Mein ehem. Arbeitgeber hat für mich Sozialversicherungsbeiträge nachgezahlt ( wg. Scheinselbständigkeit). Muss ich für den AN-Teil jetzt Einkommensteuer zahlen?

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3 Antworten

Im Prinzip geschieht aus steuerlicher Sicht doch nichts anderes, dass erst einmal Dein Einkommen aus dem Arbeitsverhältnis rückabgewickelt wird und dann neu nach einem lohnsteuerpflichtigen Arbeitsverhältnis aufgerollt wird. Der Arbeitnehmeranteil wird damit lohnsteuerpflichtig. Da Du das Geld ja bereits erhalten hast, bist Du nun für die Abführung ans Finanzamt zuständig.

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Steht dem nachgezahlten Brutto-Lohn denn nicht ein entsprechender Vorsorgeaufwand gegenüber? 

Vielleicht müßte man die Steuererklärungen korrigieren?

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Solch eine Forderung muss man in jedem Fall mindestens vom Steuerberater prüfen lassen. Wenn eine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist, würde ich den den Klageweg beschreiten. Ist billiger trotz Selbstbeteiligung, als ein Steuerberater. Der kostet sicherlich für jedes Jahr 500€ und Prüfungen des Steuerberaters sind unverbindlich. Am Ende zahlt man dann in der Summe mehr als zuvor. Beim Klageweg mit Rechtsschutz ist maximal die SB zu zahlen.

Die Summe erscheint sehr hoch, selbst wenn für mehrere Jahre nachbezahlt wurde.


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Kommentar von hildefeuer
10.08.2017, 17:45

Gefunden im Netz:

"Da der Ar­beit­ge­ber nicht selbst Schuld­ner der Lohn­steu­er ist,
son­dern nur zu de­ren "Über­brin­gung" ver­pflich­tet ist, kommt auch
ein Rück­for­de­rungs­an­spruch ge­gen den Ar­beit­neh­mer in Be­tracht."

ja als Arbeitnehmer haftet man für nicht abgeführte Lohnsteuer!

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Kommentar von Impact
10.08.2017, 17:59

Bevor man einen Klageweg beschreiten kann, muss der (hier empfohlene) Steuerberater erst mal feststellen, dass die Steuerbescheide falsch sind. Danach erfolgt das Prozedere Einspruch - Rechtsbehelfstelle-Finanzgericht. 

Allerdings sehe ich hierfür nicht die geringste Veranlassung. 

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