Lebensversicherung hat sich verrechnet, und stellt Rückforderung Jahre nach Auszahlung

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4 Antworten

Ich schließe mich der Ansicht an, dass die rückständigen Beiträge natürlich gezahlt werden müssen. Sie wurden (aus welchem Verschulden auch immer, nicht abgebucht. Die Beitrge sind nciht verjährt.

Das ist übrigens auch etwas anderes als:

und stellt Rückforderung Jahre nach Auszahlung

denn die wollen ja nicht einen Teil Deiner Versicherungsauszahlung zurück, sondern einfach nur einige Monatsbeiträge, die nicht gezahlt waren, nachgezahlt haben.

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Jahre nach Auszahlung .... 1 1/2 Jahre nach endgültiger Auszahlung

Was denn nun? Wie lange war es? Gab es mehrere Auszahlungen?

Jetzt will man das Geld zurück haben.

Um welches Geld geht es genau? Versicherungssumme, Teile der Versicherungssumme oder Beiträge? Beiträge, die nicht gezahlt werden, will man nicht zurück, denn die waren noch nie da! Beiträge können noch gefordert werden, bis sie verjährt sind, aber die Verjährung tritt erst 3 Jahre nach Ende des ursprünglichen Beitragszahlungsjahres ein. Also besteht für die Versicherung noch ein durchsetzbarer Zahlungsanspruch.

Solltest Du der Beitragszahlung nicht nachkommen, würde die Versicherung Deine Nichtzahlung wie eine vorzeitige Vertragsbeendigung sehen und den Vertrag nur zum Rückkaufwert ausgezahlt haben. In diesem Falle würde die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag und Rückkaufwert zurückgefordert, was für Dich mit Sicherheit ein ganz schlechtes Geschäft wäre. Jetzt lies mal genau nach, was Sache ist. Da hier der Rückforderungsanspruch noch nicht verjährt ist, liegen noch einige aufregende Monate vor Dir.

Nun ist die Frage, ob Dir der fehlende Beitragseinzug (ein Verschulden der Versicherung) auch noch angelastet werden soll; Du hättest diesen ja auch bemerken müssen. Lies nochmal den Brief genau! Beitragsnachzahlung sofort erledigen, aber die Differenzrückforderung wegen vorzeitiger Versicherungskündigung sofort zum Fachanwalt geben.

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Kommentar von Amicus
17.12.2014, 09:58

Verschulden liegt auf beiden Seiten: Die Versicherung hat "vergessen", die Beiträge einzuziehen, der Versicherungsnehmer hat sich nicht darum gekümmert. Ist die Rechtslage so eindeutig, dass keine Möglichkeit besteht, sich dahingehend mit der Versicherung zu einigen, dass sich beide die fehlenden Beiträge 50:50 teilen?

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Kommentar von kbn66
17.12.2014, 10:18

Danke LittleArrow, genau genommen war es so: Die Versicherung war im Feb 2013 fällig, bis Dez 12 wurden die Beiträge regelm. monatl. eingezogen. Dann erhielt eine vorläufige Berechnung und die Frage nach der Verwendung nach Ablauf, die ich mit - aufs Konto überweisen - beantwortet hatte. Im Feb. dann ein Schrieb mit Nennung der Auszahlungsumme und wenige Tage später die Überweisung.

Daß im Jan u. Feb nichts mehr eingezogen wurde, hat mich nicht weiter beunruhigt, es gibt ja Geldanlagen, die am Ende eine zeitlang "ruhen".

Daß genau diese Beiträge in der Anschlußsummierung enthalten gewesen sein sollen, obwohl sie nicht eingezogen wurden, konnte ich nicht erkennen, es wurden ja nur Summen genannt, keine Details des Zahlungsplanes. Insoweit kann mir keiner ein schuldhaftes Verhalten unterstellen. Ich mußte der Berechnung Glauben schenken, detailliert nachvollziehen kann man sie eh nicht.

Es ist natürlich erschreckend, wie man in diesen Häusern mit unserem Geld umgeht, vergißt Beiträge einzuziehen, die bei der Schlußaddition dann plötzlich da sind, und 1 Jahr später wieder nicht. Wer sagt mir, daß das nicht auch anders herum passieren kann.

Gruß kbn66

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Sofern es sich darum handelt, daß vor Ablauf einer Verjährungsfrist von drei Jahren ein Anspruch auf die Zahlung der Beiträge zur Lebensversicherung, die fälschlicherweise damals nicht eingezogen wurden, jetzt geltend gemacht wird, ist die Antwort ein klares JA. Es handelt sich dabei lediglich um die Erfüllung des Vertrages Deinerseits.

Sofern es sich darum handelt, daß nachträglich Konditionen über die Berücksichtigung von Bewertungsreserven (z.B. da der vom Wirtschaftsprüfer abgenommene Geschäftsabschluß des betreffenden Jahres, in dem die Zahlung an Dich erfolgte, jetzt erst vorliegt) korrigiert werden und daher ein Teil des Auszahlungsbetrags wieder eingezogen werden soll, ist die Antwort ein klares NEIN. Das hat kürzlich bei einem früheren Kollegen seine Lebensversicherungsgesellschaft versucht - mit Hinweis auf offensichtliche Rechenfehler wollten sie einen gut vierstelligen Betrag zurück. Mit einem fachkundigen Anwalt konnte das jedoch erfolgreich abgewiesen werden.

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Hallo, jetzt möchte ich als ursprünglicher Fragesteller, der ich mittlerweile so viele Meldungen und Meinungen zum Thema gelesen hat, mal folgende Frage in den Raum stellen:

Ist es nicht verbindlich, wenn mir die Versicherung zum Ablauf eine Schußabrechnung präsentiert, die ich wie üblich bei LV nicht im Detail nachvollziehen kann, der ich Glauben geschenkt und nicht wiedersprochen habe ? Ich mußte doch davon ausgehen, daß alle gezahlten Beiträge, nicht mehr und nicht weniger, berücksichtigt waren. Hätte mir der Versicherer eine detaillierte Zahlungsliste vorgelegt, wäre mir sicher aufgefallen/hätte mir auffallen müssen, daß da Zahlungen bestätigt waren, die tatsächlich nicht geflossen waren. So bin ich davon ausgegangen, daß nicht 300 sondern 297 Beiträge eingezogen, und auch nur diese in der Rechnung berücksichtigt wurden.

Ich bleibe dabei - die haben das Geld noch nicht !

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