Welche Krankenversicherung kann ich als chronisch kranker Student ab 25 Jahre wählen?

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3 Antworten

Hallo,

die PKV muss bei Wegfall der Beihilfe ohne Risikoprüfung in den gleichwertigen 100%-Tarif umstellen. Das ist vielleicht nur eine theoretische Möglichkeit, weil die Beiträge entsprechend der Leistung ca. 5x so hoch sind.

Der Basistarif wäre aber noch teurer.

Meines Erachtens wäre auch eine Umstellung in den PSKV-Tarif möglich, da er gegenüber dem Normaltarif wohl keine Mehrleistungen aufweist. Er verschiebt das Problem auch nur bis zum Ende des Studiums.

Bei nahtlosem Verbleib in der PKV (Referendariat --> Verbeamtung) sehe ich im übrigen kein Problem, solange man den Versicherer nicht wechseln will.

Ein Wechsel in die GKV wäre bei einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nach dem Studium möglich, im Hinblick auf eine spätere Verbeamtung aber eher nicht sinnvoll. Ein Wechsel während des Studiums sehe ich (wie Du) als schwierig an, weil auch nach einem GKV-Jobsemester das alte Studium fortgesetzt wird.

Fazit: Solange man kontinuierlich beim Versicherer bleibt, ist alles geregelt.

Viel Glück

Barmer

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ginfizzz 16.11.2015, 11:25

Hallo barmer,

vielen Dank für deine sehr interessante Antwort. Wenn das alles so zuträfe, wäre das natürlich fabelhaft! In der Tat habe ich vor, mit Referendariat & Verbeamtung nahtlos in der PKV (Debeka, i.Ü.) zu bleiben. Einiges wäre noch interessant zu erfahren, und zwar:

Auf welcher gesetzlichen Grundlage gilt denn, dass mich die PKV nach Wegfall der Beihilfe zu 100% versichern muss? Und, noch entscheidender: auf welcher gesetzlichen Grundlage gilt, dass mir dann auch der PSKV-Tarif zugänglich sein muss? Für den Fall, dass die Debeka "Zicken" macht, wenn ich dann mit 25 auf PSKV umstellen möchte, wäre das natürlich wichtig zu wissen. Oder meinst du, dass die Umstellung auf PSKV ohne Risikoprüfung ein Standardprozedere ist, bei dem kein Widerstand seitens der PKV zu erwarten ist?

Viele Grüße

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barmer 16.11.2015, 13:19
@ginfizzz

Hallo, zu 1.) das steht in den MB/KK (Musterbedingungen), die Vertragsbestandteil aller deutschen PKVen sind und vermutlich auch im VVG(Versicherungsvertragsgesetz) im Bereich PKV

zu 2.) das steht u.a.im §204 VVG (Tarifwechselrecht). Die debeka kann nur Zicken machen, wenn sie Mehrleistungen des PSKV gegenüber dem fiktiven 100%-Tarif zu dem jetzigen Beihilfetarif findet. Ich persönlich denke nicht, dass sie das tut. Die Umstellung "befreiter Beamtenkinder" mit 25 in die PSKV ist ein Standardvorgang.

Ich würds auf mich zukommen lassen.

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ginfizzz 16.11.2015, 21:21
@barmer

Hallo Barmer, vielen herzlichen Dank! 

Eine Frage hätte ich allerdings noch: wenn ich über §204 VVG in den PSKV-Tarif wechsle, besteht dann nicht die Gefahr, dass ich mit Beginn des Referendariats nach dem Studium nicht mehr in den Regeltarif zurückkehren kann? Schließlich ist der PSKV-Tarif ggü. dem Regeltarif ja vermutlich nicht nur nicht überlegen, sondern sogar unterlegen. Eine Rückkehr in den überlegenen Regeltarif wäre dann ja nach §204 VVG nicht mehr, oder nur noch mit hohen Risikozuschlägen möglich. 

Wäre es angesichts dessen nicht klüger, für die Dauer meines Reststudiums ab 25 im (teuren) 100%-Regeltarif der PKV versichert zu bleiben?

Viele Grüße

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barmer 16.11.2015, 22:34
@ginfizzz

Die Überlegung ist richtig, zumal es sich ja wahrscheinlich nur um einen kurzen Zeitraum handelt.

Man kann aber zu gegebener Zeit auch den Versicherer fragen, wie er es handhabt. Das gilt auch für den nächsten Schritt, den Anwärtertarif während des Referendariats.

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Hallo,

man kann auf jeden Fall bei dem bisherigen Krankenversicherungsunternehmen versichert bleiben. Einzelheiten sind nicht im Gesetz, sondern in dem abgeschlossenen Tarif inkl. aller Anlagen geregelt.

Am besten unter den Punkten "Wegfall der Beihilfe", "Erreichen der Altersgrenze" o.Ä. nachlesen.

Oft gibt es hier gute Tipps:

patientenberatung.de

Gruß

RHW

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Da werden sich bestimmt noch unsere KV-Spezilisten melden, aber ich denke zum Ende des Wintersemesters Exmatrikulieren, eine sozialversicherungspflichtige Tätiogkeit aufnehmen und wieder Immatrikulieren.

Stellt sich für mich die Frage, ob es nciht geht, dass Du am Tag nach der Exmatrikulation gleich wieder einen Antrag auf Immatrikulation stellen kannst udn sozusagen nur die 2-3 Monate (Semesterferien) tätig bist.

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ginfizzz 16.11.2015, 11:28

Hallo, 

vielen Dank für deine Antwort! Ja, das wäre mir natürlich lieber, kein ganzes Semester, sondern nur während der Semesterferien exmatrikuliert zu sein. Müsste man schauen, ob die Uni da mitspielt! Aber wenn barmers obige Antwort zuträfe (toi, toi, toi :-)), würde sich das Problem gar nicht erst stellen, da ich günstig in der PKV versichert bleiben könnte. 

Viele Grüße

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wfwbinder 16.11.2015, 12:42
@ginfizzz

Barmer ist ein Ass auf dem Gebiet, da kannst voll drauf vertrauen.

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