Miete: Wenn Nebenkosten den Betriebskostenspiegel *weit* überschreiten?

7 Antworten

Deiner anderen Frage entnehme ich, dass in den Betriebskosten auch Treppenhausreinugung und Kabelgebühren enthalten sind. Ausserdem ist ein Aufzug vorhanden, was immer höhere Betriebskosten nach sich zieht. Das führt sicher schon mal zu überdurchschnittlichen Betriebskosten.

Ob an der Abrechnung etwas falsch ist, kannst Du ja ganz einfach durch Einsichtnahme in die Belege prüfen.

Ich hatte damit bisher keinen Erfolg. So haben sich für mein gemietetes Haus die Kosten der Gebäudeversicherung verdoppelt. Der Beleg war vorhanden. Warum sich die Kosten verdoppelt hatten, wusste meine Vermieterin nicht, ist ihr auch egal, weil ich es ja bezahle... Gut, wenn man Lust auf Stress hat, kann man evtl. auf wirtschaftliches Verhalten drängen, aber das war es mir dann auch nicht wert.

Ich habe auch schon einmal eine exorbitant hohe Heizkostenabrechnung vom Mieterverein prüfen lassen, ohne Erfolg.

Als Wohnungseigentümer könntest Du Dich evtl. bei "Haus und Grund" o.ä. beraten lassen, falls Du dort Mitglied bist.

Die Abrechnung läßt sich nicht so einfach durch Einsicht prüfen. Die Gesamtsumme wird schon stimmen, aber hier geht es um die Aufteilung zwischen Gewerbe- und Wohnbereich. Es liegt eine Mischnutzung vor.

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@Neuerdings

Und das hat doch mit dem Betriebskostenspiegel überhaupt nichts zu tun. Also wolltest Du eigentlich Antwort auf Deine letzte Frage, diesmal aber, ohne das eigentliche Thema zu erwähnen? Es gibt doch bestimmt auch speziellere Foren oder eben Verbände für Eigentümer.

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@Andri123

Wenn die Beträge weit über dem Betriebskostenspiegel liegen, kann man annehmen, daß die Umlage fehlerhaft ist. Und dann kann man sich auf den Betriebskostenspiegel berufen.

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@Neuerdings

Wenn Du meinst. Ich glaube das nicht, ebenso wenig wie die anderen Beantwortenden.

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Ein "Betriebskostenspiegel" ist eine rein statistisch ausgewerte Zahl welche lediglich von Durchschnittswerten ausgehen kann.Die Nebenkosten wiederum werden aus tatsächlich gezahlten Beträgen berechnet und entsprechend auf den/die Mieter umgelegt.

Es handelt sich also um keine Pauschalwerte, sondern Beträge, welche der Vermieter selbst tatsächlich zahlen musste. Und auf die zugrundeliegenden Rechnungen hast Du ein Einsichtsrecht, aber keinen Einfluss.

Beispiel:

Wenn eine einzelne Stadt/Gemeinde die Gebühren für die Müllabfuhr erhöht, dann kann dieser Wert natürlich über dem Wert des Spiegels liegen. Die Kosten fallen aber tatsächlich an und Du hast eben das Pech in der betreffenden Stadt/Gemeinde zu wohnen.

Du kannst diesen Spiegel also höchstens dazu verwenden, um festzustellen, ob Du mit Deinen gezahlten Beträgen über oder unter Durchschnitt liegts un dDich entsprechend freuen oder ärgern.

Angezweifelt werden nicht die Gesamtbeträge, sondern die Umlage auf Gewerbe- und Wohnbereich. Wenn die Anteile für den Wohnbereich deutlich - ich rede wirklich von extrem - über dem Betriebskostenspiegel liegen, kann man verlangen, daß zunächst der Betriebskostenspiegel als Maßstab angesetzt wird. Das wurde mir gerade (kostenpflichtig) von einem Rechtsanwalt bestätigt. Ob man das dann durchsetzen kann, steht auch meiner Meinung nach auf einem anderen Blatt.

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@Neuerdings

Warum fragst Du hier wenn ein Rechtsanwalt - kostenpflichtig - die Antwort schon gegeben hat? Dann beauftrage ihn auch, das durchzusetzen.

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@wjgmuc

Ich versuche, mehrere Ansichten und Erfahrungen einzuholen.

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@Neuerdings

Aber ich sehe, daß aus meiner Fragestellung nicht hervorging, daß nicht die Gesamtbeträge angezweifelt werden, sondern die Umlage auf Wohn- und Gewerbebereich. Nur in diesem Zusammenhang macht eine Frage nach "zu hoch" überhaupt Sinn.

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@Neuerdings

eben ! ...... * wohn und gewerbebereich * ....wenn alle relevanten Details entweder gar nicht oder kleckerweise kommen, kann man kaum zweckdienliche Ratschläge erwarten !

@wjgmuc stimme ich zu, lass doch den RA weiterhin tätig werden !

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@Neuerdings

Diesen internet-Anwalt würde ich persönlich nicht beauftragen. Wenn Du anwaltliche Beratung bezahlen willst, such Dir lieber einen guten Anwalt vor Ort.

Es geht doch einfach um die Aufteilung bei Mischnutzung Gewerbe/Wohnen. Was das nun mit den Durchschnitzsätzen zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht.

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Dir wurde durch einen Rechtsanwalt bestätigt, daß Du Anspruch auf statistische Durchschnittswerte hast statt auf konkret ermittelte Nebenkosten? Hoffentlich hast Du die Information schriftlich bekommen. Ansonsten wäre es nämlich schwierig den Rechtsanwalt nach verlorenem Prozeß in die Haftung zu nehmen.

Das Ganze wird dann ja offenbar in einer gerichtlichen Auseinandersetzung enden. Kein Mensch, und schon gar kein Richter, wird dann einen Pfifferling um Durchschnittswerte geben.

Vielmehr ist es dann Sache des Vermieters, das Entstehen der abgerechneten Nebenkosten darzulegen. Wenn der alle Belege vorlegen kann und auch das Abrechnungsergebnis rechnerisch zutreffend ist bist Du als Mieter am Zug, die Richtigkeit der Abrechnung substantiert zu bestreiten.

Dann geht die Sache in die Beweisaufnahme, notfalls unter Hinzuziehung von Sachverständigen.

Wie das endet? Keine Ahnung! Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand.

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