Mietaufhebungsvertrag und der Mieter zieht nicht aus?


30.05.2020, 10:19

Hallo Leute,

meine Befürchtung war unbegründet die beiden sind gestern ausgezogen. Aber Danke nochmal für die schnellen Antworten

3 Antworten

Es gibt nirgends einen Mietaufhebungsvertrag im rechtlichen Sinne. Wie kommst Du denn auf so einen Schuh? Ziemlich sicher habt Ihr so ein verschwurbeltes Konstrukt nur mündlich vereinbart.

Es gibt Zeitverträge und es gibt Kündigungen.

Beides scheint in Eurem Fall nicht vorhanden zu sein. Wurde vor allem kein Zeitvertrag vereinbart, ist das PP (pers. Pech). Wurde überhaupt ein schriftl. Mietvertrag vereinbart?

Eine rechtlich wasserdichte Kündigung zu stricken, wird schwer bis unmöglich. Wenn die Kleinstfamilie sich ansonsten finanziell und hausordnungstechnisch einwandfrei verhält.

Hallo,

wir haben einen Mietvertrag aufgesetzt und ende Januar einen Mietaufhebungsvertrag im gegenseitigen Einverständnis aufgesetzt den wir beide Unterschrieben haben. Ich wollte den beiden Zeit geben auch etwas neues zu finden.

Es gab schon ein paar Sachen die nicht hausordnungstechnisch einwandfrei waren, nur wurde keine Abmahnung oder ähnliches geschrieben.

Also wird mir denke ich nichts anderes übrig bleiben und mir einen Anwalt zu nehmen.

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@mhausr

Du kannst in Eigenregie eine Hausordnung aufsetzen und sie per Abmahnung rausmobben. Das ist nicht die feine engl. Art, aber nicht auszuziehen ist von ihr auch nicht OK. Den Gang zum Anwalt, so Du ihn per Selbstbeteiligung oder komplett selbst bezahlen musst, halte ich für zu verfrüht.

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@Maerz2019

Ich will niemand Raus mobben. Ich habe eine Rechtschutz, will ich am besten nicht anwenden, aber wenn es nicht anders geht werde ich das wohl tun. Nur ich denke ich muss erst abwarten ob Sie nun auch wirklich auszieht. Vorher welle schieben und Sie ziehen doch aus bringt eben auch nichts.

Ich sehe halt leider noch keine Zeichen dass Sie Auszieht. Noch nicht gepackt usw.

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@mhausr

Wenn Du ihr mit dem Anwalt oder der Räumungsklage kommst, ist das finales Mieter-Mobbing, das ist dann halt so. Die Alternative wäre ein Eiertanz.

Hast Du sie eigentlich direkt mal auf den Sachverhalt angesprochen? Ich mein, Ihr lebt ja in einer Art WG ... .

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Es gibt nirgends einen Mietaufhebungsvertrag im rechtlichen Sinne.

Unsinn: Natürlich kann man auch einen Wohnraummietvertrag durch Aufhebung wirksam beenden - wie kommst du denn auf das schmale Brett?

Mancher Mieter wäre froh, wenn er damit die dreimonatige Kündigungsfrist bei Wohnungswechsel vermeiden kann und viele Vermieter, die dringenden Eigenbedarf geltend machen :-O

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Egal ob das Mietverhältnis durch einseitige Kündigung oder beiderseitigen Aufhebungsvertrag beendet wurde: Gäbe der Mieter die Mietsache nicht fristwahrend zurück, muss man auf Räumung klagen.

Vermieter, die dringenden Eigenbedarf geltend machen

Funktioniert nur mit einem Mietaufhebungsvertrag rechtssicher gar nicht. Kann sich nur im freiwilliges Entgegenkommen handeln.

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@Maerz2019

Jetzt hast du es kapiert: Im Gegensatz zu Kündigungen als einseitige Willeneserkkärung kann durch beiderseitige Erklärung eines Aufhebungsvertrags eine Vertrsgverhälltnis jederzeit und ohne berechtigtes Interesse beendet werden.

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Ich würde wohl auch anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen. Mitunter ist so ein anwaltliches Schreiben wirkungsvoller als eigene Handlungen.

Wichtig scheint mir, dass Du innerhalb von 14 Tagen nach Mietende der Fortsetzung des Gebrauches widersprichst, natürlich nachweislich. Evtl. zugestellt durch Gerichtsvollzieher (Gebühr ca. 11,50).

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.mietrecht.org/kuendigung/mieter-zieht-nach-kuendigung-nicht-aus/&ved=2ahUKEwi6j7rQg7vpAhWE0KYKHb1_BTwQFjADegQIBBAB&usg=AOvVaw1xYvLxoAszdAMP5ECnJXe9

Wichtig scheint mir, dass Du innerhalb von 14 Tagen nach Mietende der Fortsetzung des Gebrauches widersprichst, natürlich nachweislich.

Daran habe ich im Mietauflösungsvertrag schon gedacht und den Satz mit rein geschrieben. Ausschuss der Stillschweigenden verlängerung wenn Sie nicht ausziehen sollte.

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