Meine verwitwete Freundin will wieder heiraten, verliert dann ihre Witwenrente, soll sie's lieber lassen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Die Regelung mit der Witwenrente ist natürlich sehr unglüclch und ungerecht (stamt einfach von früher), aber leider nciht so ohne weiteres zu ändern.

Raten kann man da ganz schlecht.

Heiratet eine Witwe bekommt sie das 24fache ihrer durchschnittlichen Witwenrente als Abfindung gezahlt.

Stirbt ihr zweiter Mann oder wird sie von ihm geschieden und hat keine Versorgungsansprüche aus dieser Ehe, lebt die alte Witwenrente wieder auf.

Sie bekommt dann aus der Versicherung ihres ersten Mannes so viel oder so viel dazu, dass sie sich finanziell so steht, als ob sie nicht dieses zweite Mal verheiratet gewesen wäre.

Die Abfindung, die sie bekommen hat, wird natürlich auf die Wiederauflebensrente angerechnet, wenn die zweite Ehe innerhalb der ersten zwei Ehejahre endet.

http://www.rententips.de/rententips/lexikon/index.php?index=3307

Die Institution der Witwenrente und ihre Ausgestaltung stammen ja noch aus der Zeit, als Ehefrauen üblicherweise den Haushalt führten und keine eigenen Rentenansprüche erwarben.

Zu den heute üblichen Verhältnissen in Ehen passt da im Detail einiges nicht mehr richtig, im Positiven, wie im Negativen.

Die Entscheidung, wie sie sich in dieser Situation verhalten sollte, kann Deine Freundin nur selbst treffen, denn sie muss ja auch die Folgen ausbaden.

Hallo Ruth, es ist genau wie Lissa sagt, erstmal eine satte Rentenabfindung (24 x den gezahlten Betrag), außerdem hat der neue Mann ja sicher auch Rente bezahlt, vielleicht sogar mehr als der erste Mann, so daß sie von ihm - falls er evtl. später mal versterben würde, auch eine Witwenrente bekäme. Wenn nicht, kann sie wieder auf die alte Witwenrente zurückgreifen. Ich würde da nicht so schwarz sehen. Frau kann halt nicht beides haben, entweder ist man Witwe oder wieder verheiratet.

Was möchtest Du wissen?