Vermietung mit Gewinnerziehlungsabsichten ausgehen. Im Gegenzug würde man aber - wie von anderen beschrieben - auch alle Kosten dieser vermieteten Wohnungen angeben und in den ersten jahren eher Minus machen

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Das Finanzamt hat keine hellseherischen Fähigkeiten. Somit kann man pokern, dass die Mieteinnahmen nicht bekannt werden. Wo kein Kläger, da kein Richter

Ganz verständlich ist mir der Fall nicht, denn wenn die Finanzierungskosten anteilig höher sind als die Mieteinnahmen, wäre ein steuerlicher Aspekt nur von Vorteil.

Hatte sie Mieteinnahmen, sind diese anzugeben. Im Gegenzug kann man die Kosten ansetzen. Die Mieteinnahmen müssen mind. 66% der ortsüblichen Miete betragen, um steuerliche Relevanz bei den Kosten zu haben.

Strafe? Das wären die üblichen Strafzahlungen, Vermutung der Steuerhinterziehung, strafrechtliche Prüfung und eine jahrelang genaue Prüfung der weiteren Steuererklärungen.

Sollte es gar zu einer geringeren Steuerlast kommen, ist der Fall nicht so gravierend, denn dann greift der Aspekt der Steuerhinterziehung nicht. Aber unangenehm ist es allemal.

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Hercules 15.07.2013, 10:02

Danke erst einmal für die Antwort,

das das Finanzamt nicht hellsehen kann ist schon klar aber meine Freundin hat das anderen gegenüber einer Person ausgeplaudert und jetzt hat sie Angst das diese Person das dem Finanzamt stecken könnte da sie jetzt verstritten sind. Die monatl. Raten für das Haus betragen ca. 1200,- und die Miete war 450,-.

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MadRampage 15.07.2013, 10:11
@Hercules

Es kommt auf den anteiligen Zinsen und anteiligen Nebenkostenl an: Ist die Summe Deiner anteiligen Kosten (Zinsen + Nebenkosten/Hausgeld) in etwa der Höhe des "Unkostenbeitrags" oder gar darüber, so liegt keine Gewinnerziehlungsabsicht vor und damit kein steuerlich relevanten Mieteinnahmen vor: Es werden ja nur Ihre laufenden (Wohn)Kosten reduziert und KEIN Gewinn erziehlt, auch vorraussichtlich nicht in Zukunft

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Hercules 15.07.2013, 10:17
@MadRampage

Verstehe ich das richtig, sie darf Miete von mir kassieren ohne das beim Finanzamt melden zu müssen? Wir dachten, das ist für sie ja wie ein Nebeneinkommen (Steuerfrei) und muss angegeben werden. Denn jedes Nebeneinkommen muss ja beim Finanzamt angegeben werden.

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MadRampage 15.07.2013, 11:01
@Hercules

Wenn Du es so auslegen möchtest: JA

Das Selbe erreicht Sie aber auch (wie jeder andere), in dem Er/Sie in eine billige, kleinere Wohnung zieht: Statt bisher 1000€ Kaltmiete sind nun nur noch 500€ Kaltmiete zu zahlen. Sie hat nun 500€ Mehr, was aber auch nicht zu versteuern ist, weil die eigenen Wohnkosten NICHT steuerlich relevant sind!

Hier hat Sie für Dich in Ihrem Haus wohnen lassen, hatte es also nicht mehr für sich alleine und damit so was ähnliches wie eine kleinere Wohnung/Haus: Durch Deine Kostenbeteidigung sinkt Ihre Kostenbelastung für Ihre eigene Wohnung/Haus. Das ist genau so wenig steuerlich relevant, weil es immer nur noch eigene Wohnkosten sind

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Also an die Sache muss man systematisch herangehen. Und da ist die erste Frage: Hattest du dort eine eigene Wohnung gehabt oder habt ihr in einer WG gelebt?

Bei der WG hättest du ja sicherlich nicht Miete gezahlt, sondern deinen Anteil an den Lebenshaltungskosten. Und der wäre steuerlich nicht zu berücksichtigen.

Wenn es aber wirklich Miete war, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sogar Verluste entstanden sind und daher zuviel Steuern gezahlt wurden. Dies ist aber nicht strafbar.

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Hercules 15.07.2013, 10:26

Es handelt sich hierbei um ein Reihenhaus was nur von uns 2 bewohnt wurde. Für das, das ich bei ihr wohne habe ich Miete gezahlt 450,- davon sind ca. 150,- für Nebenkosten (Strom, Wasser, Müll.....)bezahlt worden und die restlichen 300,- waren für sie quasi Nebeneinkünfte. Lebensunterhaltungskosten wie Lebensmittel ect. habe ich separat bezahlt.

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