Längere Krankheit und danach wieder arbeiten?

3 Antworten

generell gilt:

Krankheiten, ob harmlos oder große Operation, sind Privatsache !

" Das Bundesarbeitsgericht hat jedoch entschieden, dass im Fall einer Fortsetzungserkrankung auf Verlangen des Arbeitgebers die behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden sind. Diese Verpflichtung ist jedoch inhaltlich eingeschränkt:

Ärzte dürfen allein darüber eine Auskunft geben, ob eine Fortsetzungserkrankung oder eine neue Erkrankung vorliegt. Die Übermittlung von Diagnosedaten ist nicht gefordert, Arbeitgeber haben kein Recht, die Art der Erkrankung des Arbeitnehmers zu erfahren. "

Meine persönliche Meinung:

Hier in deinem geschilderten Fall ist allerdings zu bedenken, dass sich der AG zu eine Art Vorsorge veranlasst sieht. Er möchte sicher gehen, dass du den Arbeitsanforderungen auch tatsächlich gewachsen bist, weil du dich einer " notwendigen " medizinischen Maßnahme zur Wiederherstellung der vollständigen Arbeitskraft entzogen hast.

Der AG sieht hier ggf. die Anforderung die der Arbeitsschutz vorgibt gefährdet ???

Ansonsten ...ohne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bist du rein rechtlich "arbeitsfähig " !

Willst du unbedingt arbeiten, entbinde deinen Arzt von der Schweigepflicht, so dass der AG betr. Arbeitsfähigkeit, selbst aktiv werden kann.

Offensichtlich ist Dein Arzt zu der Erkenntnis gelang, daß wenn Du Deine Arbeit wieder aufnimmst, es sehr wahrscheinlich ist, daß Du Deinen Arbeitsplatz mit den Füssen voraus verlassen wirst. Dagegen will sich sowohl Dein Arbeitgeber als auch Dein Hausarzt absichern. Dein Arbeitgeber hat auch noch die Möglichkeit Dich dem Vertrauensarzt vorzustellen, bevor er Dich wieder beschäftigt.

Auch wieder so ein Ding - wenn man arbeitsunfähig ist kann man nicht arbeiten.

Was ist der Hintergrund?

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