Marktkapitalisierung, Anzahl der Aktien?

3 Antworten

  1. Ja
  2. Ja
  3. weder noch
  4. je weniger Aktien gehandelt werden, desto volatiler (schwankungsfreudiger) ist eine Aktien tendentiell. Das kann vor- oder nachteilig sein. Wenn man auf Kurssteigerungen aus ist, sind volatilere Aktien i.d.R. besser. Eine höhere Volatilität bedeutet aber auch ein höhere Risiko, da der Kurs ja in beide Richtungen schwankt.

1. Ja

2. Ja

3. Was heißt börsentechnisch besser da stehen? Die Rendite bei Unternehmen Y kann zb trotzdem deutlich besser gewesen sein.

Anders gefragt. Wo sind eher mehr starke Kursschwankungen zu erwarten bzw. wo können die Kurse eher steigen, bei Unternehmen X (mehr Aktien) oder Unternehmen y (weniger Aktien)?

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@Den007

Das lässt sich nur mit der Anzahl der Aktien nicht beantworten. Das Handelsvolumen könnte ein Indikator dafür sein.

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Oft hört man den Spruch:Wenn man sich die die Marktkapitalisierung des Unternehmens anschaut, erscheint der aktuelle Aktienkurs als niedrig.

Was bedeutet das? Wieso kann man solche Aussagen tätigen in Verbindung mit der Marktkapitalisierung?

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Marktkapitalisierung = Anzahl handelbarer Aktien * gehandelter Preis.

Daher sollte Dir klar sein, dass zur Frage 1 die höhere MarketCap nur erreicht werden kann, wenn die Anzahl der Aktien deutlich höher ist.

Frage 2 kannst Du jetzt selbst beantworten.

Zu Frage 3: was meinst Du mit "börsentechnisch"?

  • Generell sind Aktien mit sehr hohen Kursen (z.B. Berkshire Hathaway mit über 400.000 USD pro Aktie) weniger bei Kleinanlegern populär als solche mit Preisen unter 200 USD, da nur ganze Vielfache einer Aktie gehandelt werden.
  • Wenn ein Unternehmen nur 100.000 Aktien zu EUR 10,00 ausgibt, wäre es ggf. weniger liquide handelbar als eines, das 100 Mio Aktien ausgibt, diese aber nur zu EUR 0,01. Geringere Liquidität bedeutet potentiell eine höhere Volatilität. Da in der Realität solche kursbeeinflussenden Transaktionen über die Börse, die den Kurs drastisch beeinflussen, eher selten ohne auch entsprechende fundamentale Ereignisse auftreten, ist das praktisch für Kleinanleger nicht von Bedeutung (außer bei Pennystocks).
  • Wenn Du die Erwartung der Kursentwicklung meinst, dann ist (abgesehen von den beiden genannten Faktoren) diese überhaupt nicht an der Marktkapitalisierung oder den Aktienkursen abzulesen. Das kommt auf die Markterwartung und das Unternehmen an.

Damit wäre Frage 4 wahrscheinlich auch beantwortet.

Noch eine Bonusantwort: die Marktkapitalisierung ist eigentlich Unsinn. Wenn ein Unternehmen 1 Mrd EUR wert ist, dann kann nicht jemand eine sehr große Anzahl dieser Aktien zum aktuellen Preis verkaufen, sondern der Preis wird dadurch sehr wahrscheinlich fallen. Damit fällt per def. auch die Marktkapitalisierung. Das Unternehmen selbst und dessen Markteinschätzung haben sich in der Zwischenzeit jedoch überhaupt nicht geändert.

Man kann mit Marktkapitalisierungen jedoch Unternehmen gewisser Größen segmentieren, um z.B. vorzugsweise in sehr große oder eher kleinere Unternehmen zu investieren.

PS: Alle Begriffe, die oben stehen und Du nicht verstehst, solltest Du per Suchmaschine Deiner Wahl recherchieren. Das könnte das Bild vervollständigen.

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