Lebensversicherung in Baufinanzierung einbinden?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Diese Frage kann man so pauschal nicht beantworten. Zunächst einmal muss man unterscheiden zwischen einer Wohnung als Kapitalanlage und einer selbst genutzten Wohnung.

Dann spielt natürlich auch die Qualität einer LV eine Rolle.

In einigen Fällen (bitte genau so aufnehmen: EINIGE FÄLLE) kann es sinnvoll sein. Die Darlehenszinsen sind sehr niedrig. Wenn die Verzinsung passt kann der Kunde am Ende gut dastehen.

Das Risiko besteht dann wenn die LV weniger Erträge erwirtschaftet und die Kreditzinsen nach Ablauf einer Bindung höher sind.

Zugute kommt dem Modell das die Zinsen der LV eher steigen werden wenn die Finanzierungszinsen steigen.

Billige Darlehen gleich wenig Zins, mehr Zins gleich teurere Darlehen.

Man muss also genau kalkulieren, sich das gesamte Model anschauen und dann könnte es passen.

Doch - diese Frage kann man pauschal beantworten. Nein - es macht keinen Sinn, in eine unrentable Kapitallebensversicherung einzuzahlen! Verwende die Prämien dafür lieber zur Tilgung. Dazu kommen noch erhebliche steuerliche Risiken, falls die Erlebensfallleistung zur Sicherung des Darlehens eingesetzt wird. Theoretisch war die Idee so verkehrt nicht. Bei einer vermieteten Immobilie und entsprechend hohem Spitzensteuersatz konnte die hohe Zinslast Steuern sparen, weil das Darlehen ja nicht getilgt wurde. Andererseits konnte die Ablaufleistung steuerfrei eingestrichen werden und das Darlehen auf einen Satz getilgt werden. In der Praxis hat das aber damals schon nicht funktioniert, da die versprochenen Renditen nie erzielt wurden.

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