Kurzfristige Beschäftigung als Schulabgänger = 40% Abzug beim Lohn?

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2 Antworten

Bei der 50-Tage-Regelung gibt es eine sehr bedeutsame Bedingung: die Tätigkeit darf keine Berufsmäßigkeit sein.

2.) Work and Travel ist nicht mit dem Studentendasein gleichzusetzen. Es wird eher als "aktive Freizeitgestaltung" gesehen, bei der du ggf. einige Erfahrung machen kannst.

Wenn du also Pech hast - also nicht nachweisen kannst, dass deine Tätigkeit auf dem Weihnachtsmarkt nur eine Übergangslösung ist - z.B. um die Wartezeit auf ein Studienplatz zu überbrücken - dann wird dir eine sog. Berufsmäßigkeit unterstellt.... und dann wird dein Gehalt mit den normalen Abzügen belegt - d.h. 1/2 Beitrag Krankenversicherung = 14,5% durch 2 =** 7,25 %** , Hälfte Rentenversicherung 19,9 % = 9,9%, Hälfte Arbeitslosen- und Pflegeversicherung = 1,5 % und 0,975%

So hast du allein in der Sozialversicherung 19,625 % Abzüge - dann kommt noch die Lohnsteuer dazu ... also sind 40% gar nicht so unwahrscheinlich ...

Mit den Zahlen spielen kannst du auf www.nettolohn.de

Ich glaube, Dein Chef meinte mit der 50-Tage-Regel die Beschäftigung als sogenannte Kurzfristige Aushilfe mit einer Beschäftigung von maximal 2 Monaten oder 50 Arbeitstagen pro Jahr. Weitere Bedingungen: 1. der Arbeitnehmer darf nur gelegentlich, aber nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt werden. Dabei kommt es darauf an, dass die Aushilfe ohne Wiederholung arbeitet. Das fällt hier schonmal flach. Eine wiederholte Beschäftigung in diesem Kalenderjahr ist nicht drin, das Jahr ist am 31.12. aus. 2. Die Beschäftigung darf über 18 zusammenhängende Tage nicht hinausgehen. Das wird ein Problem sein, aber nicht Deines, sondern das des Arbeitgebers. 3. Der Lohn pro Tag darf max. 62 Euro sein. Schnell gerechnet! 1.600 Euro sind zuviel!

Sollten aber die Voraussetzungen 1-3 eingehalten werden, kann der Lohn mit 25% pauschal versteuert werden, diese Steuer zahlt in der Regel der Arbeitgeber. Für Dich hiesse das brutto wie netto. Das gabs schon immer, daran hat auch die relative Neuregelung Minijob nichts geändert. Die Kollegin meinte sicher die Abzüge nach Steuerklasse, in Deinem Fall wahrscheinlich 1. Das kann Dir aber auch ziemlich egal sein. Falls Du sonst eine Einkünfte in 2011 hattest, bekommst Du zumindest Lohnsteuer, Soli und evtl. Kirchensteuer per Steuererklärung Anfang 2012 wieder zurück.

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