Lohnt es sich tatsächlich bei einem Franchise einzusteigen?

1 Antwort

Franchise ist ein Weg der Selbstständigkeit wie andere (individuelle) auch. Mehr Sicherheit gibt es nicht, es ist zumindest bislang nie bewiesen worden, weil dafür einfach die Zahlen fehlen. trotzdem wird dies immer wieder behauptet. Allein die Fluktuation der Franchise-Systeme in Deutschland ist 10-15%, so schätzte der DFV. Von einem "Garant" kann in keinem Fall gesprochen werden, denn letzlich bleibt immer das unternehmerische Risiko.

Die sogenannte "Bekanntheit der Marke" oder die erprobte Geschäftsidee, die man in der Hauptsache mit dem Gedanken Franchise kauft, ist relativ. Jeder kennt McDonalds, aber die meisten Firmen wollen durch Franchise (geringes Risiko bei der Expansion) erst einen Namen bekommen.

Franchise ist ein Vertriebsweg. Wenn dieser risikolos und ausnahmslos profitable wäre, würden Unternehmen sich einfach ein Filialsystem aufbauen.

Sich neutral vorher über das Thema Franchise zu informieren ist fast unmöglich, weil jeder sogenannte Berater sofort mit einer Systemempfehlung aufwartet (von der er natürlich Provision bekommt). Nur fast (...) unmöglich...? Werbung durch Support entfernt

Immobilienfinanzierung für 4 Eigentumswohnungen. Ist Rat von Finanzoptimierer empfehlenswert?

Hallo!

Ich hoffe, dass ich hier ehrliche Antworten auf eine besonders wichtige Frage, die meine Altersvorsorge betrifft, bekomme. Genau genommen habe ich bereits einen Plan/Rat von einem "unabhängigen" Finanzoptimierer bekommen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob das vorgeschlagene Vorgehen wirklich gut für mich ist oder ob ich damit meine Finanzen und meine Altersvorsorge einem sehr hohen Risiko aussetze.

Ich bin 31 Jahre alt und selbstständig. Ich habe 90.000 Euro Eigenkapital, wovon 40.000 Euro frei verfügbar sind. Weitere Sicherheiten [Lebensversicherung, Fonds, Edelmetalle, Immobilien] sind momentan nicht vorhanden.

Ich habe das Ziel, spätestens mit 45 ein Haus im Wert von circa 500.000 Euro zu bauen. Bis dahin möchte ich dieses Jahr 4 Wohnungen aus der Zwangsversteigerung kaufen. Wobei ich natürlich auf Top-Qualität und Wiedervermietbarkeit achten werde. Um diesen Wohnungskauf zu realisieren, werde ich 4 einzelne Immobilienkredite [für jede Wohnung einen] aufnehmen.

Mein Finanzoptimierer riet mir nun das Folgende:

  1. Die Rate für den Immobilienkredit möglichst gering ansetzen und NICHT so schnell wie möglich zurückzahlen. Das dadurch frei werdende Kapital sollte lieber in einen bzw. mehrere Immobilienfonds investiert werden. Mal angenommen, ich würde durch den Immobilienfonds 6 % Gewinn machen und nur 4 % Zinsen für den Immobilienkredit zahlen, hätte ich so 2 % zusätzlich an Gewinn gemacht.

  2. Durch die Zwangsverwaltung bekommt man die Wohnungen meist zu einem geringeren Preis als ihr Wert tatsächlich ist. Der einfachheithalber sagen wir mal: Eine Wohnung ist 50.000 Euro wert und ich bekomme sie für 25.000 Euro. Ich sollte mir aber dennoch einen Immobilienkredit über 50.000 Euro geben lassen und das so zusätzlich gewonnene Geld in einen bzw. mehrere Immobilienfonds investieren.

  3. Rein theoretisch könnte ich eine der 4 Wohnungen ohne Kredit finanzieren. Mir wurde jedoch dazu geraten, alle 4 Wohnungen zu finanzieren, da Kredite gerade sehr preiswert sind. So könnte ich das Geld für die 4. Wohnung, die ich eigentlich selbst zahlen könnte, wiederum anderswo investieren.

Was haltet ihr von diesen Tipps? Auch im Hinblick auf das Haus, was ich später bauen möchte.

Habt vielen Dank für eure Ideen und Anmerkungen!

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