Mama bezieht HARTZ IV, Papa Grundsicherung. Bedarfsgemeinschaft?

4 Antworten

Also zunächst habe ich -wenngleich aus völlig anderer Perspektive- in jüngster Zeit wiederholt Kontakt mit dem hiesigen Jobcenter gehabt und kann die mäßige Qualität der dortigen Sachbearbeitung nur bestätigen. Mein Rat daher insofern: Alles schriftlich machen um einen Beleg zu haben. An Telefonate erinnert sich im Zweifel ohnehin niemand.

Sodann ist Antragsteller natürlich immer der, der die Leistungen beansprucht, in diesem Falle die Mutter.

Das mit der Bedarfsgemeinschaft ist ja wohl klar und darf nicht verschwiegen werden.

Hallo marned,

ich habe mir mal die Mühe gemacht deinen Text zu verstehen.

ich meine den Hintergrund deiner Frage zu verstehen und denke du erhoffst für die Eltern etwas falsches !

Bei einer Bedarfsgemeinschaft werden ( fast ) alle Personen mit ihren persönlichen Verhältnissen wie Einkommen und Vermögen in die gemeinsame Berechnung einbezogen. Zur BG gehört in erster Linie auch der Ehepartner, denn insbesondere bei einem Ehepartner muss man davon ausgehen dürfen, dass wenn beide in einem gemeinsamen Haushalt zusammenleben diese dann auch wirtschaftlich eine Gemeinschaft bilden. Eine Ehe bedeutet auch, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen - und genau diese Kriterien werden bei einer Bedarfsgemeinschaft erfüllt !

lies hier : http://www.arbeitsagentur.de/nn_549784/Navigation/zentral/Buerger/Arbeitslos/Grundsicherung/Bedarfsgemeinschaft/Bedarfsgemeinschaft-Nav.html

K.

Also ich versuche es mal zu interpretieren:

  1. Die Unterlagen für Deine Mutter sind an Dich adressiert gewesen. Die Leute auf dem AMt haben gesagt das war ein Fehler, es sollen die Daten der Mutter rein.

  2. Zu Deinem Status hast Du nciht gesagt, weder, ob Du in der gleichen Wohnung wohnst, noch ob Du auf Leistungen angewiesen bist.

  3. Der Vater hat die Rentengerenze erreicht und bekommt Grundsicherung SGB VII, weil eben nciht mehr arbeitsfähig.

  4. Natürlich sind die beiden, weil nicht getrennt udn in der gleichen Wohnung lebend, eine Bedarfsgemeinschaft. Aber das Geld kommt sozusagen aus unterschiedlichen Töpfen. ALG II für Mutter, GruSi für Vater.

  5. Antrag für Mutter ausfüllen, ggf. Bescheid des Vaters beipacken.

Respekt-Deine Folgerungen wirken schlüssig-so könnts tatsächlich gewesen sein, wie immer: top Antwort Hr Binder!

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@unternehmerin

Analyse/Diagnose sind meine Stärken. Ich bin sozusagen der Dr. House der Unternehmensberatung, nur ist der viel netter, freundlicher und zuvorkommender als ich.

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@wfwbinder

Zu 4: wenn die beiden nicht getrennt sind und in der gleichen Wohnung leben, heißt das noch nicht, dass sie eine Bedarfsgemeinschaft bilden, Haushaltsgemeinschaft aber schon. Bedarfsgemeinschaft bedeutet, dass deren Mitglieder Bedarf an einer Art einer Leistung haben. Zudem gibt es "Bedarfsgemeinschaft" im Sinne der Grundsicherung im Alter gar nicht.

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@Pavelasd

und welche Auswirkung hat es, wenn man eine Haushaltsgemeinschaft hat?

Ich meine jetzt wie hier für ein Ehepaar? Müssen die nicht für einander einstehen?Welche Vor- und Nachteile hat eine Haushaltsgemeinschaft im Vergleich zu ener Bedarfsgemeinschaft?

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@Pavelasd

wenn die beiden nicht getrennt sind und in der gleichen Wohnung leben, heißt das noch nicht, dass sie eine Bedarfsgemeinschaft bilden,

Doch das heißt es: Ehepaare bilden qua Gesetz eine Bedarfsgemeinschaft (§ 3 Abs. 3 Nr. 3a SGB II)

Bedarfsgemeinschaft bedeutet, dass deren Mitglieder Bedarf an einer Art einer Leistung haben

Nein!
Bedarfsgemeinschaft heißt, dass man mit seinem Einkommen und Vermögen für den anderen einsteht.

Zudem gibt es "Bedarfsgemeinschaft" im Sinne der Grundsicherung im Alter gar nicht.

Solangeeiner der Partner Alg2 bezieht, bewegen wir uns im SGB II-Recht.

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