Mehrfamilienhaus bauen als Privatperson

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6 Antworten

Wenn man es kann.... Ich jedenfalls kann mich an einen lange zurück liegenden Fall erinnern wo ein Apotheker meinte Bauträgerqualitäten in sich erkennen zu können, ein 12-Parteienhaus baute und 11 der Wohnungen verkaufte. Das Ergebnis füllte in einer Anwaltskanzlei dann einen halben Aktenschrank. Nicht weniger als 10 von 11 Erwerbern prozessierten gegen den Apotheker. Der wiederum verklagte den Architekten und diverse Baufirmen. Finanziell überlebt hat der Apotheker das nur, weil er in seinem Kernberuf so gut verdient hat. Die Baumaßnahme jedenfalls wurde zum finanziellen Desaster. Die Frage nach der Versteuerung eines Gewinns jedenfalls hat sich nie gestellt.

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Kommentar von ciudadjuarez
22.06.2016, 05:09

Ich verstehe es jetzt nicht. Wo war jetzt das Problem? Kannst du das vielleicht ein bisschen genauer beschreiben?

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Wie meinst du "als Privatperson". Wer als Kaufmann auftritt, ist Kaufmann und wer als Bauträger auftritt ist Bauträger. Mit allen Konsequenzen durch die verschiedenen Steuerarten.

Oder glaubst du, es gäbe noch Gewerbe, wenn man das wählen könnte? 

Jede Privatperson kann ein Gewerbe anmelden. Wenn du es als Einzelunternehmer machst, fallen neben Einkommen- und Gewerbe- auch Umsatzsteuern an. Natürlich ist noch ziemlich viel anderes (baurechtliches z. B.) zu beachten.  Schon weil es Feinheiten gibt (wie den § 13 b UStG), geht ohne Anwalt, Notar und Steuerberater nichts!

P.S.: wer in Zeiten wie diesen Immobilien ohne Fremdkapital finanziert, ist sehr, sehr schelcht beraten! Du solltest darüber nachdenken.

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Kommentar von Snooopy155
01.04.2015, 10:19

Da er die Wohnungen nicht vermieten will, sondern nach Fertigstellung verkaufen will, wo ist da der Vorteil diesen Bau fremd zu finanzieren? Das macht doch bei einem Verkauf alles nur umständlicher. Soviel zu post scriptum.

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Kommentar von Tritur
01.04.2015, 21:14

wer in Zeiten wie diesen Immobilien ohne Fremdkapital finanziert, ist sehr, sehr schelcht beraten! Du solltest darüber nachdenken.

Dein letzter Satz im Zitat, gilt auch für Dich.

1. Wer das erforderliche Kapital mit negativer Realverzinsung auf dem Bankkonto herumliegen hat, sollte erst mal dieses in die Immobilie investieren.

2. Eine langfristige Fremdfinanzierung - egal wie hoch der Zins ist - birgt immer zusätzliche Risiken, weil der Schuldendienst auch dann geleistet werden muss, wenn man, aus welchen Gründen auch immer, irgendwann keine hinreichenden Einkünfte und auch keine liquiden Mittel mehr hat.

3. Eine kurzfristige Baufinanzierung durch die Bank ist mit allen Kreditverhandlungen, Sicherheitenstellung, Risiko LV usw. dann lästiger und teurer Unfug, wenn man selbst hinreichend hohe und liquide Eigenmittel hat um die Baufinanzierung selbst zu stemmen.

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Kein Problem, das darf jeder.

Ob Du es kannst, ist eine andere Frage. Ein wenig einschlägige und kaufmännische Erfahrung sollte schon vorliegen, sonst wirst Du schon in der Planungs- und Bauphase über den Tisch gezogen.

Den Gewinn wirst Du in Deiner Einkommensteuer angeben müssen. Je nachdem, wann und wieviele Wohnungen Du pro Jahr verkaufst, kommen als Einkunftsart gewerbliche Tätigkeit, Spekulationsgewinn oder gar Steuerfreiheit (nach 10 Jahren) in Frage. Ein Steuerberater weiß mehr und wird Dir gerne helfen. 

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Kommentar von vulkanismus
01.04.2015, 02:20

Ein Steuerberater wird Dir auch sagen, dass es die Einkunftsart Spekulationsgewinn nicht gibt.

Auch wenn es einen gäbe - nicht bei Dir - Du willst ja nichts kaufen, sondern bauen.

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Also mit anderen Worten, dann das Mehrfamilienhaus in Eigentumswohnung per Teilungserklärung umwandeln.

Aber sicher ist dies möglich, wenn man die entsprechenden Bauvorschriften dabei beachtet.

Wenn ein Gewinn entsteht, muss man diesen natürlich als Einnahmen versteuern.

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Kommentar von vulkanismus
01.04.2015, 02:23

Welcher Einkunftsart ist dieser Gewinn zuzuordnen und warum?

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Kommentar von Rat2010
01.04.2015, 10:00

Sehe ich anders. Die Idee, ein Haus zu bauen um es in Teilen zu verkaufen ist für mich hinreichend Hinweis auf gewerbliche Absichten.

Ein ganz anderer Fall wäre es, wenn er z. B. das Haus baut, irgendwan aufteilen lässt, ein paar Jahre vermietet und dann nach und nach auch Wohnungen verkauft. Das wäre (bei Beachtung drei-Objekt-Grenze) private Vermögensverwaltung und die Veräußerung wenn er die Wohnungen zehn Jahre hat auch steuerfrei.

Ohne Vermietung ist es aus meiner Sicht immer gewerblich.

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Ich finde es ist eine gute Idee. Bei den Baupreisen wirst Du schon bald Millionär. 

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