Meine Eltern haben zu Lebzeiten ein Berliner Testament gemacht mit mir als Schlusserbin. Vater nun verstorben, ist ein Verkauf des Hauses durch Mutter ratsam?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Deine Mutter ist 85 Jahre alt und hat den Tod ihres Mannes zu verkraften

Sie will offenbar in ihrer vertrauten Umgebung, in ihrem Haus bleiben. Verständlich. Einen alten Baum verpflanzt man nicht.

Da käme ein Treppenlifter infrage, der wird sicher auch von der KV bezuschußt. Allerdings muß man sicher einiges selbst zahlen. Ob man dafür notfalls das Haus belasten kann, weiß ich nicht. Ich würde es auf jeden Fall tun, wenn es meine Mutter wäre.

Alte Menschen ziehen sich teilweise auch sehr zurück und gehen gar nicht mehr raus. Trotzdem ist evtl. der Verbleib in der vertrauten Wohnung besser als über die Flure eines Heimes mit Rollator spazieren zu können. Niemand will ins Heim. Manchmal ist es notwendig und besser, aber das sehe ich anhand Deiner Schilderungen noch nicht.

Dann hat sie auch noch Deine Nähe, wenn ihr im gleichen Haus wohnt.

Ein Wohnungstausch (sie ins Erdgeschoss und Du nach oben) wäre für sie evtl. auch schon zuviel Veränderung, aber vielleicht könnte sie sich ja auch damit anfreunden.

Wo sollte Deine Mutter denn überhaupt hin, wenn das Haus verkauft werden würde? Eine Heimaufnahme macht man ja nicht, nur weil man keine Treppen mehr steigen kann.

Zusammenfassend würde ich sagen: Es ist überhaupt nicht gesagt, dass Deine Mutter überhaupt das Haus verlassen muß vor ihrem Lebensende.

Pflege kann ggf. ambulant sichergestellt werden. Das marode Haus wird evtl. auch noch ein paar Jährchen durchhalten, oder?

Jedenfalls würde ich mir als Tochter z. Zt. weniger Gedanken um meine Erbschaft machen, sondern mehr um meine Mutter. 

Du schreibst nicht, was Du mit "um  das Vermögen nicht zu verlieren" meinst.

Durch einen Hausverkauf verliert man ja kein Vermögen, sondern "tauscht" lediglich Immobilienvermögen in Barvermögen.

Falls Du/Deine Mutter das Vermögen im Falle einer Heimunterbringung vor dem Zugriff des Sozialamtes bestmöglich schützen wollt, solltest Du Dich von einem Rechtsanwalt oder Notar beraten lassen.

Das geht hier im Forum schlecht, da man dazu zu viele familiäre und finanzielle Einzelheiten wissen muss, die Du hier nicht alle öffentlich machen solltest.

Was die Situation Deiner Mutter betrifft, gab es ja schon einige Anregungen.

Erstmal schreibst Du recht unlogisch:

Wenn sie im 1. Stock wohnt, nicht die Treppe steigen kann aber auf jeden Fall dort wohnen bleiben will - dann wäre die logische Konsequenz, dass sie ins Erdgeschoss zieht.

Mutter hat Angst zu verkaufen, da sie Angst hat bei Heimunterbringung das Haus ganz zu verlieren ?! -Also wenn sie es verkauft, ist es weg. Was will sie dann noch verlieren?

Vielleicht kannst Du Dich zu diesen Widersprüchen aüßern.

Abgesehen davon könnte sie das Anwesen DIR verkaufen (wenn das Testament es zulässt). Du bräuchtest dann keine Miete mehr zahlen, Deine Mutter hätte was auf der Hohen Kante ( für's Heim, zum Verjucksen oder zum Vererben) und Du räumst ihr (preismindernd) ein Wohnrecht oder Nießbrauchsrecht auf Lebenszeit ein. -Dazu lass Dich notariell beraten.

Viel Glück b

Den Willen deiner Mutter solltest du respektieren und sie nicht unter Druck setzen.

Ja!

0

Was möchtest Du wissen?