Meine Frau u.ich sind jetzt 77 Jahre alt. Ich beziehe eine Rente von 1650 € netto, Meine Frau hat 168 € netto. Sie hat 9 Arbeitsjahre, danach war sie Hausfrau.?

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5 Antworten

Nach Abzug eurer Kosten wie Miete, Strom und dergleichen dürfte euch nicht mehr als ca. 720 € zum Leben übrig bleiben, um Anspruch auf Grundsicherung zu haben. Dabei muss die Miete angemessen sein.

cyracus 19.11.2017, 08:49

Kosten für Strom übernimmt nicht das Grundsicherungsamt - Strom muss aus dem Regelsatz bezahlt werden.

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Hallo,

ggf. besteht Anspruch auf Wohngeld beim Wohnungsamt der Stadtverwaltung. Oder auf Grundsicherung beim Sozialamt der Stadt.

Gruß

RHW

Es gibt keine Mindestrente oder Aufstockung. Aber es gibt eine Grundsicherung. Die dürfte aber nicht in Frage kommen, da hier auch das Einkommen u. (Vermögen)bei des Ehepartners bei gemeinsamen Haushalt mit herangezogen wird.

Es gibt noch keine Mindestrente.

Wenn sie bedürftig ist, kann sie Grundsicherung bekommen.

Dabei wird aber das Einkommen von euch zusammengerechnet und mit Aufwänden für Wohnen z.B. Miete verrechnet.

Bei diesen Daten kommt aber eher nichts. Unter der Annahme, daß ihr in gemeinsamem Haushalt wohnt.

Weil es hier technische Probleme gibt, gebe ich meine Antwort hierunter in Form eines Kommentars rein (ich hoffe, das funktioniert):

cyracus 19.11.2017, 04:32

Die Grundsicherung im Alter (und bei Erwerbsminderung) = Sozialhilfe nach Bundessozialgesetzbuch 12 (BSG XII) - siehe dazu diese Info

https://de.wikipedia.org/wiki/Grundsicherung_im_Alter_und_bei_Erwerbsminderung

soll das Existenzminimum derjenigen sichern, die es aus eigener finanzieller Kraft nicht selbst können.

Zu dieser Sicherung gehören die Kosten der Unterkunft (KdU) für "angemessen" großen und teuren Wohnraum - schau dazu in die

Örtliche Richtlinien - Harald Thomé
http://harald-thome.de/oertliche-richtlinien/
(wenn Dein Wohnort dort nicht aufgeführt ist, nimm einen in der Nähe)

Bewohnt Ihr eine eigene Imobilie (Haus, Eigentumswohnung), gilt dies:

http://www.kinder-armut.de/hartz-4-iv-alg-2-sgb-ii/haus-eigentumswohnung-eigenheim.html

Weiter gehören dazu die Beiträge zur Krankenkasse (bei Privater Krankenkasse der Basistarif) sowie für Eheleute der Regelsatz von 358 Euro pro Person (für Singles 409 Euro) - siehe dazu diese Info:

http://www.hartziv.org/bedarfsgemeinschaft.html

Vermögensfreibetrag beträgt 5.000 Euro pro Person - siehe dazu hier:

https://www.sozialhilfe24.de/news/4237/familie-familienrecht/vermoegensfreibetrag-in-der-sozialhilfe-steigt.html

Habt Ihr mehr Ersparnisse, müsst Ihr so lange davon leben, bis die Ersparnisse soweit "abgeschmolzen" sind.

Habt Ihr Verträge für Alterssicherung, die Euch ausgezahlt werden, werden die Auszahlungen zur Zeit auf die Grundsicherung angerechnet. Diesbezüglich sollen die Gesetze aber geändert werden, so dass teilweise die Auszahlungen nicht angerechnet werden sollen.

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Damit Ihr einen ersten Überblick errechnen könnt, empfehle ich gern diesen

Sozialhilfe Rechner
http://www.geldsparen.de/sozialhilfe-rechner/

Prüfe Euren Anspruch auf Wohngeld (bei Mietwohnung) oder Lastenzuschuss (bei Wohneigentum). Wohngeld ist der aufstockenden Sozialhilfe auf jeden Fall vorzuziehen -hier die Rechner dazu:

Wohngeldrechner
http://www.geldsparen.de/wohngeld-rechner/

Lastenzuschuss-Rechner
http://www.geldsparen.de/lastenzuschuss-rechner/

Zum Wohngeld lies diese Info:

Wohngeld
https://de.wikipedia.org/wiki/Wohngeld

Habt Ihr Ersparnisse, ist man bei Wohngeld deutlich großzügiger als bei der Grundsicherung im Alter. Bei Wohngeld gilt der Vermögensfreibetrag für Euch beide von 90.000 Euro (1. Person 60.000, 2. Person 30.000) - siehe dort unter "Anspruchsvoraussetzungen".

.

Falls Ihr doch auf aufstockende Sozialhilfe = Grundsicherung im Alter zurückgreift (glaube ich allerdings nicht), kann die Kenntnis meiner Hinweise zum Umgang mit Sozialbehörden sehr hilfreich sein - siehe hier in meiner Antwort:

https://www.finanzfrage.net/frage/hartz4-und-heirat?foundIn=list-answers-by-user#answer-1121347

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cyracus 19.11.2017, 04:33

Na - super - hat funktioniert - wenigstens kommen so meine Zeilen an Euch.

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cyracus 19.11.2017, 04:58

Sorry, bei der "Höhe" des Regelsatzes für Eheleute habe ich mich vertippt: nicht 358, sondern 368 Euro pro Person()

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cyracus 19.11.2017, 08:58

Noch ein Fehler ()
Das Gesetz ist nicht Bundessozialgesetzbuch (BSG), sondern richtig: Sozialgesetzbuch (SGB). - Ansonsten ist meine Antwort mit all den Links richtig. ()

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