Lebenspartnerin Haus abkaufen

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In diesem Sachverhalt steckt viel steuerlicher Sprengstoff.

  1. Wenn Werte angesetzt werden, die grob von wirklichen Werten abweichen, könnte zusätzlich zu GRunderwerbsteuer, auch noch Schnekungssteuer anfallen.

  2. Wie habt Ihr bei Kauf/Bau des Hauses das unterschiedliche Eigenkapital dokumentiert?

  3. In dem Kaufvertrag müßte das wirklich dokumentiert werden, wie z. B.:

A und B sind gemeinsam Eigentümer des Hausgrundstücks ................ , es besteht eine Belastung mit einer Grundschuld in Höhe von, die bei der C Bank mit ...... valutiert. Beim Erwerb brachte A ..... und B ........ Eigenkapital ein.

Dies vorausgeschickt,überträgt B seine ideelle Hälfte auf A zum Kaufpreis von......, hier raus sind azurechnen, die Hälfte der Belastung bei der C Bank, sowie das überschiessende Eigenkapital am Anfang in Höhe von......, Der REst Betrag von ...... ist am ...... zur zahlung fällig.

Danke für die Antwort, also könnte rein theoretisch der Kaufpreis 50.000,- € sein wenn Wert des Hauses und Restvaluta stimmen ?

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@Venturis

Nein, das geht schief, wenn der Schätzwert sagen wir 120.000,- wäre. dann würden 70.000,- Schenkung sein.

geht doch mal von der anderen Seite ran. 10.000,- sollen fliessen. nehmen wir an. bei bau hat einer 10.000,- Eigenkapital gegeben der andere 60.000,-, also 25.000,- sind auszugleichen. Restschuld bei der Bank 100.000,- davon wird die Hälfte übernommen, also 50.000,-. Dann wäre der Kaufpreis nach den Wünschen: 10.000,- + 25.000,- + 50.000,- = 85.000,-. Nun mit dem wirklichen Wert vergleiche.

Wert des Hauses bei offizieller Schätzung 200.000,-, Hälfte somit 100.000,-, wird gekauft für 85.000,- das liegt im Bereich, wo es keinen Ärger gäbe.

Wäre der Schätzwert des Hauses 400.000,-, Hälfte Wert 200.000,-, gekauft für 85.000,- das gibt ärger.

Und: Der Kaufpreis ist nciht die Restsumme, sondern der Wert vor anrechnung.

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Ihr müßt zur Abwicklung sowieso einen Notar aufsuchen - der kann Euch in diesem Zusammenhang auch über die vernünftigste Lösung beraten. Der Marktwert wird bei Steuerfragen immer nur dann herangezogen, wenn bei einer Transaktion zu niedrige Werte angesetzt werden. Steuerberater und Notar können Euch da besser die richtigen Zahlen nennen. Auch kann man darüber nachdenken, ob ein Teilbetrag mittels Schenkung übertragen wird.

Das ist ja mein"Problem" Ist Marktwert abzüglich Verbindlichkeit oder nicht. Ich habe zwei Steuerberater gefragt und habe zwei verschiedene Antworten bekommen und der Notar verweist in Steuerfragen auf den Steuerberater.. Und dadurch dass nur 20.000 Freibetrag bei Schenkung ist ist die Variante ja nur für einen Teil machbar.

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@Venturis

Das ist ja mein"Problem" Ist Marktwert abzüglich Verbindlichkeit oder nicht.

IMHO nicht.

  1. Sie hat einen Verkaufserlösanspruch von 1/2 Miteigentumsanteil des Verkehrswertes

  2. Eine Verbindlichkeit als Gesamtschuldner bei der Bank zu bedienen.

Das kann und wird sie sorgfältig trennen, allein da sie mit 125.000 - (150.000 : 2) = 50.000 behielte statt der angebotenen 10.000 gegen Haftungsbefreiung der Bank :-O

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@imager761

Nun ist es aber nachweislich so, dass das EK zu ungleichen Teilen kam, so dass die 10.000 schon passen. Meine Frage ist doch muss im Kaufvertrag Hälfte Marktwert oder Hälfte Marktwert abzüglich hälfte Verbindlichkeiten ( 50.000 € ) stehen und die Begründung, dass auf Grund der unterschiedlich erbrachten EK Anteile die 10.000 zu zahlen sind ?

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Venturis:

Der akt. Marktwert der Immobilie beläuft sich beispielsweise auf 250 000 , ./. aktueller Kapitalstand der Realkredite 150 000 ./. dein eingebrachtes Eigenkapital 90 000, verbleiben für deine LG 10 000 €. Dies zur Kaufpreisfindung.

Wurde zuverlässig geklärt, dass alle Realkreditgläubiger deine LG aus der persönlichen Schuldhadft entlassen und du somit nach Eigentumsumschreinbung alleiniger persönlicher Schuldner der Forderungen bleibst?

Das liegt gerade bei der Bank zur Entscheidung und ich übernehme das Darlehen dann komplett. ? Habe ich richtig verstanden Kaufpreis dann 10.000,- € ??

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@Venturis

Kann ich nicht erkennen, wenn grundbuchlich jeweils 1/2 Miteigentum eingetragen ist, notiert der Notar bei einem Verkauf von einem 1/2 Miteigentumsanteil 125.000 EUR als Verkaufspreis und nichts anderes.

Wenn du das Miteigentum so zugelasen hast, statt gemessen an deinem höheren EK nur 1/3 o. dgl. eintragen zu lassen, ist das IMHO ein Geschenk.

Noch einmal: Ihr seit nicht offenbar nicht verheiratet oder scheidungswillig, wo jeweiliges unterschiedliches Anfangsvermögen bei Zugewinn als Verbundsache anrechnend berechnet werden würde.

Sondern Miteigemtümer einer Sache, die zum Verkehswert verkauft wird.

Anders gesagt: Würde sie ihren Anteil für 125.000 EUR fremdverkaufen wollen und du zögest dein Vorkaufsrecht, ziehst du das nur zu diesem Preis oder sie verhandelt mit jemandem anderen.

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Ich möchte die Hälfte meines Einfamilienhauses auf meine Freundin übertragen, wie ist es dann mit der Grunderwerbssteuer?

Hallo,

meine Fragen beziehen sich auf die Höhe der zu entrichtenden Grunderwerbsteuer bei der Übertragung die helfte eines Einfamilienhauses (in NRW) auf meine neue Freundin (keine Ehegatte/eingetragene lebenspartnerin).

Folgende Eckdaten sind zu beachten: Das Haus wurde 2008 zu einem Kaufpreis von € 290.000 gekauft. Eigentümer: ich zusammen mit meine Ex-Freundin. Wir sind jeweils mit 50 Prozent im Grundbuch eingetragen. Ein Kredit in Höhe von € 255.000 wurde ebenfalls zu jeweils 50 Prozent von uns beiden aufgenommen. € 50.000 flossen als Eigenkapital von meine Seite in die Immobilie.

Inzwischen wurde der Kredit teilweise zurückbezahlt. Die Restkredit liegt nun bei € 248.000.

Jetzt soll nur der Eigentumsanteil von mijn Ex (50 Prozent) auf meine neue Freundin übertragen werden. Weiter soll sich nichts ändern. Auch das Kredit bleibt so wie es ist (50/50). Natürlich übernimmt meine neue Freundin dabei das 50 Prozent Kreditanteil - also € 124.000 - von meinem Ex. Die 50.000 Euro, die ich aus Eigenmitteln eingebracht hat, bleiben auch unangetastet.

Ich weiß nicht genau was der Wert des Hauses im moment ist. Der Wert kann jetzt veilleicht niedriger sein als der ursprüngliche Kaufpreis von € 290.000.

Meine Fragen sind nun:

  • Wie wird die Grunderwerbsteuer bemessen? Wird der damalige Kaufpreis (€ 290.000) zu 50 Prozent veranschlagt? Oder wird bemessen nach der heutige Wert (dann is eine Bewertung erforderlich)? Oder wird bemessen nach der Gegenleistung von € 124.000?;

  • Falls Gegenleistung: Wie müssen wir das Steueramt informieren von diese Gegenleistung? Reicht ein Kaufvertrag zwischen mein Ex und meine neue Fruendin, wobei der vereinbarte Kaufpreis € 124.000 ist?

  • Wenn das Haus immer noch € 290.000 wert sein soll, kann es dann so sein dass Schenkungsteuer bezahlt werden muss? 290.000 – 248.000 = 42.000. Davon 50% ist € 21.000 und damit genau € 1.000 mehr als das Freibetrag. Wie wird sowas berechnet?

Mir ist klar, dass es viele Fragen sind, aber ich bin sehr gern gut vorbereitet.

SEHR vielen Dank im voraus für Ihre Antworten!

Mit freundlichen Grüßen,

Roy

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