Leasingsonderzahlung steuerlich auf 3 Jahre?

1 Antwort

2017 war falsch, siehe § 11 (2) Satz 3 EStG:

Werden Ausgaben für eine Nutzungsüberlassung von mehr als fünf Jahren im Voraus geleistet, sind sie insgesamt auf den Zeitraum gleichmäßig zu verteilen, für den die Vorauszahlung geleistet wird.

Damit waren die 13.000,00 (oder der entsprechende Anttel von 60% davon) insgesamt im Jahr 2017 anzusetzen. Folglich Null Euro in den folgenden Jahren.

Das Finanzamt hat recht.

Bleibt nur zu versuchen, die Bestandskraft von 2017 aufzubrechen.

Manchmal wird ein geleastes KFZ aber auch wie Eigentum/Ratenkauf behandelt, wäre das nicht möglich?

"Allerdings steckt in dieser Steuerspar-Idee auch eine Gefahr. Wenn Sie nicht genau auf die Vertragsdetails achten, stuft das Finanzamt Sie als Leasingnehmer statt als Mieter als tatsächlichen Eigentümer des Fahrzeugs ein. Dann riskieren Sie, dass der Leasingvertrag steuerlich wie ein Ratenkauf behandelt wird.

Das bedeutet für Sie:

Sie müssen den Leasinggegenstand abschreiben und die Leasingraten und Sonderzahlungen in Zinsen und Tilgung aufteilen. Nur den Zinsanteil können Sie dann noch als Betriebsausgaben absetzen. Und das kann teuer werden.

Darauf sollten Sie unbedingt achten: Ob das Fahrzeug der Leasinggesellschaft oder Ihrem Unternehmen zuzurechnen ist, beurteilt sich vor allem nach dem Verhältnis von Grundmietzeit und betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer des Wirtschaftsguts laut amtlicher Abschreibungstabelle

Kritisch ist also vor allem folgende Konstellation

Beträgt die Grundmietzeit weniger als 40 % oder mehr als 90 % der üblichen Nutzungsdauer, wird Ihnen als Leasingnehmer der Leasinggegenstand von Anfang an als Eigentum zugerechnet.

Die Argumentation: Der Leasingvertrag gleicht eher einem Ratenkauf als einem Mietvertrag, wenn:

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@Andri123

Naja, das ist die freie Interpretation der Leasingerlasse von 1972, die bis heute noch gelten.

Ich denke, beim klassischen Mobilienleasing muss man sich um das materielle recht nicht viel Gedanken machen. Ich würde weiterhin versuchen, verwaltungsrechtlich an 2017 ranzukommen.

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@EnnoWarMal

Also nach Paragraf 173 AO mithilfe eines Steuerberaters?

Gegenstandswert für die Gebühr werden sicher nicht die 9.500,-€ sein, um die es geht, sondern das Gesamtvolumen der Steuererklärung? Aber um diese Investition wird er wohl nicht herumkommen.

Dieser Link ist für den Fragesteller.https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.steuernetz.de/lexikon/aenderung-bestandskraeftiger-steuerbescheide&ved=2ahUKEwiI2_HFmZHiAhXH_aQKHSaxBm8QFjAAegQIAhAB&usg=AOvVaw1zZ--9T0IQ8tsf23PN7r6w

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@Andri123
173 AO

Wird nicht klappen. Wenn der Fragesteller trotz eigener Wissensdefizite sich das Wissen nicht einkauft, soll die Gemeinschaft diesen Mangel nicht heilen können - so die herrschende Meinung.

Ich würde eher nach § 129 schielen, aber das setzt voraus, dass die Unterlagen oder Berechnungslisten an das FA gegangen sind. Das wissen wir hier aber nicht.

Vielleicht hat er auch Glück und kommt mit § 164 rein.

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@Andri123
Gegenstandswert für die Gebühr 

Hier würde ich nach Zeitaufwand abrechnen, weil der Erfolg doch sehr fraglich ist.

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