Meine Eltern haben gemeinsam ein Haus erworben. Nach dem Tod meines Vaters hat meine Mutter seinen Anteil geerbt. Kann das Haus steuerfrei verkauft werden ?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Natürlich kann sie verkaufen.

Einkommensteuer ist nicht zu zahlen, weil die 10 Jahresfrist aus § 23 EStG lange vergangen ist. Für die geerbte Hälfte gilt das Anschaffungsdatum des Erblassers.

Nein, das Haus kann nur unter bestimmten Bedingungen steuerfrei verkauft werden. Es kommt darauf an, wer das Grundstück erwirbt. So ist beispielsweise der Erwerb duch Verwandte in gerader Linie steuerbefreit.

In den meisten Fällen wird daher Grunderwerbsteuer anfallen.

Ja, ein selbstgenutztes Haus kann nach 10 Jahre ohne steuerliche Folgen verkauft werden. 

Normalerweise fallen bei einer Ehefrau auch keine Erbschaftssteuer an (hohe Freibeträge)

https://www.immoverkauf24.de/immobilienverkauf/hausverkauf/hausverkauf-steuer/

Der Link enthält neben der Fachinformation auch Werbung die ich mir nicht zu eigen mache.

ohne steuerliche Folgen

Ganz gewiss nicht.

0
@EnnoWarMal

Dann erläutere doch mal Deine Meinung - möglichst mit Link zu weiteren Informationen.

Außer Du meinst Grunderwerbsteuer - aber die bezahlt der Käufer.

0
@detlef32

Bei der Grunderwerbsteuer sind Käufer und Verkäufer Gesamtschuldner der Steuer.

2
@EnnoWarMal

Das ist nun wirklich am realen Leben und kurzen Antworten vorbei. Die Gesamtschuld kann nur eintreten wenn der Käufer nicht zahlt oder aus anderen Gründen der Verkauf scheitert und keine Rückabwicklung stattfindet.

Der Standardnotarvertrag sieht die Steuerpflicht beim Käufer und eine der Voraussetzungen für die Übergabe ist die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts. Wenn der Käufer nicht zahlt dann scheitert normalerweise der Vertrag und es fallen keine Grunderwerbsteuer an (natürlich kann dann der Notar, um es auf die Spitze zu treiben, dann bei Zahlungsunfähigkeit des Käufers die Notarkosten vom Verkäufer verlangen).

Also einfache Antwort auf einfache Frage: Es fallen für den Verkäufer (Erbin) keine Steuern an.

0

Lieben Dank für die Antworten. Hab ich das richtig verstanden:

1. Einkommensteuer fällt keine an

2. Grunderwerbsteuer fällt an (die muss doch dann aber der Käufer zahlen, oder?) 

  1. Sofern sich das Grundstück im Privatvermögen befindet. Ist es jedoch im Betriebsvermögen, ist der Verkauf stets steuerverstrickt.
  2. Bei der Grunderwerbsteuer sind Käufer und Verkäufer Gesamtschuldner. Das Finanzamt wendet sich zunächst an denjenigen, der im Kaufvertragt genannt wird, also wohl der Käufer. Zahlt der nicht, ergeht ein Bescheid gegen den Käufer.
1

Verkauft - ja, gekauft - Nein. 

Was möchtest Du wissen?