Meine Frau ist Selbstständig, ich bin Angestellter, welche Steuerklasse sollte ICH nehmen 3 oder 4?

1 Antwort

Das ist eigentlich völlig egal, aber im Normalfall regelt es sich dadurch, dass Dein Arbeitgeber die ELSTAM-Daten abruft. Für Deine Frau werden solche Daten nicht abgerufen und so bekommst Du automatisch die 3.

Es ist aber auch völlig egal, denn die Steuer wird mit der Einkommensteuererklärung festgesetzt. Außerdem zahlt Deine Ehefrau auch jetzt schon Einkommensteuervorauszahlungen.

Also, was Dir mit der Steuerklasse 3 weniger abgezogen wird, zahlt Ihr als Einkommenssteuervorauszahlung dann pro Quartal mehr.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Vielen Dank für ihre Antwort. Was ist dann aber der tatsächliche Vorteil der Steuerklasse 3 ??? Ist es am Ende dann nicht doch nur ein "Nullsummenspiel", nur unterjährig mit einer anderen Verteilung? Der Vorteil erschließt sich mir nicht wirklich.

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@Hoffi72

Richtig erkannt, das ist unterjährig mehr Liquidität. Weiter nichts.

Bei Euch Arbeitnehmer + Selbständige durch die Vorauszahlungen auch da praktisch nichts.

Bei einem Arbeitnehmerehepaar kann das schon erhebliche Beträge ausmachen und hat auch Auswirkungen auf ALG I, oder Elterngeld, wenn das anfällt.

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@Hoffi72
Ist es am Ende dann nicht doch nur ein "Nullsummenspiel",

Alles andere dürfte wohl auch verfassungswidrig sein. Es kann ja nicht angehen, dass man durch die bloße Steuerklassenwahl mehr oder weniger Steuern zahlt als ein anderer mit denselben Verhältnissen.

Wenn es bei der Miete "Betriebskostenvorauszahlungsklassen" gäbe, wäre das System vielleicht enleuchtender.

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@Hoffi72

Natürlich, die Steuerklassen regeln nur die Vorschüsse an den Staat.

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Steuererstattung nach Heirat

Hallo, meine Frau und ich haben unseren Steuerbescheid 2011(das 1. Mal Steuererklärung gemacht) bekommen. Folgende Fakten zunächst: Mann: Steuerklasse: Bis August 1 und danach 3. Zu versteuerndes Einkommen gemäß Finanzamt(also nach Abzügen): 24000 Frau: Steuerklasse Frau: Bis August 1 und danach 5. Zu versteuerndes Einkommen: 9000

Steuererstattung: ca.380€ Gemeinsame Veranlagung.

Frage: Ich hatte gedacht, dass bei mir für das gesamte letzte Jahr die Steuerklasse 3 genommen wird und bei meiner Frau die Steuerklasse 5. Dementsprechend müssen wir eine Rückerstattung von ca 1500€ bekommen. Auf dem Bescheid haben sie mit einem Splittingstarif gerechnet, wonach wir ca. 3750€ hätten bezahlen müssen, und tatsächlich 4130€. 1. Ist die Rückerstattung vom Finanzamt richtig? 2. Hätte ich denn demnach nachzahlen müssen , angenommen ich hätte anfang des Jahres geheiratet und die Steuerklassen gewechselt?

Vielen Dank schon mal im voraus

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Ein Partner angestellt, einer selbständig - welche Steuerklasse wählen?

Beide Ehepartner waren bisher selbständig, leisten gemeinsame Einkommensteuervorauszahlung vierteljährlich aufgrund der vorjährigen EK-Steuerberechnung.

Jetzt wird ein Partner angestellt. Einkommensverteilung in etwa 50/50, angestellter Partner zudem Pendler.

Kann für den angestellten Partner die Steuerklasse IV gewählt werden oder muss der zwingend Klasse III nehmen?

Selbständiger Partner würde natürlich weiterhin vierteljährliche EK-Steuervorauszahlungen leisten, möglicherweise würden wir diese vom Finanzamt anpassen lassen. Ebenso ist Antrag auf Lohnsteuerermäßigung für angestellten Partner vorgesehen (wegen langem Arbeitsweg).

Wir möchten vor allem eine hohe Nachzahlung nach Einreichung der EK-Steuererklärung vermeiden. Etwas weniger Monatsnetto nehmen wir dafür in Kauf. Am liebsten wäre es uns, wenn am Ende des Jahres die Steuerlast möglichst nahe bei ± Null rauskommt.

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Steuerklasse 3 und 6 - finanziell sinnvoll?

Liebe Experten,

ich habe vor, meine Vollzeittätigkeit mit der Steuerklasse 3 bei Arbeitgeber A ab 02/18 für drei Monate bis 05/18 zu pausieren, um in dieser Zeit bei Arbeitgeber B in Vollzeit zu arbeiten. In diesen drei Monaten soll ich allerdings im Rahmen einer Nebentätigkeitserlaubnis weiterhin Rufbereitschaftsdienste bei Arbeitgeber A mit der Steuerklasse 6 leisten. Der Verdienst der Rufbereitschaften liegt oberhalb eines Minijobs. Mein geschätztes Jahresbrutto beträgt 80.000€, ich habe zwei kleine Kinder und bin verheiratet. Meine Ehefrau ist derzeit nicht berufstätig, überlegt aber Mitte 2018 wieder einzusteigen.

Die Frage lautet nun, ob es für mich finanziell überhaupt sinnvoll ist, die Rufbereitschaften zusätzlich abzuleisten oder ob durch die Steuerklasse 6 von dem Verdienst wenig bis nichts übrig bleibt. Bekäme ich einen Großteil mit der nächsten Steuererklärung wieder?

Vielen Dank für Ihre Hilfe, Norbert

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