Meine Eltern haben zusammen mit meiner Schwester ein Zweifamilienhaus gekauft. Wie sieht das im Erbfall aus wenn kein Testament vor liegt?

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2 Antworten

Das kann man so pauschal nicht sagen, weil man Kaufvertrag, bzw. Grundbucheintragungen nicht kennt.

In welchem Verhältnis haben die beteiligten gekauft? jeder 1/3, oder die Eltern 1/2 und die Schwester 1/2?

Dann die Frage, welcher Erbfall? Der des Vaters, der Mutter, der Schwester?

Hat die Schwester ein Kind? Ist sie verheiratet?

Seid Ihr die beiden einzigen Kinder Eurer Eltern?

Es sind also eine Reihe von Möglichkeiten gegeben. 

Im Falles des Todes einer Deiner Eltern würdest Du (kein Testament vorausgesetzt) die Hälfte von deren Vermögen erben.  

Auf einen Verkauf hast Du Einfluss, wenn Du Mitbesitzer geworden wärst.

Deine Eltern können mit Ihrem Vermögen machen, was sie wollen.

Natürlich ist für den Bruder, der es nicht bekommt, der Kauf eines Hauses nicht weniger eine Enterbung wie wenn sie das Geld dem Tierschutzverein spenden oder es der Vater mit seiner Freundin durchbringt.

Machen kann man in all den Fällen nichts und vielleicht ist es gut so. Vielleicht hat man das Geld zu erben weniger als die Schwester, der Tierschutzverein oder die Freundin verdient.

Wenn deine Eltern das Haus zusammen mit der Schwester gekauft haben und wenn die das bekommen soll, werden sie schon noch ein Testament machen, weil dir sonst immer dein Erbteil (auch am Haus) zusteht. Mit Testament ist es nur noch der Pflichtteil.

Wie hoch der Erbteil oder der Pflichtteil ist, hängt vom übrigen Vermögen und den Eigentumsverhältnissen am Haus ab.

Gehe mal davon aus, dass wenn du beim zuerst versterbenden den Erbteil forderst (könnte bei gemeinsamem Eigentum und keinen weiteren Erben z. B. 1/16 des Hauses sein) beim nächsten Erbfall enterbt wirst, also nur den Pflichtteil (3/32tel in Geld) bekommst, wenn der Hinterbleibene nicht auf die Idee kommt, seinen Teil der Tochter zu schenken und dann noch zehn Jahre lebt.

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