Mehrere Nebenjobs als Student: steuerlich optimale Lösung und Rentenversicherung

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

hallo Wiebke, du hast da einen kleinen Fehler in deiner Kalkulation. Vielleicht geht es so: Als Studentin hast du eine eigene Krankenversicherung. Auch wenn du über 25 Jahre alt sein solltest ... es hilft nichts ... die eigene Krankenversicherung musst du als Studentin haben. Du kannst dir einen Minijob ( = 400,-- Euro-Job) suchen. Gib bei diesem Arbeitgeber aber NICHT (!) deine Steuerkarte ab ... nur wegen den lächerlichen 8,-- Euro, die der AG dann spart - sondern bitte ihn, die 30% pauschalen Abgaben, die für diese 400,-- Euro anfallen, allein zu tragen und an die Bundesknappschaft zu überweisen. Das ist rechtens. 2.) Kannst du dir als Werksstudentin einen Job suchen - der aber nicht mehr als 20 Stunden die Woche haben darf - am Wochenende und in den Semesterferien kann es auch mehr sein ... aber während des regulären Studienbetriebes eben nicht. Hier zahlst du wirklich nur deinen Anteil der Rentenversicherung - aber keine weiteren Sozialversicherungen. Hier .. bei diesem Job - als Werksstudentin - benötigst du deine Steuerkarte ... denn sobald du mehr als 860,-- Euro verdienst, fallen Lohnsteuern an .. und die sollten laut Steuerkarte mit Klasse 1 ( unverheiratet) abgeführt werden.

Außerdem kannst du dir einen dritten Arbeitgeber suchen, bei dem du aber dann nur max. 2 Monate oder 50 Tage im Jahr arbeiten darfst. Bei dem bist du dann eingestellt als sog. kurzfristige Beschäftigte. Nur .... auch hier brauchst du eine Steuerkarte ... ist also nicht unbedingt lohnenswert, es sei denn, du bist Jobhopper ... Saisonarbeit .... holst dir die Steuerkarte beim Werksstudenten-Job - machst dort Urlaub ... bekommst dort kein Geld, aber im Touristengeschäft während der Sommermonate dafür bei dem "kurzfristigen Beschäftigten" dafür um so mehr ... wäre durchaus denkbar.

Was du nicht machen darfst: keine zwei Minijobs - sprich: kein zweiten 400,-- Euro Job - es sei denn, beide zusammen ergeben keine 400,-- Euro zusammen. Die Bundesknappschaft schreibt die Arbeitgeber an - wieviel sie exakt bei den AG verdienen .. sollten es mehr als 400,-- Euro werden - werden beide Jobs zusammengerechnet und der letzte Arbeitgeber darf die Lohnsteuer dann dafür bezahlen ... das stößt dem sauer hoch .. mach es also nicht !!!!!!!!!!!!!!!!!

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