KV zahlen bis Mindestbeitragsbemessungsgrenze?

5 Antworten

Ich finde dieses Beitragssystem auch merkwürdig und noch einiges anderes in dieser Welt. 

Unter welcher Regierung das so entwickelt wurde und in welchen Ausschüssen o.ä. und vor allem warum das so beschlossen wurde, weiß ich nicht. Es würde Dir auch nicht helfen, ist einfach mal ärgerlich.

Hier in diesem Forum geht es jedenfalls nicht vorrangig um politische Fragen, sondern um die Anwendung der bestehenden Gesetze und Regelungen und darum, so den richtigen Weg zu finden um die eigenen Ansprüche durchzusetzen. Das ist zumindest meine Wahrnehmung.

Und ich vermute außerdem, dass es bereits Klagen gab bzgl. der Beitragsbemessungsgrenze, auch bzgl. Deines Falles.

Falls Du keine privaten Rücklagen hast ( über dem Schonbetrag) würden ja zumindest die KV-Beiträge im Bedarf des Grundsicherungsamtes berücksichtigt werden. Und einen Zuschuß der RV zur KV hast Du hoffentlich auch beantragt.

Hallo,

wenn man während des Berufslebens in der weitaus überwiegenden Zeit in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert war, zahlt man immer nur prozentuale Beiträge aus der tatsächl. Rente (auch wenn die Rente z.B. nur 100 Euro beträgt). Ggf. sind zusätzl. noch Beiträge aus tatsächlich bezogenen rentenähnlichen Einnahmen und aus Einkünften aus selbständiger Tätigkeit  zu zahlen.

Wenn man während des Berufslebens längere Zeit in der privaten Krankenversicherung (PKV) oder teilweise bei bestimmten ausl. Staaten versichert war, gilt nach § 240 SGB V eine Mindesteinnahme von aktuell 991,67 Euro. Beim Wechsel von der PKV in die GKV ist diese Regelung für Nicht-Arbeitnehmer bereits seit 1989 genauso festgelegt und wurde seitdem nur an die Entwicklung der Bruttentgelte der Arbeitnehmer angepasst.

Es bestand vermutlich mehrfach eine Wahlmöglichkeit zwischen GKV und PKV.

Gruß

RHW

Super Antwort!

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Wer weniger als das fiktive Minimum verdient, sollte bei der Krankenkasse einen Antrag auf Beitragsanpassung stellen. Rechtfertigt das Einkommen nachweislich einen niedrigeren Beitrag, kann die Kasse eine Ermäßigung einräumen.

Hallo impact,

der Antrag wird erfolglos sein und auf Seiten des Versicherten und der Krankenkasse unnötige Arbeit verursachen.

Absolut seltene Ausnahme:

Fast immer in der GKV versichert, am 1.4.2002 bereits Rentenbezug und damals wurde ein Antrag gestellt, dass aufgrund der damaligen Gesetzesänderung keine Krankenversicherungspflicht  eintreten soll. Dann werden die Beiträge nur aus den tatsächlichen Einnahmen und nicht auds der Mindesteinnahme gezahlt. Die Ausnahme ist aber exotisch und bei allen Betroffenen sollte diese Regelung bereits praktiziert werden.

Grundlage: § 240 SGB V

Gruß

RHW

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@RHWWW

"sollte diese Regelung bereits praktiziert werden" - und wenn nicht ?!

Er sollte den Antrag stellen - auch wenn es irgendwo Arbeit macht (dafür werden die Leute auch bezahlt).

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Hm, dieser Punkt interessiert mich. Habe obigen Satz auf Finanztipp.de gelesen, die Krankenkassen scheinen davon allerdings nichts zu wissen. Meine Situation: Student über 31 Jahre, möchte weiter hin einer GKV bleiben und gerne die ca. 180 Euro monatlich reduzieren. Mein momentanes monatliches Einkommen liegt bei 500-600 Euro.. Weiß jemand mehr Infos oder kennt sich mit § 240 SGB V aus? Vielen Dank u viele Grüße!

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