Macht es Sinn die Erbschaft und Schenkungsteuer unter den nachfolgend genannten Bedingungen auf 100% erhöhen?

6 Antworten

Entschuldige bitte, aber das ist so ziemlich der blödeste Vorschlag zum Thema Erbschaftsteuer, das ich je gehört habe.

Du möchtest erreichen, dass ein Mittelständler wie Herr GRupp mit seiner Trigema, dessen Betrieb (reine Schätzzahl, ohne zu recherchieren) 100 Mio. Wert ist, iesen Betrieb zu nur 2 % an seine beiden Kinder vererbt und den Rest an 98 Fremde Menschen, die mit dem Laden nichts zu tun haben?

Oder einer, der sich in den 60er/70er Jahren in München Bogenhausen ein Haus gebaut hat, was heute 2 Millionen wert ist, aber nur ein Kind hat, die ideelle Hälfte an Fremde vererbt/verschenkt?

Im Gegenteil, es gibt nur zwei Möglichkeiten die Erbschaftsteuer sinnvoll zu reformieren.

  1. Entweder abschaffen, oder
  2. Senkung der Steuersätze auf 1-15 % (zur Zeit 7-50 %) bei gleichzeitiger Verbreiterung der Besteuerungsgrundlage.

Die Erbschaftsteuer ist zur Zeit die unwirtschaftlichste Steuer überhaupt. Das Aufkommen an Erbschaftsteuer ist nur das 2,5fache der Erhebungskosten. Über 80 % der Steuererklärungen und Bescheide führen zu einer Steuer von 0,- Euro.

Es ist doch schwachsinnig, dass Jemand der einen Betrieb zu vererben und keine Kinder hat, Erwachsenenadoptionen durchführen muss, um den Betrieb nicht zu ruinieren.

Was wäre denn so schlimm, wenn einer der eine ETW im Wert von 500.000,- erbt 5.000,- bis 10.000,- als Steuer zahlt, denn das ist gerade mal die ersparte Miete (oder Mieteinnahme) eines Jahres.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

In diesem Modell muss niemand sein Unternehmen an Fremde vererben. Man kann sich die Erben nach Bekanntheit, Fähigkeiten und Verdiensten frei aussuchen. Bei der gesetzlichen Erbfolge kann man das nicht.

Dass ein Haus nur mit maximal 500 TEUR den doppelt so hohen Freibetrag ausnutzt ist auch vorgesehen.

Die aktuelle Erbschaftsteuer führt zum Verschwinden von vielen Unternehmen, weil entweder unfähige Kinder es vor die Wand fahren oder nicht verwandte Erben die enorm hohe Erbschaftsteuer aus dem Unternehmen finanzieren müssen und dieses daran kaputt geht.

Gar keine Erbschaftsteuer führt dagegen zu ungebremster Vermögensakkumulation und irgendwann zum Aufstand der Massen. 

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@Tritur

Und wenn die Kinder nicht unfähig sind, sondern hervorragende Ingenieure, dann weren sie den Betrieb los, den eventuell 3 Generationen aufgebaut haben.

Das Modell hier einzuführen, würde mir zwar viel gut bezahlte Arbeit bringen, denn mir sind sofort mehrere Möglichkeiten eingefallen, wie ich das Modell aushebele, aber es würde zum Wegzug vieler guter Steuerzahler führen.

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Eine Erbschaftsteuer von 100% gehört zu den feuchten Träumen von Körnerfressern und Bierzeltrevoluzzern, von denen die einen zu wenig und die anderen zu viel in der Birne haben.

Verfassungsrechtlich wäre eine solche Enteignung ohnehin nicht zulässig.

Vor allem aber schafft die nicht mehr Vermögen und mit Sicherheit auch nicht mehr Steuereinnahmen. Das Geld fließt ab oder wird verdunkelt. Und auch der Wirtschaft zufließen wird weniger als heute. Wer wollte schon angesichts solcher Bedrohungen noch in Immobilien oder hochwertige Wirtschaftsgüter investieren.

Ich stelle dem eine provokative Gegenforderung gegenüber:

Den größten Zuwachs an Reichen und Superreichen haben gerade jene Länder mit dem am wenigsten entwickelten Sozialsystemen, zum Beispiel China und Indien.

Dort kann keiner faul auf der Couch sitzen und sich sicher sein, daß die Miete und der Lebensunterhalt vom Staat finanziert wird. Wer nicht arbeitet hungert oder verhungert.

Solche Bedrohungen haben die Menschen dort zu kreativen Überlebenskünstlern gemacht.

Schafft alle staatlichen Sozialzuwendungen ab und es wird allen Menschen besser gehen!

Die Verfassung zu ändern ist leicht, wenn die Wähler das mit großer Mehrheit so wollen. Dass eine ungebremste Vermögenskonzentration irgendwann nur dazu führt ist noch eine optimistische Vorstellung.

China als Diktatur und Indien als korrupte Kleptokratie sollten wir uns nicht zum Beispiel nehmen.

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Wie in der Geschichte schon Mehrfach bewiesen, funktioniert Kommunismus und Sozialismus nur, wenn man den Faktor Mensch ausklammert.

Wer kümmert sich so wie ein Unternehmer auch unter Einsatz seines Privatvermögens um ein Unternehmen, wenn es ihm nicht gehört?

Wer kümmert sich so wie ein Eigentümer um ein Haus, das ihm nicht gehört?

Es braucht keine Experimente! Das Thema ist durchexerziert. Eine Entwicklung wie in der UDSSR, DDR, Nordkorea oder sonstwo ist in Zeiten wie diesen berechenbar. Es wird auch berechenbar sein, dass je kleiner die Einheit ist (so Richtung Haus oder Genossenschaft oder sehr kleines Land), um so eher kann es funktionieren.

Dumm, so was über die Erbschaftsteuer regeln zu wollen. Es ist logisch, dass alles, was überdurchschnittlich ist oder Vermögen hat, auswandert. Menschen, die ausgesorgt haben und die aus irgendeinem Grund an Ihrer Heimat hängen, werden dann (sehr) früh aufhören zu arbeiten und es krachen lassen, um die Sozialisierung ihres Vermögens zu vermeiden. Das macht multinationale Konzerne, die diese tollen Unternehmen und Immobilienvermögen aufkaufen reich aber nicht die Bevölkerung.

Der Mensch ist halt so!!!

Das von mir vorgestellte Erbschaftsteuer-Modell hat doch nichts mit Kommunismus oder Sozialismus zu tun. Es will doch gerade verhindern, dass der Staat nach ungebremster Vermögenskonzentration irgendwann auf Druck mittelloser Massen die Unternehmer enteignet. Viele kleine Unternehmer und Anteilseigner an Wirtschaftsunternehmen sichern unsere Marktwirtschaft und unsere Demokratie.

Mein Modell regelt keine Erbschaftsteuer, sondern droht nur mit dieser, wenn man als Unternehmer sein ganzes riesiges Vermögen im engen und oft unfähigen Familienkreis halten will.

Auswandern hilft auch nicht, es sei denn man würde alle möglichen Erben gleich mit ins Ausland nehmen. Auch das Unternehmen, kann man in der Regel nicht mitnehmen.

Im übrigen ist die Motivation eines Unternehmers viel zu arbeiten, nicht das Geld oder die lebenslängliche Versorgung seiner Nachkommen, sondern das Wohlergehen und die Weiterführung seines Unternehmens. Siemens, z.B. ein ehemaliges Familienunternehmen gibt es nun schon seit 137 Jahren.

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Lohnsteuer: Eheähnliche Lebensgemeinschaft mit Anlage Unterhalt + Kind + Behinderung?

Lebe seit 01.04.2016 zusammen mit meiner Freundin und unseren leiblichen Kind in meinem Haus. Meine Freundin kriegt seit 01.04.16 keine öffentlichen Leistungen mehr, da ich eine Unterhaltsleistung für Sie erbringen muss aufgrund eines zu hohen Einkommens von mir.

Durch dies werde ich die Unterstützung einer bedürftigen Person (Anlage Unterhalt) für Außergewöhnliche Belastungen beantragen. Der Freibetrag ohne Nachweis beläuft sich auf 8652.- Euro / 12 * 9 Monate (April-Dezember) = 6489.- Euro zzgl. Mindestbeiträge zur Krankenkasse.

Sie erhält Elterngeld, lediglich den Minimalsatz von 150.- Euro (gesplittet), da dieser nicht als Einkommen zählt (erst über 150 Euro), muss ich diesen auch nicht angeben.

Sie hat ein Gesamtvermögen von 0.- Euro und ist bei mir gemeldet.

Das dürfte alles mit §33a (1) EStG in Verbindung mit BMF Schreiben vom 07. Juni 2010 Tz.3 und 12ff übereinstimmen?

Da es sich um eine eheähnliche (Bedarfs)Gemeinschaft handelt, ist Sie gleichgestellt und ich berechtigt den Anhang Unterhalt zu beantragen.

Jetzt zu den Fragen, wo ich nichts gefunden habe:

Sie ist 100% Schwerbehindert mit Ausweis und erwerbsunfähig. Erhält allerdings keine EU-Rente, da Sie keine 5 Jahre gearbeitet hat (ein Teufelskreis). Sie hätte einen Behindertenpauschbetrag von 1420.- Euro. Da Sie aber in einer Bedarfsgemeinschaft mit mir und von meinem Einkommen lebt, hat Sie natürlich auch keine Steuererklärung. Da liegt es mir nahe, den Pauschbetrag bei mir anzugeben, da Kosten durch die Behinderung auch mein Konto belasten und Sie meint sonst wäre der Betrag ja verschenkt.

Gibt es hier ein Urteil oder einen Erlass ob dies möglich ist? Oder geht das wirklich nur, wenn wir verheiratet und gemeinsam veranlagt sind? Bzw. nur wenn Sie eine eigene Steuererklärung abgeben würde (was natürlich nie der Fall sein wird).

Wie sieht es bezüglich eines leiblichen Kindes dazu aus? Wird das Kindergeld (mir bezahlt) bei einer eheähnlichen Gemeinschaft aufgesplittet (50%) und dadurch hätte ich einen höheren Kinderfreibetrag? Macht dies das Finanzamt automatisch? Momentan heißt es ja entweder Kindergeld oder Kinderfreibetrag. Bei Aufsplittung jeder die Hälfte wäre der Freibetrag höher.

Jetzt noch abschließend, wie würde es sich auf das ganze auswirken, wenn Ihr Vater für Sie wegen der Behinderung Kindergeld bekommt, er aber selbst keine Unterhaltsverpflichtungen wahrnehmen kann ggü. seiner Tochter, da er eine zu geringe Rente bekommt und die Unterhaltspflicht somit bei mir weiterhin besteht?

Vielen Dank!

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Guten Abend!

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