Macht Betriebsrente abschließen Sinn, wenn Chef nix zuzahlt oder dann lieber Riester?

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6 Antworten

Eine Frage, die ich bereits oft Diskutiert habe.

Nachdem ich vor einigen Jahren so eine Direktversicherung abgeschlossen hatte (grummel). kam ich mal auf die Idee, deren garantierte Rendite über die gesamte Laufzeit nachzurechnen. Das Ergebnis lag ... im zweistelligen Eurobereich. Übrigens hat sich in den Jahren noch kein nennenswerter Überschuss angesammelt (nur um das Argument "jaaa, Garantiesumme" zu entkräften).

Bei den Diskussionen wurde mir immer die Ersparnis von Steuern und Sozialabgaben vorgehalten, meiner Meinung nach eine Unverschämtheit. Eine Lebens/Rentenversicherung soll aus sich selbst heraus eine Rendite erwirtschaften, sonst ist das Augenwischerei. Allerdings sind die mir bisher untergekommenen Riester-Angebote auch nicht besser.

Zum Glück bin ich zu alt, um mit so etwas noch anzufangen.

Hallo, deine Antwort Mikkey finde ich gut, den du hast die Erfahrung gemacht das die Garantieversprechungen keine großen Gewinn darstellen und Überschüsse nicht zu erkennen sind. Warum. um die versprochene Garantie zu sichern, wird der größte Teil der Sparsumme in sichere verzinste Anlagen gelegt und nimmt nicht an Überschussgewinnung teil. Das die Zinsen zur Zeit im Keller sind sollte allen klar sein. Es gibt auch hier Produkte die 5% Kosten für die Garantie wollten und 95% (nach Kosten) des Beitrages in die Überschussanlage legen.

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@consteind

Wenn das Garantieversprechen dann aber nur bei Null liegt, sollte doch eigentlich genug Luft da sein, Überschüsse zu erwirtschaften? Der Beginn des genannten Vertrags lag in einer Zeit, als ich für einen Wohnungskredit noch 4,7% zahlen musste, soo niedrig waren die damals also noch nicht.

Vielleicht liegt's auch nur am (bei mir) fehlenden Vertrauen zu Fonds jedweder Art, weil ich damit die größten Verluste eingefahren habe.

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@Mikkey

In der BAV und Riester sind Garantien vorgeschrieben!

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Bei den Diskussionen wurde mir immer die Ersparnis von Steuern und Sozialabgaben vorgehalten, meiner Meinung nach eine Unverschämtheit.

Was ist denn daran eine Unverschämtheit ? Ich zahle 50 EUR in eine Vorsorge ein und muss durch die Ersparnis davon nur ca. 25 EUR selbst aufbringen, das ist doch auch ein Vorteilsfaktor, der nicht ohne ist. Natürlich sollte dahinter auch noch ein gutes Konzept liegen.

Und mit "Test" arbeite ich schon lange nicht mehr, da kannste auch nur zwei drei globale Ansagen verwerten und der Rest ist ferner liefen :-( Die sollen bei Zahnbürsten unt Toastern bleiben.

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Bei den Diskussionen wurde mir immer die Ersparnis von Steuern und Sozialabgaben vorgehalten, meiner Meinung nach eine Unverschämtheit.

Das sehe ich auch so. Es ist bestenfalls eine Steuerstundung, wobei man anmerken muß, daß dabei bei der Betriebsrente für gesetzlich Krankenversicherte bei Auszahlung nicht nur der Arbeitnehmeranteil, sondern auch der Arbeitgeberanteil von Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen ist.

Zwar ist in der Rente die Steuerbelastung oft geringer, aber dafür sind es auch die Einkünfte.

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Hallo, was sich für dich wirklich lohnt, kann in einer Analyse aufgezeigt werden. Ohne dein Alter, Einkommen, Wunschrente im Alter, Familienstand und aus heutiger Sicht das Wunscheinkommen als Rentner, zu kennen ist eine genauere Aussage nicht möglich. Neben der "Qualitätsfrage" des angeboten Produktes in der BAV kommen die festen Fakten dazu. Was in der Ansparzeit steuer- und sozialversicherungbegünstigt ist, wird im Rentenbezug vom Staat voll zurückgehollt. Hast du einen kleinen Steuersatz im Alter kann es funktionieren auch als "Gewinner" (die Versicherung hat schon gewonnen) herauszugehen. Wenn der AG nichts zu gibt, sind oft keine großen Vorteile daraus zu sehen. Genau so ist Riester zu betrachten, dein Beitrag, die Förderung und die Überschüsse der Anlage, alles wird mit deinem Steuersatz zu 100% im Alter versteuert. Der Staat arbeitet kaufmännisch und verschenkt nichts, er ermöglicht Geringverdienern sich durch die Förderung eine Rente aufzubauen, die ihn dann im Alter entlasten soll. Wer mehr hat, zahlt es als Steuer zurück. Dazu kommt es, das die Garantien in den Produkten, je nach Anbieter, die Renditen stark schmälern und immer unatraktiver werden. Eine private moderne Altersvorsorge bietet viel mehr Vorteile, ist im Leben flexibel und die Auszahlungen im Alter steuerbegünstigt. Gruß consteind

Bei ca 80 % aller Betriebsrenten zahlt der AG nichts dazu. Der Vorteil, ist die steuerfreie und sozialabgabenfreie Einzahlung in den Vertrag. Der Nachteil ist die nachgelagerte Besteuerung und die Krankenversicherung auf die Renten.

Aber welche Vorsorge wirklich optimal ist, erbringt nur ein unabhängiger Schichtenvergleich.

Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz,

  • Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente)
  • Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente
  • Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. –Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds

Vermögenswirksame Leistungen !!! Gibt es die bei euch nicht ????

Das ist so üblich, dass diese in eine Pensionskasse vom Arbeitgeber eingebracht werden. Dei Anteil ist nämlich steuerfrei, wird also nicht der Einkommensteuer unterzogen - das ist dein Vorteil an dem Deal. Lohnt sich dann, wenn man dadurch in einen besseren Steuertarif rutschen kann.

Sorry, ohne ins Detail zu gehen. Bitte fachlich Updaten. Denn so gut wie nichts stimmt grade an Deiner Aussage!

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Das einzig wirklich nachvollziehbare hier ist das kurze Anreißen von AVWL, beim Rest stimme ich alfalfa zu.

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Natürlich macht eine Betriebsrente immer Sinn, die Riesterverträge lohnen sich meist nur für eine Seite.

Sorry aber das ist nur falsch.

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Natürlich macht eine Betriebsrente immer Sinn.

ist genauso pauschal und falsch wie

die Riesterverträge lohnen sich meist nur für eine Seite

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