Ltd. gelöscht - wer bezahlt die Steuern?

2 Antworten

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Da eine KapGes nicht besteht, muss logischerweise etwas anders bestehen. Also je nach Anzahl der Gesellschafter eine PersGes oder ein Einzelunternehmer.

Bekanntgabe dann wie üblich bei PersGes/EU.

Das nehme ich auch an. Jedenfalls würde es m. E. als logische Konsequenz aus der Entscheidung des OLG Celle v. 29.05.2012 (6 U 15/12) folgen, welches eine GbR als Rechtsnachfolgerin einer gelöschten Ltd. mit 2 Gesellschaftern ansah.

Allerdings: Das OLG Celle hat in seinem Leitsatz formuliert: "...besteht sie, wenn sie ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland fortsetzt, hier fort, falls sie ein Handelsgewerbe betreibt, als offene Handelsgesellschaft, sonst als Gesellschaft bürgerlichen Rechts."

Und daraus folgt für mich eine Zusatzfrage: Was ist, wenn der Gesellschafter der ehemaligen Ltd. die Geschäftstätigkeit im Jahr 2013 nicht weiter fortgesetzt hat?

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@blackleather

Das kannst du dem OLG Celle nicht entnehmen, da musst du schon die Basics heranziehen.

Ich würde mal behaupten, in dem Fall hätte der EU/ die PersGes entweder die Betriebsaufgabe an der Backe oder der Laden "ruht", was immer man sich daraus basteln möchte.

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@EnnoBecker

Ohne ausdrückliche Aufgabeerklärung/-handlung gibt es keine Betriebsaufgabe (BFH Beschluss vom 09.07.2004 - XI B 44/03).

Es wird also darauf hinauslaufen, dass der Betrieb "ruht". In dem Fall dürfte gleichwohl in dem Zeitpunkt, in dem sich die Ltd. in ein Einzelunternehmen wandelt, die Gewinnentnahme zu besteuern sein - so, als wäre ausgeschüttet worden.

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@blackleather

Ohne jetzt den Beschluss zu lesen oder gar zu kennen:

Eine ... ich nenne es mal Beendigung statt Aufgabe ... kann doch aber bereits kraft Gesetz eintreten, siehe die BGB-Regeln zum Tod des Gesellschafters.

Wenn ich etwas Zeit finde, kalube ich mir den Beschluss morgen mal aus den NWB und überfliege den. Aber ich muss gleich sagen, dass ich dieses Jahr in die Steuerberaterfalle getappt bin, und das sehenden Auges:

Das ganze Jahr über macht man die Abschlüsse, auf die man Lust hat und schiebt den ganzen ungeliebten Müll vor sich her. Und Ende November ist auch die längste Bank zu Ende und man muss auch an diesen Mist ran.

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Da wird der ehemalige Gesellschafter/Liquidator in die Tasche greifen müssen, denn natürlich hätte er, bei Ergebnissen die zu Steuernachzahlungen führen, das Gesellschaftsvermögen nicht "verbraten" dürfen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Das war nicht gefragt und ist auch so nicht richtig.

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@vulkanismus

Wertungen zum Kommentar abgeben und selbst nichts Konstruktives beitragen, ist auch nicht soooo hilfreich, @vulkanismus !

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@Gaenseliesel

Glaubst Du etwa, ich sollte mich hier in die Kompetenzen einer Haftungsprüfungsstelle (ja, sowas gibt´s und ist hier gefragt) einmischen ?!

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@vulkanismus

Mr. Spock, der Kommentar war daneben. Vielleicht versuchst du es morgen noch mal?

Ja, natürlich glaubt GL das und sie hat auch das Recht dazu. Das ist hier nämlich ff und nicht der BFH.

Kollektive Intelligenz sollte man nicht unterschätzen, auch wenn robinek nicht der Einzige ist, der das Kollektiv mit Minuswerten beglückt.

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@EnnoBecker

Meinungen kannst Du haben !! Was passt Dir nicht mit Haftung ? Schon mal hinter steuerlichem Fehlverhalten und Steuerschulden ein Ltd. hinterhergewesen ? Oder umgekehrt eine solche "Firma" vertreten ?

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Er hat es nicht verbraten. Das Vermögen ist lt. Bilanz auf den 31.12.12 immer noch vorhanden und auch ordnungsgemäß bilanziert.

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@wfwbinder

Jetzt hättest du nur noch eine Rechtsgrundlage dafür nennen sollen, dass die Bekanntgabe an den ehemaligen Gesellschafter statt an irgendwen anders zu erfolgen hat.

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@blackleather

Wieso? Wenn wir keine KapGes haben, sondern eine PersGes, die nebenbei gesagt keine KG ist (siehe oben du selbst), dann ist der Gesellschafter schon der richtige Ansprechpartner.

Auch für § 122 (1).

(Nebenbei: Ich find es witzig, das Gesetz wegzulassen - weiß ja eh jeder, dass wir in der ... also in welchem Gesetz wir sind....)

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