Meister Bafög / Alg2

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5 Antworten

Es kommt - wie steeler schon sagte -, darauf an, ob die Ausbildung dem Grunde nach BAföG-fähig ist. Ist sie es, greift mutmaßlich der Leistungsausschluss des § 7 Abs. 5 SGB II.
Ist sie es nicht - und Meister-BAföG sagt nichts darüber aus, ob sie es ist -, sondern ist im Rahmen dieser ganz konkreten, individuellen "Aus"- bzw. "Weiter"bildung BAföG nur nach dem Aufstiegsfortbildungsgesetzes (AFBG) möglich, dann greift der Leistungsausschluss des § 7 ABs. 5 SGB II explizit nicht und du kannst problemlos Alg2 beziehen.

Kommt drauf an.

Wenn die Ausbildung grundsätzlich auch nach dem BAföG gefördert werden kann (unabhängig von Deinen persönlichen Voraussetzungen), dürfte dennoch der Generalausschluss von AlgII für Dich gelten.

Was für eine Ausbildung machst Du denn? In welchem Bundesland?


Denkbar ist dann vielleicht allenfalls eine Art Zuschuss zu den Unterkunftskosten nach § 27 Abs. 3 SGB II.

Bezieher von Bafög sind nach § 7 SGB II vom Bezug von Arbeitslosengeld II ausgeschlossen (sonst bekäme ja alle Studenten Hartz IV, das war nicht Absicht des Gesetzes), aber es gibt die Leistung des besonderen Mietzuschusses nach § 27 Absatz 3, den bekommen auch Bezieher von Bafög, den kannst Du unter Vorlage des Mietvertrages und des Bafög-Bescheides beim örtlichen Jobcenter beantragen. Noch ein Tipp: in den Ferien könntest Du Dir einen Nebenjob suchen, vielleicht im alten Betrieb.

Es ist wie "Kollege" Steeler sagt, bei Bafög-Bezug ist Alg II grundsätzlich ausgeschlossen, nur der besondere Mietzuschuß nach § 27 Abs. 3 ist möglich. Du kannst natürlich den Anspruch auf Alg II formell durch einen Alg-II-Antrag überprüfen lassen. Ein Tipp: Du hast doch eine Handwerker-Ausbildung, da dürfte es doch nicht schwierig sein in den Ferien einen kurzfristen Job zu finden, es herrscht Fachkräftemangel grade im Handwerksbereich. Und im Praktikum könnte Dir der Arbeitgeber schon ein Gehalt zahlen, das ist kein MUSS aber es ist auch nicht verboten.

VirtualSelf 15.03.2013, 10:36

Es gibt einen elementaren Unterschied zwischen Schüler/Studenten-BAföG und Meister-Bafög. Letzteres wird nach dem AFBG gewährt; und dafür greift der Leistungsausschluss des SGB II explizit nicht.

Das, was steeler gesagt hat ist: WENN auch (alternativ) eine Förderung nach dem BAföG MÖGLICH wäre, DANN greift ggf. der Leistungsausschluss des § 7 Abs. 5 SGB II. Ob es möglich ist, wissen wir aber nicht.

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Steeler 15.03.2013, 18:26
@VirtualSelf

Ob es möglich ist, wissen wir aber nicht.

Genau. Dafür müssten wir wissen, welche Ausbildung die/der TE konkret macht.

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Hast du denn den Meister Bafög schon mal gefragt?

Oder war vielleicht Meister-BAföG gemeint?

(Ich glaube, ich suche mal den Doktor Kittel....)

Kann ich für diese Zeit Alg2 beantragen?

Ja, kannst du beantragen.

Steeler 13.03.2013, 13:34

Vorsehen! Wenn die Ausbildung grundsätzlich auch nach dem BAföG gefördert werden kann (unabhängig von den persönlichen Voraussetzungen), dürfte dennoch der Generalausschluss von AlgII gelten. Zum Beispiel bei Erzieherausbildungen.

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EnnoBecker 13.03.2013, 13:47
@Steeler

Schon klar.

Dagegen verstößt ein Antrag nicht.

Dass man daneben auch die Erfolgsaussichten im Auge haben sollte, versteht sich ja von selbst.

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Steeler 13.03.2013, 14:08
@EnnoBecker

Dass es bei der Frage selbst um die Erfolgsaussichten geht, ist offenkundig. :)

Wenn ich bei jeder Frage wie

Kann ich für Dasunddas BAföG bekommen?

anworten würde:

Nö, das Gesetz bekommst Du nicht.

kann ich's auch gleich lassen. Derlei Pingeligkeiten sind sinnlos.

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EnnoBecker 13.03.2013, 14:22
@Steeler

Eben. Man muss nicht nur nicht wissen, was man fragen will, man muss auch unfähig sein, es auszudrücken.

Andere werden es sich schon zurechtreimen.

Die Fragestellung war hier eindeutig und musste nicht ausgelegt werden.

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VirtualSelf 14.03.2013, 20:26
@EnnoBecker

Die Fragestellung war hier eindeutig und musste nicht ausgelegt werden.

Dass du die Fragestellung für eindeutig hältst, bedeutet nicht, dass sie eindeutig ist. Selbstredend werden nicht nur die meisten Leser hier die Fragestellung dahingehen interpretieren, dass nach der Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit eines Leistungsanspruch gefragt wird, sondern auch ein Jobcenter-SB hätte die so formulierte Frage als Antragstellung zu werten und entsprechend zu bescheiden, womit also auch die Frage nach dem Ergebnis dieses Bescheides inkludiert wäre. Aber genug der Rabulistik.

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EnnoBecker 14.03.2013, 20:32
@VirtualSelf

So rabulistisch ist das gar nicht.

Zumindest im Falle des JC hast du völlig recht: Eine solche Frage wäre entsprechend zu deuten, und zwar dahingehend, was der Fragesteller mit der Frage erreichen will.

Hier aber kann man davon ausgehen, dass es Leute gibt, die sich hervorragend damit auskennen und dass die Frage schließlich erschöpfend beantwortet wird. Man mag mir den Schalk im Nacken daher verzeihen oder es lassen.

In meinem Rechtsgebiet lege ich ja bei sowas auch nach.

Dass du die Fragestellung für eindeutig hältst, bedeutet nicht, dass sie eindeutig ist.

Ich Subjekt ich! Objektiv ist sie auch eindeutig, nämlich in dem ungedeuteten Sinn.

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