lohnsteuer auslandstätigkeit

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Hast Du Deinen Wohnsitz weiter in Deutschland?

Du bist mit einem Wohnsitz in Deutschland hier unbeschränkt einkommensteuerpflichtig mit Deinem Welteinkommen.

Ob einzelne Einnahmen hier nicht besteuert werden, richtet sich nach dem jeweiligen DBA mit dem Land aus dem die Einkünfte stammen.

Art. 15, Abs. 1 DBA Algerein, grundsätzlich in "D".

Art. 15. Abs. 2 DBA "es kann in Algerien besteuert werden weil dort die arbeit ist, eine dortige Niederlassung zahlt und wenn die 183 Tage erreicht werden, die innerhalb von 12 Monaten sein müssen (aber nicht innerhalb des Veranlagungszeitraumes, sondern nur innerhalb von 12 Monate, ide im VZ beginnen, oder Enden)."

Das ist doch vermutlich hinzu bekommen.

Aber dann tritt in Deutschland für die inländischen Einkünfte noch der Progressionsvorbehalt ein. § 32 b Abs. 1, Nr. 3 EStG

Sozialversicherung bei freiberuflicher Arbeit in Deutschland und Wohnsitz im EU-Ausland

Hallo,

Ich bin Deutscher und arbeite seit vielen Jahren als Angestellter in Schweden. Nun möchte ich als Software-Ingenieur freiberuflich in Deutschland tätig sein. Die Arbeit ist für 6 - 18 Monate zu 100 % vor Ort beim Auftraggeber in Deutschland. Ich wäre also minimal 6 Monate in Deutschland. Meinen Wohnsitz in Schweden möchte ich nicht aufgeben, weil ich hier ein Haus besitze.

Hier meine Fragen: Ab wann muss ich mich in Deutschland anmelden? Oder könnte ich so lange in Schweden offiziell wohnen bleiben. Steuern müsste ich in Deutschland bezahlen, da ich mich mehr als 183 dort aufhalte.

Für eine Anmeldung in Deutschland benötige ich eine deutsche Krankenkasse und müßte mich dazu vom schwedischen Sozialsystem abmelden. Dafür benötige ich einen Schein E-104, den ich allerdings erst 8-12 Wochen nach meiner Abmeldung in Schweden erhalte. Ich kann mich also so lange nicht bei der deutschen Krankenkasse anmelden. Wenn es nur für 6 Monate ist (was man vorher natürlich nicht wissen kann), lohnt sich dieser Aufwand doch kaum.

Einen Schein A1, scheine ich auch nicht beantragen zu können, da ich bisher noch nicht als Freiberufler tätig war.

Vielen Dank für die Antwort

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Freiberufler für 1 Jahr in Schweden vor Ort

Hallo, ich bin seit langem Freiberufler im IT-Bereich und war in den letzten vier Jahren in einem Projekt in Österreich tätig. Dabei bin ich wöchentlich gependelt, habe im Hotel gewohnt und war jedes Wochenende zuhause in Deutschland. Jetzt habe ich ein Projekt in Schweden, mein Vertrag gilt erst mal bis Ende 2013. Das mit dem wöchentlichen Pendeln möchte ich nicht mehr machen, ich möchte auch nicht im Hotel wohnen, sondern habe mir hier in Stockholm eine Wohnung gesucht. Die ganzen Fragen wegen einer schwedischen 'personnummer' und ob ich mich beim Einwanderungsamt anmelden muss, lasse ich jetzt mal außen vor. Die erste Frage ist für mich nämlich gerade, ob ich mein Einkommen aus selbständiger Tätigkeit in Schweden versteuern muss oder weiter wie bisher in Deutschland. Zu freiberuflicher Tätigkeit von Ausländern vor Ort in Schweden habe ich bei den Schweden bisher überhaupt nichts gefunden, außer der Möglichkeit, sich in Schweden selbst als Freiberufler ("self-employed") anzumelden, was ich aber nicht unbedingt will.

Ich habe mir das schwedisch-deutsche DBA angeschaut und wäre dankbar um eine Einschätzung, ob meine Interpretation richtig ist. Ich sehe es so:

  • Artikel 4 bestimmt einen der beiden Staaten als denjenigen, in dem ich als "ansässig" gelte. Nach 4(1)a kann ich sowohl in D ansässig sein (weil steuerpflichtig, Wohnsitz in D), als auch eventuell in Schweden (ständiger Aufenthalt, Wohnung, erst mal egal ob angemeldet oder nicht). Aber nach 4(2)a gelte ich dann doch als in D ansässig, weil ich dort die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen ("Mittelpunkt meiner Lebensinteressen") habe. Was ja auch wirklich so ist.

  • Nach Artikel 14 können dann meine Einkünfte aus selbstständiger Arbeit nur in diesem Staat besteuert werden, "es sei denn, dass [mir] im anderen Vertragsstaat für die Ausübung ihrer Tätigkeit gewöhnlich eine feste Einrichtung zur Verfügung steht". Jetzt ist natürlich die Frage, was eine "feste Einrichtung" ist. Ich würde darunter ein Büro, eine Werkstatt oder etwas ähnliches verstehen, ähnlich dem, was an anderer Stelle als "Betriebsstätte" von Firmen bezeichnet wird. Aber meine Wohnung in Schweden ist das nicht, denn dort übe ich meine Tätigkeit nicht aus. Ist das Büro des Kunden meines Auftraggebers, wo ich einen Schreibtisch zur Verfügung habe, eine "feste Einrichtung" in diesem Sinn? (Bei meinem Auftraggeber selbst habe ich keinen Schreibtisch!) Und wenn ja, bedeutet die Formulierung "steht eine solche Einrichtung zur Verfügung, so können die Einkünfte im anderen Staat besteruert werden, ...", dass es sich um eine "Kann"-Bestimmung handelt, ich also wählen kann, ob ich trotzdem in D versteuere?

Es wäre mir viel leichter, wenn ich sicher sein könnte, dass ich nur in D versteuern muss. Nicht nur wegen der Höhe der schwedischen Steuern (über die ich eigentlich mehr Gerüchte als klare Aussagen gefunden habe), sondern auch wegen der "Planbarkeit".

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Matthias

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Hat ein Doppelbesteuerungsabkommen Auswirkungen auf die Unbedenklichkeitsbescheinigug im Erbfall ?

Anfang diesen Jahres habe ich eine Erbschaft gemacht für die Erbschaftssteuer anfällt. Die Bank will das Vermögen nicht auszahlen bis die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes vorliegt, da ich seit 4 Jahren meinen Wohnsitz im Ausland (Algerien) habe. Mit Algerien besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen. Hat dies Einfluss auf die Erteilung der Unbedenklichkeitsbescheinigung? In Algerien gibt es meines Wissens allerdings keine Erbschaftssteuer. Muss ich nun warten bis das Finanzamt bestätigt,dass die Erbschaftssteuer bezahlt wurde, was vielleicht noch Jahre dauern kann oder gibt es noch andere Möglichkeiten (Anmeldung in Deutschland, Hinterlegung des Erbschaftssteuerbetrages, bzw. Teilauszahlung).? Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

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Ist es möglich, dass keine Pfändungsvollmacht vorliegt?

Hallo :-) Mein Problem ist, das ich 2011 eine Pfändung auf mein Konto bekommen hatte , die ruhig gestellt war, Raten Zahlung , war alles gut. Leider kam jetzt eine neue Pfändung vor 2 Wochen auf mein P- Konto. Dadurch ist die alte Pfändung wieder Erwacht. Habe jetzt beide Pfändung bedient. Trotz allem ist das Konto nicht frei. Meine Bank sagt, das der erste Gläubiger gar keine Pfändungsbevollmächtigung hatte. Tatsächlich ist es so, das in der zwischenzeit mein damaliger Gläubiger Universum Inkasso meinen Fall an einen Rechtsanwalt übergeben hat. Ich wusste da nichts von, weil ich ja immer alles bezahlt habe. Warum hat mir meine Bank darüber keine Auskunft gegeben? Muss sie davon nicht unterricht sein? Muss ein Rechtsanwalt nicht wissen, das ohne Vollmacht sowas nicht beendet wird? ich fühle mich von den Auskünften meiner Bank ein bisschen in Stich gelassen. Ich habe auch mit den Rechtsanwälten gesprochen , die angeblich die Bevollmächtigung sofort zur Bank Faxen wollte/sollte. das ist nun 4 Tage her und immer wenn ich mit Angestellten der Bank spreche , heisst es nur..alles in Bearbeitung...is das normal? Muss ich besser einen Rechtsanwalt hinzuziehen? oder bin ich nur zu Ungeduldig und sollte einfach nur abwarten ?

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Projekt in Norwegen - Wo muss ich Steuern zahlen?

Hi,

ich bin in der Schweiz gemeldet und arbeite bei einer schweizer IT Beratungsfirma im SAP Umfeld. Seit Januar dieses Jahres habe ich zusätzlich zu meinem schweizer Projekt noch ein Projekt in Stavanger, Norwegen. Das heisst, ich arbeite zur Zeit zwei Wochen pro Monat in Zürich, zwei Wochen in Norwegen. Ich bin zwar freier Berater, aber immer für 3 Monate fest bei der schweizer Firma angestellt, d.h. die Firma bezahlt meine Sozialbeiträge, führt meine steuern ab, etc. Da ich praktisch als Subcontractor im Projekt in Norwegen mitarbeite, sieht es folgendermassen aus:

Norwegischer Kunde->Norwegisches Beratungshaus->UK Recruiting Firma->schweizer Firma->ich

Ich bekomme letztendlich mein Gehalt von der schweizer Firma, bei der ich angestellt bin. Jetzt aber zu meiner Frage:

Die schweizer Firma hat bis dato für meine norwegischen Arbeiten schon schweizer Steuern und Beiträge abgeführt und ich habe mein Gehalt für meine Projektstunden in Norwegen folglich schon bekommen. Grundlage dafür sei das DBA Schweiz/Norwegen, dass in Artikel 15 dem von Deutschland/Norwegen gleicht. Jetzt habe ich aber, da mich die norwegische Beratungsfirma scheinbar hier in Norwegen gemeldet hat, eine Tax Deduction Card an meine Privatadresse geschickt bekommen. Ich bin jetzt ziemlich ratlos... Was genau muss ich jetzt machen? Bin ich jetzt doch in Norwegen steuerpflichtig?

Danke für eure Anworten!

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Aegypten-Entsendung, Einkommen-Versteuerung in welchem Land im Jahr der Rueckkehr?

Hallo, ich habe eine Frage, zu der ich fuer Euren qualifizierten Rat sehr dankbar waere:

Folgende Situation: Meine Familie und ich sind im September 2010 nach mehrjaehriger Aegypten-Entsendung nach D zurueckgekehrt. Wir haben ueber die ganze Zeit der Entsendung unseren Wohnsitz in D behalten, waren also nicht abgemeldet. Gehalt und Steuern wurden in Aegypten gezahlt. Seit Oktober 2010 bin ich wieder in meinem dtsch. Arbeitsvertrag und beziehe daher hier in D Einkommen.

Meine Annahme: Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen ging ich davon aus, dass die ueber das GANZE Jahr 2010 erzielten Einkuenfte in dem Land zu versteuern sind, in dem man 183 Tage oder laenger seinen Lebensmittelpunkt hatte. Das wuerde bedeuten, dass die seit Oktober von meinem AG monatlich abgefuehrte Lohnsteuer in D im Rahmen der Jahres-Einkommenssteuererklaerung vom dtsch. Finanzamt zurueckerstattet wuerde, ich vermute nach erfolgtem Nachweis, dass in Aegypten die Einnahmen deklariert und Steuern bezahlt wurden.

Meine Fragen: muessen die seit Oktober in Deutschland erzielten Einkuenfte aus nichtselbaendiger Taetigkeit unter o.g. Konstellation im Rahmen der jaehrlichen EkSt.-Erklaerung in D versteuert werden, oder sind sie in Aegypten zu erklaeren und abzufuehren? Wuerde eine ggfs. in Frage kommende Abfindung in 2010 demselben Prinzip unterliegen? Vielen Dank!

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