Mein Lebenspartner und ich besitzen ein Grundstück. Es gibt kein Testament und keine Kinder. Was passiert bei Tot von einem mit dem anderen Grundstücksanteil?

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4 Antworten

Kathi,

Besitz oder Eigentum?

Liegt kein gültiges Testament vor, fällt das Eigentum an dem Grundstücksteil des Verstorbenen an seine gesetzlichen Erben (Abkömmlinge, Elltern, Geschwister etc.).

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Kommentar von LittleArrow
18.07.2017, 10:08

Wir wissen, dass dann die Aufzählung der gesetzlichen Erben noch erheblich erweitert wird, wie z. B. auf (Groß)Tanten, (Groß)Onkel und deren Abkömmlinge und Kinder. Wenn sich das Amtsgericht ordentlich Mühe gibt, werden die gefunden. Wenn nicht, dann freut sich der Fiskus.

KathiB hat noch eine Frage.

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Kommentar von EnnoWarMal
18.07.2017, 10:21

Frage richtig lesen:

"Was passiert bei Tot (*Tod) von einem mit dem anderen Grundstücksanteil? "

Nichts.

Der Eigentümer wird sich mit den Rechtsnachfolgern des anderen Eigentümers auseinandersetzen müssen. Es kommt ja auch darauf an, was mit dem Grundstück gemacht wird.

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Um ehrlich zu sein, der beste Tipp, den man Euch geben kann: Geht zum Standesamt.

Keine Probleme mit dem Erbrecht (ausser die Eltern leben noch, oder es gibt Geschwister), hoher Freibetrag für die Erbschaft, ggf. noch Rentenansprüche für den jeweils überlebenden.

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Was passiert bei Tot von einem mit dem anderen Grundstücksanteil?

Beim Tod von einem bleibt der andere Grundstücksanteil bei dem bisherigen Eigentümer, denn der lebt ja noch oder?

Beim Tod von einem geht der Grundstücksanteil des Verstorbenen an die gesetzlichen Erben, deren Verwandtschaftsentfernung wesentlich umfangreicher sein kann als Du denkst. Fraglich ist nur, ob das Amtsgericht sich die Mühe macht, lange zu suchen. Der Fiskus bekommt ohnehin vom Amtsgericht Nachricht, die er auf Wiedervorlage legt.

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Es ist Eigentum. Ich meine ja es gibt keine gesetzlichen Erben. Muss er dann die Hälfte des Verstorbenen kaufen? Da beide im Grundbuch stehen.

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Kommentar von Franzl0503
18.07.2017, 10:19

Kathi:

Sind keine gesetzlichen oder gewillkürten (testamenttarischen) Erben vorhanden, erbt der Staat.

Von ihm kann dann der Überlebende den Miteigentumsanteil des Verstorbenen erwerben,  z.B. kaufen.

Dies ließe sich  durch ein notarielles Testament zugunsten des jeweis Überlebenden umgehen..

Bei einem privatschriftlichen Testament bedarf es zur Eigentumsumschreibung im Grundbuch eines gerichtlichen Erbscheins, der mindestens soviel Kosten verursacht wie vorher ein notarielles Testament.

Empfehlung: Last euch beide von einem Notar beraten. Schiebt nichts auf die lange Bank.

Der Notar gibt auf Anfrage auch eine Kostenauskunft.

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