Liquidation einer Firma

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Aha, Du überlegst immer noch in Sachen geerbter GmbH. Ich weiß ja nicht, wie dringlich da die Lage ist. Aber bedenke, dass das Strafgesetzbuch in den §§ 283 ff StGB diverse Insolvenzstraftaten benennt, z.B. den:

www.gesetze-im-internet.de/stgb/__283.html

Der Geschäftsführer einer GmbH tut gut daran, im Erfordernsfalle die Insolvenz anzumelden. Unterläßt er das, geht er ein hohes Risiko ein. Zum einen in strafrechtlicher Hinsicht, zum anderen aber auch unter haftungsrechtlichem Aspekt. Was Du uns da als Alternativen benennst sind in Wahrheit keine: Wenn die GmbH insolvenzreif ist, muß das Insolvenzverfahren durchgeführt werden. Die in Eigenregie durchgeführte Liquidation ist nur möglich, wenn keine Insolvenz droht.

Über die Dauer der Abwicklung kann Dir niemand Auskunft geben, schon garnicht, wenn man nicht weiß, um was es konkret geht.

Was die Unterschiede in der Abwicklung betrifft, so hat man als Geschäftsführer bei einer Liquidation natürlich die Zügel selber in der Hand. Man kann entscheiden, ob man die Sache selber übernimmt, oder, ob man sich externe Spezialisten hinzu nimmt und man hat auch da die Wahl.

Der Insolvenzverwalter demgegenüber wird vom Insolvenzgericht bestimmt. Und da gibt es sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Hat man Glück, bekommt man einen erfahrenen Spezialisten, hat man Pech, darf sich ausgerechnet am eigenen Fall ein Grünschnabel seine Meriten verdienen, mit manchmal entsprechendem Ergebnis.

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