Mache ich mich strafbar mit nicht mitgeteilten Aufzeichungen von Gesprächen?


30.03.2020, 20:15

Macht es dabei Unterschied ,ob dabei Lügen,"alternative Fakten" belegt werden können,oder nicht?

2 Antworten

Verletzung des Persönlichkeitsrecht. Verletzung Recht am eigenen Bild und Ton.

welche Konsequenz hätte diese Verletzung?

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@annartista

Die Aufzeichnungen könnten nicht als Beweise dienen; ggf. nicht vor Gericht verwertet werden. Betreffende Personen könnten Anzeige erstatten (Unterlassung etc.)

Es gibt Außnahmen:

Im Falle von Menschenrechtsverletzungen, beim Aufspüren von Tierleid und Tierquälerei, im völkerrechtlichen Sinne in Kriegen und Bürgerkriegen, bei investigativen Recherchen von Jounalisten, oder beim Aufspüren von eklatanten wirtschaftsrechltichen Straftaten (Cum-Ex, gewerbsmäßige Steuerhinterziehung), Mafia und ähnlich Gravierendem sieht es besser aus. Denn ohne "illegale" Aufzeichnungen wäre eine Aufklärung nicht machbar.

Ein Anwalt wäre ratsam.

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@Maerz2019

Danke ! diesen Rat allerdings finde ich etwas widersprüchlich verwirrend . Abgesehen von mangelnden Mitteln für solche RA Konsultation : Wenn doch nur Sprachaufnahmen belegen könnten ,daß mehrfach die Unwahrheit in Schriften oder Wiedergabe bei Anderen ,im Gegensatz zu Inhalten persönl. Tel /Gespräche, gravierende , Folgen zu meinem persönl., erhebl. Nachteil hatten - nicht aber in vorbeschriebenen staatswichtigen Szenarien , was soll ich dann also beim Anwalt ,wenn der " Lügner " nichts zu befürchten hat ,sondern nur ich , : Womit(??) (, event. Strafmaß ??) zu bestrafen wäre, der andere Mittel, solches Unrecht zu beweisen nicht hat ? Vielleicht ist so eine Fragestellung ja für andere Rechtslaien auch relevant ? Wünschte mir hierzu weitere Ansichten.

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§ 201 StGB

Bis zu drei Jahre Haft, Tatmittel können eingezogen werden, Unterlassungs- und ggf. Schadensersatzansprüche der Gesprächspartner. Inwieweit §§ 34 und 35 StGB hier im Bezug auf die strafrechtliche Verfolgung zum Tragen kommen könnten, sei mal dahingestellt.

Ob die Aufnahmen als Beweismittel in einem Gerichtsverfahren zugelassen werden, entscheidet der Richter.

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