Mein Sohn zieht aus. Ich bekomme 300 € Rente. Die Wohnung ist 63 qm, 588 € kalt. Bekomme Grundsicherung. Kann ich weiter in der Wohnung bleiben?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ergänzend zur Antwort von Juergen010:

In diesem Artikel wird auf genau das Thema eingegangen

Grundsicherung im Alter hilft Altersarmut vermeiden

lies weiter unten das Kapitel

Angemessene Kosten fürs Wohnen müssen die Ämter übernehmen
https://www.geldtipps.de/geld-vom-staat/grundsicherung/grundsicherung-im-alter-hilft-altersarmut-vermeiden

Auf meinem Bildschirm wird die Schrift sehr klein gezeigt. - Du weißt vielleicht, dass man im Internt die Schriftgröße mit Tastenkombination wie folgt verändern kann:

   ●  strg + Pluszeichen stufenweise vergrößern
       strg + Minuszeichen (= Bindestrich) stufenweise verkleinern, und mit
       strg + 0 = Null hast Du wieder die Originalgröße.

Falls man doch von Dir verlangt, dass Du ausziehen sollst, weil es zuviele Quadratmeter sind, könntest Du dies umgehen, indem Du den Raum, den Dein Sohn bewohnt, untervermietest (dazu brauchst Du die Genehmigung Deines Vermieters). - Bestenfalls kommt so ein angenehmer Mitbewohner in Deine Wohnung. - Die Mieteinnahme gibst Du dann beim Grundsicherungsamt an. (Falls es in Deiner Nähe eine Uni gibt, könntest Du am Schwarzen Brett einen Aushang machen. - Es gibt immer Studenten, die eine Unterkunft suchen.)

Falls dies eine Option für Dich sein kann, google mit

untervermietung worauf achten

und mit

untermietvertrag muster

(Für mich wäre auch wichtig, dass es sich um einen 100%igen Nichtraucher handelt.)

.

Wenn Du dies im Grundsicherungsamt klärst, ist es empfehlenswert, dass Du auf keinen Fall allein hingehst, sondern lass Dich begleiten von einem erfahrenen (!!) Beistand, auch Ämterlotse
genannt (dazu gleich mehr).

.

Bei weiterem Beratungsbedarf zu diesem oder einem anderen sozialen Thema empfehle ich eine Sozialberatung. Google dazu mit
sozialberatung
und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist).
Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die
Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband
oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare dort einen Beratungstermin. 

.

Vorsorglich diese Hinweise von mir, die ich Arbeitslosen und anderen
Grundsicherungsbeziehern reingebe - Du wirst leicht erkennen, was auf
Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen).
Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge
persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf
einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift
bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht
das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum
und Unterschrift“
).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben
aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es
mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum
dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und
Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein
Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt
wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht
behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und
wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original
unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten)
. - Nicht (oder angeblich nicht)
abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht
gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. -
Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß
allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren
und lies auch dies:
Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein.
Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im
Vertrauen
landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“
(wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen.
Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher
macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber
auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google
mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
           einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
           gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
           unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit
Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und
(die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine
Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.
(Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen
des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast
Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft):
Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand
sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die
gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht
darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu
lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich
etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es
gesagt.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall
sehr empfehlenswert.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände /
Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen. In Hamburg
z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Danke fürs Sternchen - ҉ •✿⊱ (¯`'•.¸(¯`'•.¸ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯)¸.•'´¯) ⊰✿• ҉

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Pauschal läßt sich die Frage bei der Sachverhaltsdarstellung leider nicht antworten.

Für eine Person erscheint die Wohnung zu groß. Die vielfach propagieren 45qm sind aber eben nicht in ein Gesetz gemeiselt, sondern sind nur ein Richtwert der zur Orientierung dient. Der Sachbearbeiter hat also durchaus Ermessensspielraum.

Wohnst Du in einem Ballungsraum, wo kleine Wohnungen Mangelware sind, wird es schwer, eine passendere und kostengünstigere Wohnung zu finden. Verhält es sich so, dass entsprechender kleinerer Wohnraum ausreichend zur Verfügung steht, kann man dich zum Umzug auffordern.

Jedoch passiert das nicht von heute auf morgen.

Die Behörde muss dir mindestens sechs Monate Zeit geben, dir eine entsprechende Wohnung zu suchen. Zudem muss sie angemessene Umzug-, Renovierungs- und etwaige Kautions- und Maklerkosten übernehmen. Auch etwaige Anzeigenkosten müssen übernommen werden.

Findest Du eine Wohnung, brauchst Du vor der Anmietung die konkrete schriftliche Genehmigung der Behörde - folglich solltest Du auch nicht voreilig deine bisherige Wohnung kündigen.

Erhälst Du deine Rente aus Alters- oder Gebrechensgründen? Im letzteren Fall könnten dir auch Mehrbedarfe zustehen, wie z.B. bei Gehbehinderung, nur Wohnraum im Erdgeschoß oder mit Aufzugsanbindung. In solchen Fällen gibt es auch Härtefallregelungen für die Zulässigkeit von "vergrößerten" Wohnraum.

Ich tippe mal auf zu groß und zu teuer ... beides zusammen dürfte dazu führen, dass man wohl umziehen muss.

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