Makler vs. Mehrfachagent: Wo verdient man mehr und hat einen besseren Haftungsschutz als Vermittler?

2 Antworten

Renne niemals dem Geld hinterher.

Geld ist die logische Konsequenz aus einer Handlung, hier der perfekten Kundenberatung und Betreung.

Als Makler ist das Haftungsrisiko größer. Der Markt wird dünner für Einzelkämpfer.

Ein Makler fährt ein deutlich höheres Risiko (rechtlich, finanziell) und höheren Aufwand. Aber bei entsprechender Kundschaft kann er auch mehr verdienen.

Allerdings rechnet sich das im Normalfall nur wenn er wirklich nicht alleine arbeitet sondern Angestellte hat (und damit auch entsprechendes Geschäftsvolumen).

Als Beispiel: Schon alleine mit vielen Gesellschaften finanziell vergleichbare Vertriebsabkommen zu schließen ist nur bei wirklich großem Geschäft möglich.

Ein Mehrfachagent kommt über einen entsprechenden Service wie fondsnet an eine Spitzenprovision bei geringem Aufwand für den gesamten Abrechnungskram gegenüber den Gesellschaften. Sowas ist also für den normalen Starter deutlich besser geeignet.

Häää? Weißt Du eigentlich von was Du hier schreibst. Fondsnet ist ein MAKLERPOOL, capito ?

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@Hanseat

Und wenn Du einen Vertrag mit Fondsnet machst bist Du ein Mehrfachagent.

Für die Definitionen verweise ich auf

http://www.gabriel-und-partner.de/versicherungsmakler_status.shtml

Der wesentliche (normale) Unterschied ist:

Ein Makler bekommt die Provision vom Kunden als Honorar, ein Mehrfachagent ist nicht an eine Gesellschaft gebunden und erhält seine Provision von der Versicherungsgesellschaft.

Natürlich machen auch einige Makler Geschäfte als Mehrfachagent. z.B. wenn er der Sekretärin in einer Firma die er betreut eine Autoversicherung vermittelt. Dann wird er nicht ein Honorarvertrag mit der Sekretärin machen sondern sich für dieses Geschäft ihr gegenüber als Mehrfachagent ausweisen und die Provision von der Versicherungsgesellschaft bekommen.

Ein Unterschied der für mich besonders hervor sticht ist das der Makler seinem Kunden gegenüber für die laufende Anpassung der Verträge dem Kunden gegenüber haftet.

Zitat, Link in weiterem Kommentar

Inhalt des Maklervertrages ist in der Regel nicht nur die einmalige Beschaffung eines Versicherungsschutzes, sondern die Dauerbetreuung der Versicherungsinteressen des Versicherungsnehmers, die Verwaltung der Versicherungsverträge und je nach Erfordernis deren Anpassung. Der Makler ist verpflichtet zu begründen, weshalb er sich für ein bestimmtes Versicherungsunternehmen entschieden hat.
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@detlef32

Um die Frage des Honorars und der Provision noch ein wenig klarer zu machen:

Ein Makler vereinbart mit seinem Kunden ein Honorar und rechnet die von den Gesellschaften eingenommenen Provision dagegen.

Aber da der Maklervertrag frei vereinbar ist kann alles möglich darin vereinbart werden.

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@detlef32
Dann wird er nicht ein Honorarvertrag mit der Sekretärin machen sondern sich für dieses Geschäft ihr gegenüber als Mehrfachagent ausweisen und die Provision von der Versicherungsgesellschaft bekommen.

Was ist denn dies für ein Unsinn?

Seit wann bekommt ein Versicherungsmakler keine Provision für das vermittelte Geschäft von den Versicherungsunternehmen?

Ich glaube dir ist der Unterschied zwischen Mehrfachagenten und Versicherungsmakler nicht bekannt.

lese doch einfach mal deinen eigenen Link von der IHK, aber bitte mit Verstand

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@Apolon

Selbst wenn er eine Provision seitens der Gesellschaft bekommt weil die Gesellschaft keine provisionsfreien Tarife anbietet wird im Rahmen des Maklervertrrages eine Regelung getroffen wie, ob und welcher Form diese Provision mit dem Honorar verrechnet wird.

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@detlef32

Sorry, aber nicht jeder Versicherungsmakler rechnet nach Honorar ab.

Die meisten erhalten nur Provisionen von den Versicherungsunternehmen!

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@Apolon

Das ist schon richtig. Aber die Abgrenzung Makler - Mehrfachagent ist nicht eindeutig (gesetzlich, sprachlich) geregelt. Und deshalb wird in den meisten Fällen davon ausgegangen, dass ein Makler einen Maklerauftrag seines Kunden bekommt und damit auch für die korrekte Deckung haftet und selbst im Zweifelsfall umhaften kann. Und sowas bedingt einen expliziten Auftrag der sich nicht durch die Provision (im Normalfall) abdecken lässt. Es könnte auch sonst zu einem Zielkonflikt kommen weil eine Umdeckung auch aufgrund von anderen Provisionen der Gesellschaft möglich wäre. Ein Makler ist in diesem Fall Sachverwalter des Kunden.

Ein Mehrfachagent steht nicht in der Verantwortung für das von ihm empfohlene Produkt bzw. Änderungen in Zukunft. Er vertritt, wie schon der Name sagt, nicht den Kunden sondern die Gesellschaften.

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Reservierung dauert schon ewog

Mein Mann und ich haben einen Makler beauftragt unser Haus zu verkaufen. Der dritte Interessent war sofort begeistert und hat das Haus vom Makler reservieren lassen. Das war Anfang Mai. Seitdem haben wir nichts mehr gehört. Wir selber hängen total in der Luft, müssen selber ausziehen und können nirgends zusagen, weil wir nicht wissen wie es weitergeht. Wir haben mitlerweile herausgefunden dass der potentielle Käufer mit seinem eigenem Haus, das er "angeblich" verkauft hat, vor einem Jahr in Zahlungsschwierigkeiten steckte und kurz vor der Zwangsversteigerung stand. Makler hat nachgefragt und nach wochenlangem stummschalten der Käufer haben diese verlauten lassen, dass ihr Haus verkauft wurde, aber etliche Gläubiger vorhanden sind, die vom Notar jetzt alle angeschrieben werden. Erst danach weiß er angeblich wieviel Geld er noch zur Verfügung hat und was er dann für die Finanzierung benötigt. Makler sagt wir sind nun gebunden, weil der potentielle Käufer ja die Reservierungsgebühr bezahlt hat. Wir befürchten dass wir nur hingehalten werden und der am Ende doch nicht bezahlen kann. Dadurch hätten wir dann fast ein Jahr verloren, im Winter brauchen wir das Haus nicht anbieten, da kauft eh kein Mensch. Wie lange kann der Makler die Reservierung aufrechterhalten wenn wir als Verkäufer keine Lust mehr haben uns hinhalten zu lassen? Und müssen wir dem Makler dann etwas bezahlen, wenn daraufhin der Verkauf nicht zustande kommt?

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