Miete auf Gegenseitigkeit

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1 Antwort

schwarz ist der Kaffee (bei mir, wie bei Dir) und grau die Theorie.

Trotzdem einfach abprüfen.

Umsatzsteuer:

§ 3 Abs. 12 UStG, das Entgelt für eine sonstige Leistung (Gewährung für Wohnraum) besteht in einer sonstigen Leistung (Arbeit in Sachen Buchhaltung). Es wäre noch zu Prüfen, ob der Student selbständig tätig würde, das hänge von der Art der Vereinbarung ab. Wenn selbständig, dann eben beide Unternehmer. Aber von der Vermieterin steuerfrei, weil Vermietung von Wohnraum und beim Studenten vermutlich keine Erhebung von Steuern weil Kleinunternehmer.

Wenn keine selbständige Tätigkeit, wären wir beim Studenten aus dem Umsatzsteuergesetz raus.

Einkommensteuer:

Wenn wir bei der Selbständigkeit des Studenten landen, müsste der eine Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung machen und das in die Einkommensteuererklärung einbringen.

Wäre er abhängig beschäftigt, dann wäre es entweder ein Minijob und die Vermieterin müsste die ca. 31 % abführen. Sonst wäre es ein Job in der Gleitzone und die Miete wäre der Nettolohn.

Weil er Student ist, würden aber nur Rentenversicherungsbeiträge anfallen. Lohnsteuer vermutlich nicht bei der Miethöhe einer Studentenbude.

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Kommentar von EnnoBecker
14.06.2014, 09:38

Und bei der Einkommensteuer kommen wir über die Analogie des § 6 (6) Satz 1 EStG dahin: "Wird ein einzelnes Wirtschaftsgut im Wege des Tausches übertragen, bemessen sich die Anschaffungskosten nach dem gemeinen Wert des hingegebenen Wirtschaftsguts."

Solche Vorgehensweisen sind bei vielen Unternehmen üblich, dort werden sie barter-Geschäfte genannt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tauschhandel

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