Meine Schwiegermutter wird zur Zeit noch zuhause gepflegt. Da die Situation aber immer schwieriger wird, haben wir um einen Heimplatz angesucht.?

2 Antworten

Ich leite meistens die Rente/Pension an das Heim um und löse das Girokonto auf. Wenn man das dem Gläubiger dann mitteilt und vielleicht sogar einen Sozialhilfebescheid vorlegen kann, wird häufig ausgebucht, jedenfalls nicht vollstreckt.

Falls die Rente etwas höher liegt, kann das Heim den übersteigenden Betrag dem Taschengeldkonto zurechnen.

Kontakt zu einer Schuldnerberatung suchen. Thema Elternunterhalt im Internet recherchieren.

Wenn alle Stricke reißen, ist eine Privatinsolvenz der Schwiegermutter in Betracht zu ziehen. Es kommt dabei u. a. auf die Höhe der Restschuld an. Es klingt hart und unbarmherzig, aber ein Mensch mit Pflegestufe II - III aufwärts hat nicht mehr soviel zu verlieren und auch nicht mehr soooo viel vor sich.

Daher wäre eine Entschuldung per Privatinsolvenz eine mögliche realistische Variante. Man leitet die eigene Zahlungsunfähigkeit ein, in dem man keine Kreditraten mehr überweist. Spätestens beim Ausbleiben der 3. Rate kündigt die Bank den Kredit. Zuvor ist ein P-Konto einzurichten.

In der Regel gilt: Behörden und Institutionen interessieren sich nicht für private Schulden von Personen. Sie werden einfach in nicht den Berechnungen berücksichtigt. Es ist sehr gut denkbar, dass ein Heim bzw. eine Pflegekasse genauso verfahren wird. Die Zahlung des Heimaufenthalts hat Vorrang vor den Schulden.

Desweiteren wären Vermögen wie Lebensversicherung, Kapitalanlagen und Immobilien, soweit vorhanden zu prüfen. Natürlich sollten diese Bestände vorrangig geplündert werden. Du schreibst von einer Pension, in Deutschland bezeichnet man damit die Altersbezüge von Beamten (hier posten auch Österreicher und Schweizer). Man geht dann von höheren Werten/Vermögen aus.

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