Lottogewinn Bar Auszahlung möglich?

5 Antworten

Wegen Deines Kommentars zu meiner ersten Antwort noch folgende Erläuterung. Dabei muss ich erst mal etwas weiter ausholen:

Zu unterscheiden ist zwischen

  • Bargeld (Summe der sich im Umlauf befindlichen Geldscheine und Münzen)
  • Buchgeld (Summe der auf Konten vorhandenen Guthabensbeträge)

Wenn Du auf Dein Konto Bargeld einzahlst, dann wandelst Du Bargeld gleichzeitig in Buchgeld um. Es ist also doppelt vorhanden (wobei es dann einmal der Bank als Bargeld und Dir als Buchgeld gehört).

Umgekehrt ist es, wenn Du von Deinem Konto Geld abhebst. Dann gibt Dir die Bank etwas aus ihrem Bargeldbestand und Dein Buchgeld verringert sich.

Das Bargeld insgesamt ist aber geringer als das vorhandene Buchgeld, da eine 1:1-Erfordernis nicht vorhanden ist.

  • Du bekommst ja z.B. Deinen Lohn nicht in bar, sondern per Überweisung
  • Oder wenn Du eine Rechnung bei z.B. Amazon zahlst, dann ebenfalls nicht in bar, sondern per Überweisung.

Es erfolgt also eine reine Buchgeldtransaktion, die keine Münzen oder Scheine erforderlich macht.

Auch Dein Lottogewinn ist zunächst ja ausschliesslich eine Guthabenbuchung auf dem Konto, also reines Buchgeld.

Auf die schnelle habe ich nur eine Zahl aus dem Jahr 2012 gefunden. Nach der ist die Buchgeldmenge rd. das 5-fache der Bargeldmenge.

Es ist also tatsächlich so, dass, wenn jeder gleichzeitig sein Buchgeld in Bargeld umwandeln will, also sein komplettes (Buchgeld)-Bankguthaben sich in Form von (Bargeld)-Scheinen und Münzen auszahlen lässt, die vorhandene Bargeldmenge nicht ausreicht. Wer zu spät kommt, der hat Pech gehabt und bekommt keine Scheine oder Münzen mehr.

Während der Bankenkrise 2007/2008 hat die Regierung und Angela herself auch deshalb immer wieder versichert, "ihr Geld ist sicher". Sie wollte damit einen Bankenrun nach Bargeld vermeiden, der zum Kollaps eines Währungssystems führt.

In Griechenland war es so, dass dieser Run erfolgte, aber kurzfristig festgesetzte Höchstmengen an Barauszahlungen diesen Kollaps gerade noch vermieden haben.

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Danke. Deine Antwort deckt sich und erklärt auch die Aussage der Bank Mitarbeiterin. Tatsächlich will keine Bank oder Regierung dass die Leute zur Bank gehen und ihre Konten abräumen. Also macht es natürlich Sinn dass die Banken Große Summen nicht auszahlen. Ich glaube deine Antwort und auch die der Angestellten macht hier Sinn dass alles getan wird einen Bank-Run zu verhindern. Wenn also ein Kunde eine Abhebung von sagen wir mal 1 Million € in bar Für eine Ferienwohnung am Mittelmeer dann würde ich wohl dieses Geld nach knapp einer Woche Wartezeit bekommen. Aber 90 Millionen von Euro Jackpot wohl nicht. Und wenn alle Bürger plötzlich zur Bank gehen kommt wohl niemand etwas.

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Die Antwort der Mitarbeiterin stimmt zwar, ist aber nicht ganz korrekt und unvollständig.

Denn Du musst unterscheiden zwischen

  • Filiale und Zentrale

und zwischen

  • sofort und nach Bestellung

Lies diesen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, denn darin ist Deine Frage behandelt und beantwortet:

http://www.sueddeutsche.de/geld/zugriff-auf-gespartes-wie-viel-geld-man-holen-kann-1.538178.

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Ich hab den Artikl gelesen Danke dafür. Ja sofort in jeder Hinterhofdorffiliale nicht das ist klar . Ich habe natürlich mit Voranmeldung gemeint, Da hatte auch die nette Dame dabei geschmunzelt und auch gesagt, aber sie sagte wenn „sie beispielsweise 90 Millionen im Euro-Jackpot gewinnen können Sie diese nicht in Bar bekommen. Nur Pö à Pö in Teilbeträgen. Grund warum ich diese Frage hier stelle, ist eigentlich der, dass eigentlich die Banken defacto wirklichen Bank – Run bei einem Knall entgegen wirken würden. Defacto „käme man bei einer echten (!) ernsthaften Krise nicht „auf einmal“ an sein Geld ran. Weiß da jemand etwas näheres?

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Deine Frage hat mit Lotto nichts zu tun, sondern mit Deinem persönlichen, bedenklichen Umgang mit Geld.

Ich habe daher noch einige Rückfragen zu Deiner angeblichen "Entrechtung" und Deinen "Abräumplänen":

  1. Wieviel "Parkgebühr" bist Du denn bereit, für diese (jederzeitige) Bargeldverfügungsmöglichkeit zu bezahlen?
  2. Sicherlich hast Du schon von der Entschädigungshöchstgrenze durch den Einlagensicherungsfonds gehört, die im Krisenfall sicherlich zur Anwendung käme. Welches "Cleverchen" überschreitet also sein Bankguthaben im drohenden Krisenfall so drastisch wie Du?

Überlege doch mal die (Un)Sinnhaftigkeit Deiner Fragestellung.

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