Lohnsteuer auf Abfindung?

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2 Antworten

Allein aufgrund Deiner Angaben, kann hier niemand die Abrechnung nachvollziehen. Auch mit einem Onlinerechner wirst Du da nicht weiterkommen.

Die erste Frage ist doch: von welchen Daten ist Dein Arbeitgeber ausgegangen (siehe auch den Hinweis von LittleArrow)/musste er aufgrund Deiner Angaben und der ELStAM-Angaben ausgehen.

Erst die zweite Frage kann dann sein: Ist die Rechnung richtig. Hierrzu gibt es auch auf Arbeitgeberseite oft Unsicherheiten (siehe auch http://www.abfindunginfo.de/lohnsteuerabzug-von-abfindung-ohne-arbeitslohn) - Abweichungen werden vom FA dann anhand Deiner Steuererklärung ermittelt und bei der Steuererstattung berücksichtigt.

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vlasta 10.02.2016, 16:49

dieser Link funktioniert nicht

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Von welchem positiven Jahreseinkommen 2016 bei Dir sollte denn der alte Arbeitgeber ausgehen, wenn Du bei ihm nicht mehr arbeitest?

Prüfe doch bitte einmal, ob die Voraussetzungen für eine Fünftelregelung bei Dir überhaupt gegeben sind! Diese Voraussetzungen wurden hier ausführlich diskutiert: https://www.finanzfrage.net/frage/voraussetzungen-fuenftelregelung-bei-abfindung

Lies bitte dort u. a. auch den Link in meiner Antwort. Wenn Du also sonst "nur" ALG1 in 2016 bekommst, dann entfällt eine besondere Behandlung der Abfindung und Du darfst Dich auf Deine Steuererklärung 2016 freuen (s. EnnoWarMal).

Wenn ich es in Onlinerechner eingebe kommen 10.000 mehr raus.

Da dürfen wir jetzt also raten und suchen?


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vlasta 10.02.2016, 16:43

Er ist von 17712 Euro Arbeitslosengeld ausgegangen und hat die Fünftelregelung angewandt.

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LittleArrow 10.02.2016, 17:23
@vlasta

Man sollte die Fünftelregelung nur anwenden, wenn auch die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

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vlasta 11.02.2016, 13:49
@LittleArrow

Ja und wann ist die Fünteregelung den gegeben? Was soll der Kommentar den der hilfst mir auch nicht weiter :-)

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LittleArrow 13.02.2016, 00:41
@vlasta

Ich hatte Dich gebeten:

Prüfe doch bitte einmal, ob die Voraussetzungen für eine Fünftelregelung bei Dir überhaupt gegeben sind!

Welche steuerpflichtigen Einkünfte (das ALG I ist steuerfrei!) hast Du im Jahr 2016 denn noch? Nach Deiner Aussage sind keine zu erwarten. Daher kommt es mangels steuerpflichtiger Einkünfte auch nicht durch die zusätzliche Abfindung zu einer Zusammenballung von steuerpflichtigen Einkünften.

Aber das Jahr 2016 ist noch nicht vorbei. Suche schnell eine Arbeit mit guter, steuerpflichtiger Bezahlung und die Vorteilhaftigkeit der Fünftelregelung wird in der Steuerfestsetzung für 2016 geprüft. Aber dann wird bei der Besteuerung dieses neuen steuerpflichtigen Einkommens der Steuersatz bei der Festsetzung höher sein wegen der Berücksichtigung des ALG I (wegen des Progressionsvorbehaltes). Der Lohnsteuerabzug wäre dann möglicherweise zu niedrig, weil er nicht das ALG I berücksichtigt!

Guck hier: http://www.steuernetz.de/aav\_steuernetz/lexikon/K-17013.xhtml?currentModule=home ;

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vlasta 17.02.2016, 11:53
@LittleArrow

Das ALG 1 wird m.W. progressiv behandelt.

eine Zusammenballung der Einkünfte findet doch statt, oder?

Da bin ich mir nicht ganz sicher.

Einkommen 2015: 53.000 Austritt 31.12.2015

Abfindung wird in den Folgemonat verschoben, d.h. in Januar 2016.

Summe: 150.000 Euro.  Ab Januar habe ich ALG 1 in Höhe von ca. 1500  Euro. Auch wenn ich keine Arbeit finde ist doch eine 1/5 Regelung anzuwenden. Ich werde mich beim Finanzamt erkundigen.

Wenn ich die Abfindung im Dezember 2015 erhalten hätte, wären noch mehr Steuern fällig. Ich finde im Netz leider keine Beispiele für eine Fünftelregelung in meinem Fall.

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LittleArrow 17.02.2016, 15:28
@vlasta

Das ALG 1 wird m.W. progressiv behandelt.

Nein, das ALG1 ist steuerfrei, aber mit Progressionsvorbehalt, der nur dann auf übriges steuerpflichtiges Einkommen wirkt, wenn du solches erzielst, z. B. aus einer neuen Tätigkeit.

Bei Abfindung im Dezember hättest Du die Zusammensammenballung gehabt, aber nicht im Januar. Die Januar-Abfindung wird in der Steuererklärung 2016 so behandelt, als wenn Du im gesamten Jahr 2016 Gehaltseinkünfte in Summe von € 150.000 gehabt hättest, allerdings durch den Progressionsvorbehalt erhöht sich zwecks Bestimmung Deines Steuersatzes das maßgebliche Einkommen um das gesamte ALG1, also um evtl. € 18.000 auf € 168.000 (wenn man mal all die schönen Abzüge außeracht läßt!!!).

Ich werde mich beim Finanzamt erkundigen.

Mach' das und berichte;-)

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vlasta 18.02.2016, 10:17

Also, habe beim Finanzamt angerufen, es ist so wie ich geschrieben habe, eine Zusammenballung der Einkünfte liegt vor, es wird mit Fünftelregelung versteuert, egal ob ich Arbeitslosengeld beziehe oder nicht. Ich weiss nicht woher du deine Information hast....

Die Abfindung kann man in das nächste Jahr verschieben, bei mir in den Januar 2016. Ich hätte im Dezember 2015 zu viel Abzüge gehabt. Der Arbeitgeber hat ja auch die Fünftelregelung angewandt mit der Summe von dem Arbeitslosengeldbezug. Ob ich jetzt noch eine Arbeit in diesem Jahr bekomme das steht in den Sternen (bin 60 Jahre).

Dieser Chat hat mich nur durcheinander gebracht. Bitte in Zukunft vorsichtiger mit deinen "gut gemeinten Äusserungen sein".

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