Lebensversicherung nach dem Tod noch ein Jahr lang weiterzahlen?

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3 Antworten

Sterbeurkunde an die Versicherung senden - ihr erhaltet anteilig das Geld (maßgeblich ist der Todestag) zurück. War beim Tod meines Vaters ebenso!

Nein, so einfach ist es leider nicht. Es kommt darauf an, was in den Versicherungsbedingungen steht und die Musterbedingungen sehen vor, dass für das Todesjahr der komplette Jahresbeitrag zu zahlen ist. Wenn es bei Deinem Vater anders war, habt Ihr Glück gehabt.

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So ist es.

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Ich unterstelle, dass der Vertrag schon einige Zeit bestand, für Verträge, die in den letzten beiden Jahren abgeschlossen wurden, gelten möglicherweise andere Regelungen.

Kalkulatorisch ist der Beitrag ein Jahresbeitrag, der zu Beginn des Versicherungsjahres fällig wird. Gegen entsprechenden Aufschlag kann auch unterjährig in Raten gezahlt werden. Das ändert aber nichts daran, dass der Beitrag eigentlich zu Beginn des Versicherungsjahres komplett zu zahlen ist. Daher ist es weder rechtlich noch versicherungsmathematisch zu beanstanden, dass die Versicherung den kompletten Jahresbeitrag fordert.

...der Beitrag ist bis zum Ende der laufenden Versicherungsperiode weiterzuzahlen...

Zitat aus den Bedingungen meines LV-Vertrags. Dies dürfte Deine Antwort bestätigen. Allerdings ist der Beitrag darin nicht als Jahresbeitrag ausgewiesen, was diese Klausel angreifbar machen könnte.

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Nene, korrekt ist, das der geschuldete Betrag ein Jahresbeitrag ist und die monatlichen Zahlungen quasi eine geduldete Stundung ist. Soweit korrekt. Jedoch steht auch bei jeder kapitalbildenden und auch Risiko LV dass der Vertrag erlischt mit eintreten des Todesfalls der versicherten Person. Und aus dem Wagniswegfall resultiert auch, dass keine Beträge mehr fällig werden.

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Nein. Nach den AVB endet die Versicherung mit dem Tod der Versicherten Person. Weiß die Versicherung schon von dem Todesfall? Hat Sie bereits die Police und den Totenschein bekommen?

In den AVB steht aber auch, dass der Beitrag als Jahresbeitrag zu entrichten ist, der zu Beginn des Versicherungsjahres fällig wird. Unterjährige Zahlung ist im Grunde eine Ausnahme. Und weiter führen die AVB aus, dass bei Fälligkeit der Versicherungsleistungen noch ausstehende Raten verrechnet werden.

Ich bin keine Juristin, aber die Tatsache, dass ein Vertrag endet, bedeutet doch nicht, dass ab sofort keine Rechte und Pflichten mehr bestehen. Sonst könnte die Versicherung doch sagen: Sorry, die versicherte Person ist verstorben, daher ist der Vertrag bedingungsgemäß beendet und wir müssen somit keine Leistung mehr zahlen.

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@Sobeyda

Stichwort Wagniswegfall. Damit ist alles gesagt. Und das endet unverzüglich.

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