Macht es in diesem Fall Sinn Sozialabschläge vom Minijobgehalt zu zahlen?

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5 Antworten

Durch die Rentenversicherungspflicht in der Beschäftigung, erwirbt der Minijobber vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung. Das bedeutet, dass die Beschäftigungszeit in vollem Umfang für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten (Mindestversicherungszeiten) berücksichtigt wird. Pflichtbeitragszeiten sind darüber hinaus Voraussetzung für: einen früheren Rentenbeginn, Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation (sowohl im medizinischen Bereich als auch im Arbeitsleben), die Begründung oder Aufrechterhaltung des Anspruchs auf eine Rente wegen Erwerbsminderung, den Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersversorgung und den Anspruch auf Übergangsgeld bei Rehabilitationsmaßnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung (mehr) besteht.

Zu dem erhöht sich der Rentenanspruch, da das Arbeitsentgelt in voller Höhe bei der Berechnung der Rente berücksichtigt wird und die staatliche Förderung für private Altersvorsorge, beispielsweise die so genannte Riester-Rente, kann sowohl vom Minijobber als auch vom Ehepartner beansprucht werden.

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Beim Minijob werden ohnehin Beiträge i.H.v. 3,9% für die Rentenversicherung einbehalten. Wenn man dies nicht wünscht, so muss man dies bei Arbeitsaufnahme gegenüber dem Arbeitgeber schriftlich und explizit erklären.

Durch den eigenen Beitrag entstehen natürlich auch Ansprüche

  • Vollwertige Beitragszeit
  • Anspruch auf EM-Rente und berufliche Reha
  • Unmittelbare Förderfähigkeit zur Riester-Rente
  • Möglichkeit zum Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge
  • etc...
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Hi Kelby, wenn die Ehefrau in 2013 den Nebenjob beginnt, dann ist dieser Minijob eh in der Rentenversicherung versicherungspflichtig, das ist eine Neuerung ab 1.1.2013. Von der Beitragspflicht kann man sich - auf Antrag - befreien lassen. Wobei ich schon empfehlen würde die Beiträge zu zahlen, da der Arbeitgeber beim Minijob den überwiegenden Teil der Rentenbeiträge (AG zahlt 15 %, der Minijobber muß nur 4,6 % zahlen), das ist sehr günstig. Denn normalerweise werden bei einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis die Beiträge zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt. Natürlich wirken Rentenbeiträge aus einem Minijob keine Wunder, und werden allen natürlich nicht dazu beitragen, daß die Rente im Alter reicht, aber Kleinvieh macht auch Mist. Und man hat einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, wenn man regelmäßig Pflichtbeiträge zahlt.

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Der Minijobber erwirbt durch die Beitragsaufstockung vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung. Das bedeutet, dass die Beschäftigungszeit in vollem Umfang für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten (Mindestversicherungszeiten) berücksichtigt wird.

Mittelbare Berechtigung Riester könnte auch interessant sein.

Guckst du hier:

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/10_aufstockung_rv/einleitung_aufstockung.html;jsessionid=5ED613C18B5E3FA658EE3C150E3E3C51?nn=356724

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Kommentar von Primus
22.03.2013, 16:00

Sorry, ich habe Deine Antwort erst nach dem Abschicken meiner Antwort gesehen.

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Gerade in diesem Fall macht es Sinn.

Damit wird der Rentenanspruch auf eine Erwerbsminderungsrente aufgebaut oder erhalten und es wird dafür gesorgt, dass ein Rentenbeginn schon mit 63 und nicht erst mit 65 +x möglich ist.

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