Meine Schwiegermutter möchte ihr Haus einer Enkelin deutlich unter Marktwert verkaufen und ins Pflegeheim gehen. Was passiert, wenn das Geld ausgeht?

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Das Sozialamt kann Ansprüche gegen Dritte dann geltend machen, wenn es selber Leistungen wegen Bedürftigkeit erbringen muß.

Hinsichtlich der Enkelin gibt es 2 Möglichkeiten: Wenn das Eigentum gezielt unter Wert übertragen wurde um illigale Ziele zu verfolgen, könnte der Kauf insgesamt nichtig sein. Illegale Ziele können sein: Vermeidung von Schenkungsteuer durch Verdunkelung der tatsächlichen Wertverhältnisse oder aber, vorsätzliche Herbeiführung der Bedürftigkeit um Sozialhilfe beantragen zu können. Dann wäre das gesamte Geschäft rückabzuwickeln. Zumindest aber ist das eine teilweise Schenkung und kann hinsichtlich des verschenktern Anteils wegen Verarmung des Schenkers zurück gefodert werden.

Unabhängig davon sind die Kinder in der Unterhaltspflicht.


im Testament versprochene Immobilie wird verkauft, Testament jetzt hinfällig?

Meine Eltern haben sich in ihrem Testament als gegenseitige Erben eingesetzt. Nach beider Ableben soll ihr Haus samt Inventar an mich übergehen. Meine Schwester bekommt einen Pflichtanteil "zum aktuellen Wert" (Datum des Testamentes ist 1985). Mein Bruder ist bereits durch die Schenkung des Hauses meiner Grossmutter "abgefunden". Mein Vater ist bereits verstorben und das Haus im Besitz meiner Mutter. Da sie nun in ein Pflegeheim musste, muss das Haus zur Kostendeckung verkauft werden. Meine Frage lautet: Kann sie es einfach ohne meine Zustimmung unter Wert verkaufen? Es wurde mit Käufern über einen Preis gesprochen und nun hat sie den Preis mit meiner Schwester für die Käufer, "weil die ja so nett sind und die Bank nicht mehr Geld gibt", um 15.000€ verringert. Kann ich was dagegen unternehmen? Ich habe zudem mit meiner Schwester eine Generalvollmacht. Was passiert jetzt mit meiner Erbschaft? Habe ich als Erbin des Hauses nach dem Ableben meiner Mutter rechtlichen Anspruch auf das Geld oder kann sie es jetzt auch verschenken????

Danke für Eure Antworten

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Muss die Vorsorgevollmacht beim Hausverkauf zwingend notariell beglaubigt sein?

Hallo,

unsere Situation ist folgende: meine Schwiegereltern müssen zur Pflege des Schwiegervaters (Dement und Parkinson) und Finanzierung der Wohnung seiner Ehefrau ihr gemeinsames Haus verkaufen (das gemeinsame Vermögen wurde bis auf den Schonvermögen aufgebraucht, dann stellte ein Gutachter fest, das Haus sein 9qm zu groß, damit also keine Unterstützung.....das Haus muss verkauft werden.)

Jetzt ist also das Geld weg und endlich ein Käufer gefunden, der Notartermin steht fest.

Es gibt eine Vorsorgevollmacht, mit der bisher alles geregelt wurde, die allerdings nicht notariell beglaubigt ist.

Was uns jetzt irritiert, ist, dass uns bisher keiner, weder diverse Makler, noch ein befragter Anwalt, noch das Sozialamt auf die notarielle Beglaubigungpflicht der Vollmacht aufmerksam gemacht hat.

Nun lesen wir, dass ohne selbige kein Grundbuchein- bzw. austrag möglich sei.

Meine Schwiegermutter ist auf das Geld angewiesen, ich weiß gar nicht, wie wir ihr beibringen sollen, dass der Hausverkauf daran nun scheitern könnte.....

Gibt es keine andere Möglichkeit? Die Ehefrau ist ja auch Eigentümerin??

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