Mein Steuerberater hat zu wenig Einkommen- und Gewerbesteuer berechnet und dadurch ist mir ein finanzieller Schaden entstanden. Wer trägt die Kosten?

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4 Antworten

Wieso ist die ein finanzieller Schaden entstanden? Deine Steuerzahlung Stellrads materiell korrekte Ergebnis dar. Damit liegt kein Schaden vor. Dies wäre nur dann der Fall, wenn der Berater z.B. Fristen versäumt und Ausgaben daher keine Anerkennung gefunden hätten.

So mag es ärgerlich sein, die Investition von Mitteln auf Basis einer Steuererklärung anstatt eines rechtskräftigen Steuerbescheids ist aber klar dem unternehmerischen Risiko zuzuordnen und damit allein von dir zu tragen.

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TinoR 10.10.2017, 10:29

Danke

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 "Leider hat das Finanzamt bemerkt, dass wir zu ihren Gunsten die in 2016 erfolgte Umsatzsteuer-Erstattung für 2014 nicht in der Überschussrechnung berücksichtigt haben"

Ja, der Kollege hat schlecht gearbeitet.

Aber Schadenersatz wegen der Folgeschäden, wird nicht einfach zu bekommen sein. 

Was mir auffällt:

 Jetzt kam eine neue Berechnung, wo ich noch mal 15000 Euro mehr zahlen soll.

15.000,- Euro Steuern mehr. Das bedeutet Weit über 30.000,- Euro mehr Gewinn.

Nun erkläre mir mal, wie man nicht merken soll, dass eine Umsatzsteuererstattung von 35.000,- Euro nicht auffällt, wenn sie in einer EÜR fehlt.

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TinoR 10.10.2017, 10:34

Ich betreibe meine Firma nun seit 2012 und musste mir alles selbst erlernen. Ich habe einen Steuerberater, damit ich mich nicht selbst darum kümmern muss. In meiner Branche muss man schnelle Entscheidungen treffen und Gelder richtig einsetzen. Der niedrige Wert hat mich stutzig gemacht und habe noch mal nachgefragt, so wurde es noch mal bestätigt. Wenn ich alles selbst errechnen muss, brauch ich keinen SB und viel Geld ausgeben 

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EnnoWarMal 10.10.2017, 10:52

Richtig. Die zutreffend ermittelte Steuer kann ja kein "Schaden" sein.

Bei den Folgeschäden wäre ich nicht so sicher. Wenn 15.000 jetzt finanziert werden müssen, ist das m.E. durchaus ein Schaden.

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wfwbinder 10.10.2017, 11:16
@EnnoWarMal

Natürlich @EnnoWarMal, da bin ich mir sicher, aber es trotzdem schwierig zu bekommen sein, denn der Nachweis, die Berechnung der Schadenhöhe usw. es wird ein weites Feld für die Anwälte. Das sind die einzigen, die bei der Sache sehr positiv rauskommen.

Aber ein Kollege, der so einen Betrag bei der EÜR weglässt/vergisst, ist allerdings auch eine Schande für den Berufsstand.

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"Da er mir vor 2 Monaten eine Berechnung von 8500 Euro geschickt hat, habe ich übriges Geld in ein neues Projekt gesteckt."

Sie richten also Ihre unternehmerischen Entscheidungen nicht nach Bescheiden des FA aus, sondern nach Berechnungen des Steuerberaters.

Sie zahlen gerade Lehrgeld.

Berechnungen von Steuerberatern sind doch unverbindlich. Nicht einmal Bescheide der Finanzverwaltung sind verbindlich. Auch die können teilweise im Nachhinein korrigiert werden.
Das ist nicht einmal bei Steuergesetzen der Fall. In der Vergangenheit wurden mehrfach Steuergesetze rückwirkend geändert.

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TinoR 10.10.2017, 17:12

Ja, Lehrgeld bleibt manchmal nicht aus

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wurzlsepp6682 10.10.2017, 19:51

welche Steuergesetze wurden rückwirkend geändert?

bitte Quellen ...

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wurzlsepp6682 11.10.2017, 22:06
@wurzlsepp6682

oh, hildefeuer läßt Antworten löschen ....

nochmal:

Rückwirkende Änderungen von Steuergesetzen werden regelmäßig durch den BFH kassiert.

also jetzt eine Quelle von dir:

WELCHE Gesetze wurden mehrfach rückwirkend geändert?

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hildefeuer 12.10.2017, 10:51
@wurzlsepp6682

Wie der sepp selbst schreibt, hat es solche Gesetze gegeben, diese wurden aber meist von BFH später kassiert. Der sepp liefert selbst die Antworten. Bis zum Urteil des BFH haben die Gesetze ja bestanden und wurden auch angewandt. Es ist ja nicht so, wenn ein Gesetz am 15.1. Rückwirkend beschlossen wird, das es am 16.01. vom BFH aufgehoben wird. Das Aufheben erfolgt meist Jahre später. Steuerbescheide die auf solchen Gesetzen basieren werden ja nicht automatisch abgeändert. Die Betroffenen müssen sich die Änderung der Steuerbescheide einklagen, da es ja vielfach Nichtanwendungserlasse der Minister gibt.

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Impact 12.10.2017, 15:21
@hildefeuer

Du hast immer noch keine Beispiele genannt - bist auch nicht in der Lage dazu - es bleibt bei Quatsch. 

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wurzlsepp6682 13.10.2017, 08:02
@hildefeuer

hilde, ich warte immer noch auf QUELLEN von dir!

ich habe KEINE Antwort auf deine Frage geliefert .... (byhteway: die Änderungen in der Einkommensteuer, die rückwirkend eingeführt wurden, sind zu vernachlässigen .....)

und Nichtanwendungserlasse der Minister? ist mir neu, dass ein Minister einen Nichtanwendungserlass erlassen kann ......

einen Nichtanwendungserlass kann AUSSCHL. das Bundesfinanzministerium erlassen ....

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"Leider hat das Finanzamt bemerkt, dass wir zu ihren Gunsten ..."

Du hast die Steuererklärung unterschrieben - das tut man nicht ohne Prüfung.

Also?

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hildefeuer 10.10.2017, 12:52

Wie prüft man als Laie seine eigenen Steuererklärung.? Man kann nur Anschrift und Konto Nr. prüfen und ob Zahlen richtig übertragen wurden. Einen Jahresabschluß kann man als Steuer-Laie nicht prüfen.

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Impact 10.10.2017, 19:13
@hildefeuer

" In der Vergangenheit wurden mehrfach Steuergesetze rückwirkend geändert" -

nenne einen Fall.

Hier ging es nicht um einen Jahresabschluss, sondern um eine Steuererklärung. 

Wer so eine Riesenbetrag nicht bemerkt, ist was anderes als ein Laie.

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hildefeuer 11.10.2017, 11:39
@Impact

Nein man muss es halt wisssen. Diese Reglung, das man UST-Erstattungen als Einnahmen buchen muss gibt es schon einige Zeit. Allerdings war das auch nicht immer so. Man muss also immer auch über Änderungen informiert sein, was das Steuerrecht betrifft. Das kann ein Laie nicht leisten. Das zählt auch nicht zum Allgemeinwissen. Konkret steht es in keinem Lehrplan deutscher allgemenbildender Schulen und Schulbücher, was alles versteuert werden muss, was als Einnahmen gewertet wird. Die vielen tausend Gerichtsverfahren jedes Jahr reflektieren das.

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hildefeuer 11.10.2017, 11:45
@hildefeuer

Den Fehler hat ja derjenige gemacht, der die Beträge nicht verbucht hat. Das war der Steuerberater, der keine ordnungsgemäße Buchhaltung vorgenommen hat. Sicherlich ist verantwortlicher im Sinne der Steuergesetze der Unterzeichner der Steuererklärungen. Ich würde die Rechnung des Steuerberaters nicht zahlen. Verantwortlicher im Außenverhältnis ist der Steuerbürger, im Innenverhältnis der Steuerberater.

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Impact 11.10.2017, 12:12
@hildefeuer

"Allerdings war das auch nicht immer so" - wie so oft Unsinn - seit ich mich damit beschäftige (und das sind ein paar Jahre !!) war es so (logisch).

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Impact 11.10.2017, 12:14
@hildefeuer

Das liegt nicht an der Buchhaltung, sondern an dem (bei schwarzen Schafen immer wiederkehrende) Versuch, es zu "vergessen" (oft mit Einverständnis des Steuerpflichtigen).

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