Meine Frau und ich haben keine Gütertrennung. Wenn ich während meiner Ehe mein Elternhaus erbe, hätte meine Frau nach der Scheidung einen Teilanspruch darauf?

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2 Antworten

Die gesetzliche Güterstand ist die Zugewinngemeinschaft. Diese endet mit dem Zugewinnausgleich. Zugewinnausgleich bedeutet, dass der Ehegatte mehr Vermögen als der andere erwirtschaftet hat, die Hälfte der Differenz zwischen den Vermögenszuwächsen an den anderen zahlen muss. 

Hierzu wird das Anfangs- und das Endvermögen beider Ehegatten verglichen. Erbschaften und Schenkungen werden fiktiv dem Anfangsvermögen zugerechnet. 

Das bedeutet, dass dein Haus im Falle der Scheidung nicht Gegenstand des Zugewinnausgleichs werden wird. Lediglich Wertsteigerungen, etc. des Hauses würden berücksichtigt werden. 

Keine sorge, ERbschaften (und Schenkungen), die ein Ehegatte während der Ehe bekommt, zählen als Anfangsvermögen, also so, als hätte man sie schon bei der Eheschließung gehabt.

Nur der Wertzuwachs zwischen Zeitpunkt der Erbschaft/Schenkung und dem Ende der Ehe fallen unter den ZUgewinnausgleich.

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