Macht es sinn als Unternehmen Fremdwährungsrisiken über den Devisenmarkt abzusichern?

1 Antwort

Gut geführte Unternehmen überprüfen regelmäßig die ergebnismäßigen Auswirkungen von Fremdwährungsein- und -verkäufen und den Nutzen von Devisensicherungsinstrumenten.

Ein nach England exportierendes deutsches Unternehmen würde seine GBP-Verkäufe "rechtzeitig" kurssichern, um den kalkulierten €-Transaktionserlös sicher nach Hause zu bringen (die Zahlungsfähigkeit des Kunden will ich dabei mal nicht gleich in Frage stellen). Bei einer Umsatzrendite von ca. 3 % ist eine Kurssicherung auf äußerst sinnvoll, weil plötzliche Schwankungen zu erheblichen Verlusten führen können.

Die Kurssicherung erfolgt meistens über ein Devisentermingeschäft, das bereits bei Liefergeschäftsabschluß parallel mit einer Bank abgeschlossen wird und Erfüllung zum Zeitpunkt des erwarteten Zahlungseinganges vom Kunden vorsieht. Alternativ könnte das Unternehmen auch ein Devisenoptionsgeschäft abschließen, das zwar teurer ist, aber dafür auch eine zusätzliche Gewinnchance hat.

Solche Devisensicherungsgeschäfte sind sowohl auf der Verkaufs- wie auch auf der Einkaufsseite Standard im Finanzmanagement. Hierüber wird regelmäßig im publizierten Geschäftsbericht berichtet.

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