Frage von oooMatthiasooo, 1.021

Makler trotzt mündlicher Zustimmung absagen?

Hallo,
ich bin auf der Suche nach einer neuen Wohnung und habe mir dabei ein Objekt das von einem Makler betreut wird (Provisionsfrei für den Mieter) angesehen.

Zunächst war ich recht angetan von der Wohnung und habe mich sofort dafür mit den üblichen Unterlagen u.A. auch einem Bewerbungsbogen der auch als Maklervertrag gilt beworben. Ich bekam am Tag darauf eine Zusage und der Makler hatte sich beim Vermieter gleich erkundigt ob der von mir gewünschte Einzugstermin in Ordnung ginge und wir haben einen Termin für die Mietvertragsunterzeichnung gemacht.

Jetzt nachdem ich das Wochenende noch mal Zeit hatte drüber zu schlafen und die Kenndaten zu vergleichen bin ich nicht mehr so begeistert von der Wohnung und möchte sie lieber doch nicht mieten.

Kann ich dem Makler jetzt einfach absagen, oder habe ich mich mündlich jetzt schon verpflichtet und muss die Wohnung trotzdem nehmen? (Im Maklervertrag steht "Dieses Formular gilt nicht als Vorvertrag. Das Angebot ist freibleibend")
Welche Konsequenzen kann eine Absage für mich haben? Danke!!!

Antwort
von gandalf94305, 918

Wozu wäre denn ein schriftlicher Mietvertrag noch erforderlich, wenn der Mietvertrag bereits mündlich abgeschlossen worden wäre?

Der "Bewerbungsbogen" bekundet Dein Interesse als potentieller Mieter und sichert im Falle eines Mietvertragsabschlusses dem Makler die Provision. Du hast jedoch nicht mehr unterzeichnet. Insbesondere ist das kein Vorvertrag, der Dich zu irgendeiner späteren Handlung binden würde.

Es ist übliches Maklerrisiko, daß potentielle Mieter Abstand von ihren Interessensbekundungen nehmen, wenn sie sich die Sache nochmals genau überlegt haben. Natürlich wird dieser jetzt bei Dir ggf. jammern, daß er ja all den anderen Interessenten wegen Dir absagen mußte und jetzt einen großen Schaden hat, weil die ganze Suche nochmals von vorne beginnen müsse. Schade. Aber übliches Risiko. Wenn der Makler wirkllich allen anderen abgesagt und nicht eine Warteliste geführt hat, versteht er sein Handwerk nicht. Das ist jedoch alles das Problem des Maklers. Dich trifft hier keine weitere Verpflichtung.

Kommentar von oooMatthiasooo ,

Okay Danke.

Antwort
von imager761, 686

Natürlich kann man schadlos von einer Anmietung Abstand nehmen, wenn das schriftliche Vertragsangebot des Vermieters, um gänzlich unerwähnte Kleinreparaturklausel erweitert, eine Renovierung hierrin geschuldet oder Winterdienst abgeleistet werden muss, inakzeptal ist.

Diese Entscheidung teilt man dem Makler schlicht mit, gibt einen ggf. vermieterseits unterzeichneten Mietvertrag zurück, damit die Wohnung überhaupt wirksam anderweitig vermietet werden kann und gut ist.

Das der Makler sein Honorar vom auftraggebenden Vermieter nur bei erforlgreicher Vermittlung bekommt, kann dir egal sein, oder?

G imager761

Kommentar von oooMatthiasooo ,

Danke

Antwort
von Scrooge, 505

Du kannst aus rechtlicher Sicht absagen. Ggf. wird der Makler versuchen, seinen Aufwand geltend zu machen. Steht dazu etwas im Bewerbungsbogen? Ansonsten kann Dich keiner zwingen, den Mietvertrag zu unterschreiben.

Antwort
von ortrud, 572

Natürlich kannst du immer noch absagen, wenn du nur mündlich zugesagt hast.

Antwort
von freelance, 426

Provisionsfrei für den Mieter

damit ist klar: dem Makler gegenüber wirst du keine Probleme/Konsequenzen haben.

Du hast dem Makler gegenüber den Vertrag mündlich als angenommen ausgesprochen. Dem Vermieter gegenüber? Hattest du Kontakt zu dem?

Ich sehe eine weniger angenehme Absage, aber keine Konsequenzen.

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