Menschen lernen, für Geld zu arbeiten – aber eher weniger wie man Geld für sich arbeiten lässt. Warum?

6 Antworten

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Dass man Geld nicht für sich arbeiten lässt sondern es entweder in Immobilien oder eine Versicherung steckt, sonst aber geduldig wartet, bis es die Inflation auffrisst, ist in weiten Bevölkerungskreisen unseres Landes Tradition. So weit sind die Kreise gar nicht. Halt alle, die nicht zu einem Vermögen kommen.

Sich darüber aufzuregen, wie schwer man Geld anlegt, ist in diesen Kreisen so verankert wie rauchen oder Bier trinken. So was ändert sich nicht von heute auf morgen. Schon gar nicht, wenn man immer wieder bestätigt wird (Telekom, Techblase ...).

Eines meiner Lieblingsthemen, weil ich eine Position zu dieser Frage vertrete, die von der allgemein gültigen abweicht.

Menschen lernen, für Geld zu arbeiten – aber eher weniger wie man Geld für sich arbeiten lässt. Warum?

Ganz einfach, weil Geld nicht arbeiten kann, oder hast Du mal einen 50 Euro Schein an einer Werkbank stehen sehen, oder gesehen, wie ein 20er die Küche ausfegt?

Ich weiß natürlich was man meint, wenn gesagt wird "der äßt sein Geld für sich arbeiten," aber man sollte sich damit befassen, was passiert wenn einer versucht sein Geld für sich arbeiten zu lassen.

Wenn man das nämlich möchte, so muss man sein Geld sein Geld einem anderen geben, der dieses Geld dann nutzt um Geld zu verdienen und einem vom seinen Ertrag etwas abgibt.

Alternativ wandelt man sein Vermögen von Geldvermögen in Sachwerte um und vermietet dann diesen Sachwert (Haus kaufen und vermieten).

Ich denke, wenn man sich diese Thesen zu eigen macht, so wird man schnell die richtige Einstellung zu der Frage bekommen un braucht keine große Schulung.

Gebe ich mein Geld einer Bank, damit die Geld damit verdienen kann, bekomme ich zur Zeit (fast) nichts, weil man mit Geld verleihen zur Zeit nichts verdienen kann.

Umwandeln in Sachwerte geht fast nur in größeren Summen und eine Alternative sind Aktien, oder Fonds, die natürlich auch mit gewissen Risiken verbunden sind.

Hamsterradvergleich ist Nonsense, weil kein Arbeiter freiwillig da hineingeht, allenfalls in die Schuldenfalle.

Die Primärbedürfnisse werden durch "Arbeiten für Geld" befriedigt. Die Werbung zielt überwiegend auf Anhebung des Konsums ab, also zum Geldausgeben, notfalls auf Kredit, selbst die Urlaubsreise.

Nur mit Konsumverzicht (oder Zusatzverdienst) kann gespart werden, auch ohne konkretes Sparziel. Hier locken jedoch die nächsten Werbeverführungen für langfristige Verträge mit konkreten Zielen (Renten-/Lebensversicherungen, Zusatzversicherungen, Autokauf, Bausparen etc.). Wer bringt den Sparern Konsumverzicht und Sparalternativen bei? Schule nicht, Ausbildungsbetrieb nicht, daher auch keine richtige Sparlust, sondern gefährliches Vertrauen auf die Meinung und Empfehlungen anderer. Wo lernt man Geldanlage über "3-faches Monatsnetto anparen" hinaus? Wer kann sich Finanztest einmal monatlich leisten zu kaufen und zu lesen? Wer will schon (bei "fast keinen Zinsen", kaum sicheren Erträgen) in einer inflationären Situation auf ein unklares Sparziel in 10 - 15 Jahren hinsparen?

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Auch das ist Nonsens, weil hier von Menschen die Rede ist.

Menschen arbeiten für Brot, Reis, Walfleisch, Beeren, Pilze usw.

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