Lebensversicherung der Generali

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Liebe/r Patrizia425,

Wir möchten dich bitten in Zukunft auf Werbung zu verzichten.

Gerne kannst du dies auch nochmals in unseren Richtlinien nachlesen: http://www.finanzfrage.net/policy

Freundliche Grüße,

Jürgen vom finanzfrage.net Supportteam.

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Man sollte nicht jeder Seite in Internet uneingeschränkt Glauben schenken. Die Generali, also eigentlich die ehemalige Volksfürsorge, ist keine schlechte Versicherung - allerdings gibt es besserer. Was die Gemütslage gegenüber der italienischen Mutter betrifft, kann ich keine Aussage treffen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung von der auf der Seite die Rede ist (SBU 09), ist aus dem Jahre 2009, seit dem ist viel Wasser den Rhein runtergeflossen. Interessant ist doch eher, was die Stiftung Warentest heute zur SBU 14 sagten würde. Schließlich hatten wir zwischenzeitlich eine Absenkung des Rechnungszinses und den Wechsel von Bisex auf Unisex-Tafeln.

Die Aussage bei der Kapitalversicherung, die Generali zahle eine hohe Überschussbeteiligungen, sollte zumindest kritisch hinterfragt werden. Wie man der Seite

http://www.generali.de/online/portal/geninternet/content/826716/47080/news/984802

entnehmen kann, hat die Generali gerade die Überschussbeteiligung von 3,5% auf 3,15% gesenkt. Damit kann sie nicht einmal mehr die Verträge mit 3,5% Rechnungszins bedienen. Unter hoher Überschussbeteiligung verstehe ich, auch in der dezeitigen Niedrigzinsphase, etwas anderes.

Und ebenfalls bei der Kapitalversicherung ist von einer festen Verzinsung der Prämie die Rede. Ich bin seit vielen Jahren im Geschäft, aber eine Verzinsung der Prämie ist mir noch niemals untergekommen. Ich kenne nur die Verzinsung der Sparprämie, die aber nur ein Teil des Beitrags ist, den der Kunde zahlt.

Ich kann nur persönlich sagen, dass die Rendite meiner Generali-Police unterirdisch ist. Sie ist zwar mit einer BU verbunden, aber die Kosten dafür habe ich aufgeschlüsselt vorliegen. So kann mir klv-check die Beiträge dafür herausrechnen. Der Rückkaufswert liegt weit unter einer COSMOS Police, die ich später angefangen habe und für die ich auch niedrigere Beiträge zahle. Der einzige Grund, warum ich die Generali-Police noch nicht gekündigt habe, ist der relativ hohe Garantiezins. Tatsächlich liegt die jährliche Wertsteigerung momentan noch knapp bei über 3%. Meine größerere Sorge ist, dass die italienische Generali-Mama in ein paar Jahren einfach mal eine Pleite hinlegt und die Kunden in die Röhre gucken lässt. Wie hieß der Kapitän der Costa Concordia noch? 8-((

Ist der geforderte Erbschein wirklich notwendig?

Mein kürzlich verstorbener Bruder hat mir vor 2 Jahren eine sehr umfassende Vollmacht durch einen Notar erstellen lassen, die mich bereits zu seinen Lebzeiten zu allen Handlungen und Entscheidungen im Zusammenhang mit seinen Bank- und Versicherungsangelegenheiten befugte und jetzt "über den Tod hinaus" zum Verwalter seines Nachlasses verpflichtet.

Meine beiden Geschwister akzeptieren diese Regelung; wir erben innerhalb der gesetzlichen Erbfolge alle 3 zu gleichen Teilen. Ehefrau und Kinder gibt es nicht.

Von allen Banken und Sparkassen wie auch vom zuständigen Grundbuchamt wurde die vorgelegte Vollmacht als Ersatz für einen Erbschein anerkannt, nur die Lebensversicherung besteht auf der Vorlage eines Erbscheins.

Nun ist so eine Beantragung eines Erbscheins mit einigem Aufwand verknüpft: nicht nur, dass er gar nicht billig ist, er ist auch mit einer Menge Zeitaufwand, Telefoniererei und Schreibarbeit verbunden. Außerdem muss ich für die Beantragung beim zuständigen Nachlassgericht persönlich vorsprechen, d.h. ein paar hundert Kilometer per Bahn und Bus durch Deutschland fahren. In meinem fortgeschrittenen Alter ist das eine erhebliche Belastung für mich. Und die Abwicklung des Nachlasses wird um Wochen, wenn nicht Monate, verzögert.

Die Lebensversicherung stellt sich stur und will nur gegen Vorlage des Erbscheins auszahlen. Ein Begründung für ihre Forderung hat sie nicht mitgeliefert.

Wer weiß, ob Lebensversicherungs-Gesellschaften bei Fällen, wie hier beschrieben, grundsätzlich nur nach Vorlage eines Erbscheins auszahlen können bzw. dürfen? Oder haben wir eine reelle Chance auf einen effektiven Widerspruch?

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